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Ameranger Auswandererfamilie

Plötzlich Bestseller: Leonie (18) und ihr poetischer Volltreffer unter der Sonne Zyperns

Autorin und ehemalige Amerangerin Leonie Konaté Autorin auf Zypern
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Leonie Konaté ist mit ihrer Familie von Amerang nach Zypern ausgewandert und hat dort ihr erstes eigenes Buch geschrieben.

Leonie Konaté hat ein Buch geschrieben. Am Strand von Zypern ist ihr die Idee gekommen, ein Poesie-Werk zu verfassen. Die Hintergründe, welchen Einfluss ihre ehemalige Mittelschule in Eiselfing hatte und welche Ziele die 18-Jährige nun verfolgt:

Amerang/Zypern - Mit ihrer Familie ist die 18-Jährige vor rund zwei Jahren vom bayerischen Amerang im Chiemgau nach Zypern ans Mittelmeer ausgewandert, hat dafür ihre Friseurlehre in Bayern abgebrochen.

„Es hat Spaß gemacht, der Kontakt zu den Kunden und das Kreative war cool. Rückblickend war es jedoch die richtige Entscheidung, abzubrechen. Ich habe gespürt, dass der Beruf auf Dauer nichts für mich ist - und vielleicht wollte das Universum, dass es so kommt und ich mich umorientiere“, erinnert sich Leonie.

Psychologie, englische Literatur und Deutsch im Fokus

Auf Zypern besuchte sie die „International School of Paphos“, eine Privatschule, musste zunächst einen Aufnahmetest für bestimmte Fächer bestehen. Sie hat sich für Psychologie, englische Literatur und Deutsch entschieden.

„Es macht mehr Spaß, mit verschiedenen Nationen zusammen zu sein und Menschen aus allen möglichen Ländern kennenzulernen. Das gibt es in Deutschland so nicht an den Schulen“, resümiert Leonie.

Das Cambridge-System auf Zypern ist strenger und unterscheidet sich vom deutschen Schulsystem. Das Abitur sei in ihren Augen schwerer gewesen, dafür besitze sie nun einen internationalen Abitur-Abschluss.

„Kleines Buch für große Gefühle“

Schreiben hat Leonie schon immer fasziniert. Von Kindesbeinen an dachte sie sich Geschichten und Texte aus, ihre ersten eigenen Zeilen hat sie mit zwölf geschrieben. Zu ihrem neuen Buch, das sie in Eigenregie publiziert, vermarktet und auf TikTok oder Instagram bewirbt („Self-Publishing“) gibt es eine Vorgeschichte.  

Ursprünglich wollte Leonie einen Krimi veröffentlichen. Doch es kam anders: „Ich hab gemerkt, dass ich mich persönlich im Moment auf einer anderen Reise befinde - einer Reise zu mir selbst und meinem inneren Kind“, erzählt Leonie.

Am Strand auf Zypern hat sich Leonie inspirieren lassen, ein Gedichtband zu verfassen.

Eines Tages entstand am Strand ein Gedicht, ohne groß nachzudenken und ganz spontan. Dieses Gedicht trug den Titel des jetzigen Buches: „The Something“. Für Leonie hat es sich „richtig angefühlt“.

Es ist ein „kleines Buch für große Gefühle“, enthält 21 Gedichte, die ehrlich, leise und berührend die Suche nach sich selbst und dem, was es wirklich heißt zu sein, beschreiben.

Es geht um Selbstverwirklichung und das Leben im Hier und Jetzt, anstatt mit den Gedanken ständig in Zukunft oder Vergangenheit abzuschweifen. Das Werk beinhaltet nicht nur Gedichte und poetische Verse: Der Tagebuch-Charakter regt den Leser mit verschiedenen Aufgaben, Fragen und Übungen zum Interagieren an - alles auf Englisch.

„The Something“

Hier geht es direkt zu dem Buch auf Amazon.

In Leonies Augen war es die richtige Entscheidung, das Gedichte-Buch als Erstes herauszubringen. Obwohl „The Something“ erst seit einer guten Woche auf dem Markt ist, geben ihr die Resonanzen recht. Für die junge Autorin hat sich ein kleiner Traum schon erfüllt: Das Buch befindet sich bereits auf der Bestsellerliste von Amazon unter der Rubrik Gedichte.

Nächstes Projekt steht schon in den Startlöchern

Besagten Krimi als zweites Buch wird Leonie voraussichtlich im Oktober veröffentlichen. „Error“ lautet der Titel. Auch dazu gibt es einen Hintergrund: Leonie verfolgte einmal das Ziel, Kriminalpsychologin zu werden, hat ihr Abitur in Psychologie gemacht.

„Ich habe leider einen wichtigen Test nicht bestanden und plötzlich kamen Zweifel auf: Wenn die Highschool schon so schwer ist, ist dann die Uni wirklich das Richtige für mich? Schweren Herzens habe ich mich schließlich dagegen entschieden.“

Eines Tages kam ihr die Idee, einfach einen Kriminalroman zu schreiben, in den sie ihre Leidenschaft für die Psychologie verpackte. Gesagt, getan.

Der Krimi ist in deutscher Sprache verfasst und an eine Liebesgeschichte geknüpft. Spannung kommt laut Leonie nicht zu kurz: Der Inhalt dreht sich um eine Gruppe Freunde, die einen mysteriösen anonymen Brief erhalten. Dieser zieht sie in eine Mission, der sie nicht entkommen können.

Leonie ist überzeugt, dass die Zeit in ihrer ehemaligen Mittelschule in Eiselfing den Grundstein gelegt und sie dazu gebracht hat, wo sie heute steht. „Ich hatte eine wunderschöne Schulzeit und das lag auch größtenteils an der Direktorin und den Lehrern, die uns immer ermutigt haben, unseren Weg zu gehen“, betont Leonie.

Leonies Traum: ein eigener Verlag

Auch, wenn sie gemäß ihres Buches primär in der Gegenwart lebt, wie sehen die weiteren Pläne der 18-Jährigen aus? „Natürlich ist mein Ziel, literarisch aktiv zu bleiben und irgendwann groß herauszukommen. Ich glaube, das ist der Traum jeder Autorin“, sagt sie grinsend.

Leonie hat weitere Projekte bereits im Blick: „Ich bin selbstständig und eröffne demnächst mit ‚Literary Loft‘ mein eigenes Bookish-Business für Buchliebhaber, Autoren und Leser. Dort teile ich unter anderem Marketing-Tipps, veranstalte Poetry-Wettbewerbe und plane langfristig sogar, daraus einen eigenen Verlag entstehen zu lassen.“

Next Stop: Korea

Leonie fühlt sich zwar sehr wohl auf Zypern, allerdings zieht es sie auch hinaus in die weite Welt: „Ich möchte gerne eine Zeitlang nach Südkorea - dort leben und Sprache wie Kultur kennenlernen. Ich spreche schon ein wenig Koreanisch, mein Ziel ist es, die bisherigen Kenntnisse zu intensivieren und auf professionellem Level zu lernen. Druck mache ich mir aber keinen, denn so wie es kommt, so kommt's“, sagt sie mit einem Lächeln. (mb)

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