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Der erste Versuch der Welt

Influencer Simon Brunner aus Teisendorf plant unglaublichen Himmelsstunt

Die Himmelsleiter soll an einem Heißluftballon befestigt werden. Mit einem Fallschirm ausgerüstet, will Simon Brunner (Mitte) in schwindelerregender Höhe Unfassbares schaffen.
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Die Himmelsleiter soll an einem Heißluftballon befestigt werden. Mit einem Fallschirm ausgerüstet, will Simon Brunner (Mitte) in schwindelerregender Höhe Unfassbares schaffen.

Nach seinem mit 112 Millionen Aufrufen viral gegangenen Video an der Himmelsleiter plant der Teisendorfer Influencer Simon Brunner einen noch viel spektakulären Stunt: Die Himmelsleiter möchte er an einem Heißluftballon befestigen und in Social Media für Furore sorgen. Gemacht hat das bislang noch keiner.

Teisendorf - Die Planungen für den gewagten Stunt laufen seit Längerem und Simon Brunner, Influencer und Content Creator, ist ziemlich heiß auf das, was er da vorhat: „Ich möchte meine Himmelsleiter-Challenge noch toppen”, sagt er. 

Im vergangenen Jahr baute er sich am eigenen Elternhaus eine zwölf Meter hohe Himmelsleiter. Die Aluminiumkonstruktion überragte das Haus. Die Kamera filmte seinen Aufstieg nach ganz oben. Beim erfolgreichen Versuch auf Instagram schauten ihm schließlich 112 Millionen Menschen zu.

Brunner ging mit weiteren Videos weltweit viral. Auf einer Hängebrücke ließ er eine Bekannte an einem Arm hängen - eine optische Täuschung sollte Höhe suggerieren: 150 Millionen Menschen klickten auf das Video. Seitdem hat sich Simon Brunner einen Namen in der Influencer-Szene gemacht. Mehr als eine halbe Milliarde Menschen haben seine kurzen Clips gesehen. Das ist so viel wie knapp sechsmal Deutschlands Bevölkerung. 

Als Grenzgänger folgen ihm mehr als eine halbe Million Menschen auf Instagram. Der Sportanlagendesigner, der aktuell in Salzburg einen Ninja-Park im Auftrag plant, verfolgt ein Ziel, aus dem er keinen Hehl macht: Social Media, das ist sein Leben. Mittlerweile hat er Sponsoren, verdient damit auch Geld. Eine heimische Molkerei wirbt mit seinem Gesicht.

Ohne Fallschirmschein kein Weltrekord

Für sein nächstes Video ist etwas Vorarbeit nötig: „Ich brauche dazu einen Fallschirmschein”, sagt der 27-Jährige, der gerade kurz davor ist, seinen Flugschein zu absolvieren. Seinen Eltern hat er davon berichtet: „Ich habe aber schon mal mehr Euphorie in ihren Augen gesehen.” Bei seinem nächsten Stunt möchte er seine selbst konstruierte Himmelsleiter an einem Heißluftballon befestigen. „Die Konstruktion ist vom Gewicht nicht schwer”, sagt Brunner. Etwa so viel wie fünf erwachsene Personen. Ein Heißluftballon bringt die Leiter in die Luft - locker. Den passenden Heißluftballonpiloten, der das Gefährt nach oben steuert, hat er bereits gefunden. Mit dem Gleitschirm am Rücken will Simon Brunner in mehr als 2000 Metern Höhe die Erklimmung seiner Himmelsleiter wagen. Stürzt er ab, hat er in seinem Rucksack den Fallschirm, den er öffnen kann. Falls es nicht beim ersten Mal klappt, will Brunner auch ein zweites oder drittes Mal mit dem Heißluftballon aufsteigen. „Ich pack das, egal wie häufig ich es versuchen werde.” 

Zu gefährlich scheint ihm das Unterfangen zudem nicht zu sein. Mit Höhe hat Brunner kein Problem. Der Gleitschirmschein ist sowieso sein großer Traum. „Außerdem hat das bislang noch keiner gemacht”, sagt der junge Mann. Noch dieses Jahr soll es so weit sein, irgendwann im Sommer. Mit einem möglichen Sponsor für den Weg in die Wolken ist er bereits im Gespräch. 

Brunner auf TikTok gesperrt

Dass er seine Videos nur auf Instagram ausspielt und nicht auf der für Kurz-Clips bekannten Plattform TikTok, hat einen Grund: Dort wurde er gesperrt. Brunner hatte dort bereits mehrere hunderttausend Follower. „Ich kenne viele, die dort gesperrt werden, weil die Inhalte als animierend oder zu gefährlich eingestuft werden”, sagt er. 

Für die Komposition seiner kurzen Videos hat Brunner im Laufe der Jahre einiges an Erfahrung gesammelt. Dass ein Video mit Potenzial viral geht, braucht Expertise. „Ich überlege mir genau, wie ich es schneide und was ich dazu schreibe. Beachtet werden müsse die Komposition. Die Farben, der Kamerawinkel, die Gesichtsausdrücke, der Sound, das Thumbnail, also das Vorschaubild. „Es dürfen keine sprachlichen Barrieren im Video sein, damit es weltweit ausgestrahlt wird”, sagt er. 

Bevor es für ihn mit dem Gleitschirm auf die Himmelsleiter geht, will Simon Brunner aber erstmal reisen. Gemeinsam mit anderen Influencern. „Wir gehen auf Europa-Tour: Frankreich, Spanien, Dänemark und Norwegen.” Brunner hat sich im Vorfeld die besten viralen Spots ausgesucht. Content-Creation steht auf dem Plan: die besten Bilder, die coolsten Videos, Cliff-Diving inklusive. „Wir fahren Roadtour-mäßig die Stopps ab”, sagt er. Den gesamten Sommer habe er dafür eingeplant, Inhalte für sein Dasein als Influencer zu produzieren. Brunner ist sich sicher: Das nächste Video mit 100 Millionen Aufrufen ist nur eine Frage der Zeit.

Kilian Pfeiffer

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