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OVB exklusiv - das sagt Polizei

„Segelts da nicht weiter, da is a Leiche“: Toter auf Chiemsee entdeckt – wie kam Person ums Leben?

Das Boot der Wasserschutzpolizei Prien auf dem Chiemsee bei voller Fahrt.
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Das große Boot der Wasserschutzpolizei in Prien. (Archiv).

Ein Hubschrauber nahe der Herreninsel im Chiemsee sorgte am Dienstagabend (22. Juli) für Aufsehen, dann machten Gerüchte die Runde. Die Polizeidirektion Oberbayern Süd bestätigte dem OVB nun exklusiv, dass bei dem Einsatz eine Leiche entdeckt wurde. Was bisher dazu bekannt ist.

Chiemsee - Als Erstes wurde eine Seglerin auf das Drama aufmerksam gemacht, was sich offenbar am Dienstag (22. Juli) an der Herreninsel abgespielt haben muss. „Segelts da nicht weiter, da is a Leiche“, sagte ein Fischer zu der Crew. Kurze Zeit später kreiste ein Hubschrauber über der Region. Die Wasserwachten Prien-Rimsting und Bernau waren im Einsatz. Natürlich wurde das zwischen Bernau, Prien und Gstadt beobachtet. Es wurde geredet und Gerüchte kamen auf. Das OVB hat deshalb bei den Betroffenen nachgefragt.

„Wir hatten eine Leiche - der Rest ist Polizeisache“

„Es gab tatsächlich einen Einsatz - ein heikles Thema. Wir hatten eine Leiche, der Rest ist Polizeisache“, hieß es bei der Wasserwacht Prien-Rimsting. Die nächste Anfrage landete folglich bei der Polizeiinspektion in Prien. Dort wurde das Auffinden einer verstorbenen Person von Dienststellenleiter Jürgen Thalmeier ebenfalls bestätigt. Ausführliche Auskünfte über den mysteriösen Fall gab es aber auch hier nicht.

„Wenn die Todesursache nicht klar ist, übernimmt die Kriminalpolizei die Ermittlungen“, sagte dem Thalmeier dem OVB. Der Klassiker für den Kripo-Einsatz seien Tötungsdelikte, die Spezialisten kämen aber auch zum Einsatz, „wenn die Todesursache auf den ersten Blick nicht klar erkennbar ist.“ Für Anfragen zu Kripo-Einsätzen ist das übergeordnete Polizeipräsidium Oberbayern-Süd zuständig. Dies brachte dann tatsächlich Licht ins Dunkel.

Toter auf dem Chiemsee: Das ist passiert

„Am Dienstag, den 22. Juli 2025 gegen 19:30 Uhr, wurde der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein über die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd darüber in Kenntnis gesetzt, dass im südwestlichen Schilfgürtel der Herreninsel in einem Boot auf dem Chiemsee eine verstorbene Person aufgefunden worden wäre“, hieß es auf Anfrage des OVB: „Die Mitteilung war durch einen auf dem Chiemsee tätigen Berufsfischer gekommen, der bei dem Auslegen von Netzen in diesem Bereich unterwegs gewesen war.“

Der Fischer warnte dann vorüberfahrende Segler, um ihnen den traurigen Anblick zu ersparen. Wenig später waren eine Vielzahl mit Booten herbeigeeilter Einsatzkräfte vor Ort im Chiemsee, aus der Luft unterstützt vor Ort. „Eingesetzt waren neben einem Hubschrauber, Notarzt, Boote der Wasserwacht Prien Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Prien sowie der Polizeiinspektion Prien“, erklärte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Auch die Wasserwacht-Kollegen aus Bernau leisteten kurzzeitig Amtshilfe bei dem Einsatz, wie ein Kollege bestätigte.

Die Herreninsel im Chiemsee von oben.

Mann (69) kommt ums Leben - so viel zur Ursache ist bekannt

Was genau war aber vorgefallen und wer war die tote Person? „Bei dem Betroffenen handelt es sich um einen 69-jährigen Mann aus dem Landkreis Rosenheim. Dieser war am Morgen des selbigen Tages aufgebrochen, um fischen zu gehen“, erklärte der Polizeisprecher. Aufgrund der durch den anwesendem Notarzt bescheinigten „ungeklärten Todesursache“ liege die Ermittlungszuständigkeit bei der Kripo.

„Bei den Untersuchungen/Ermittlungen ergaben sich jedoch, nach derzeitigem Ermittlungsstand, keine Hinweise auf eine Straftat, Fremdverschulden- oder einwirken“, hieß es aus dem Polizeipräsidium weiter: „Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen; als Todesursache ist mit derzeitigem Stand aber eine innere medizinische Ursache anzunehmen.“ Nach einem Badetoten jüngst in Seeon-Seebruck ein weiteres Drama, das sich auf dem Chiemsee abgespielt hat.

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