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Noch nichts endgültig entschieden

Verschwindet die Freilassinger Oldie-Lok hinter einer Lärmschutzwand?

Eine historische blaue Lokomotive steht auf einem Gleis, hinter ihr sind eine Hecke und ein Wohngebiet mit Häusern zu sehen.
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Noch steht die Museumslok gut sichtbar am Ende der Hauptstraße, Rupertusstraße, doch bald könnte sie hinter einer vier Meter hohen Lärmschutzwand verschwinden.

Ob die Oldie-Lok aus dem Jahr 1933 am Ende der Hauptstraße in Freilassing auf ihrem Platz stehen bleiben darf, ist noch nicht entschieden. Trotzdem machen sich Stadt und DB schon Gedanken darüber, wo die neue Lärmschutzwand verlaufen sollte für den Fall, dass die Lok an ihrem Standort bleibt. Entscheiden am Ende Sicherheitsgründe darüber?

Freilassing - Bereits Mitte Mai hatten im Rahmen der Informationsveranstaltung zum Bahnausbau zwischen München-Mühldorf Freilassing einige Freilassinger die Frage gestellt, was eigentlich mit der Museumslok passiert: Verschwindet sie womöglich hinter der vier Meter hohen Wand oder muss sich die Stadt einen neuen Standort suchen, zum Beispiel am Salzburger Platz?

Zumindest steht mittlerweile fest, dass die Lok am Ende der Hauptstraße stehen bleiben könnte. Für die Frage, wo dann die Lärmschutzwand gebaut wird, hat die DB dem Bauausschuss am Dienstag (24. Juni) drei Varianten vorgestellt

Die rote Variante sieht die Wand ziemlich nahe am Gehsteig vor, die Lok wäre dann nur noch zu sehen, wenn die Lärmschutzwand in diesem Bereich transparent gestaltet wird. Die grüne Variante würde auf der Südseite der Lok verlaufen, also von der Hauptstraße kommend hinter der Lok. Eine blaue Variante wäre dann noch etwas weiter im Süden, würde der Lok also noch etwas mehr Platz einräumen. 

Abstände nicht eingehalten

Genau diese Option will die Bahn aber nicht, „da notwendige Abstände für den Sicherheits- und Arbeitsraums zum im Betrieb befindlichen Abstellgleis 89 nicht eingehalten werden können“, so eine Sprecherin. Auch ein kürzeres Abstellgleis mit der Nummer 89 kommt für die Bahn „betrieblich nicht infrage“

Der Bau-, Umwelt- und Energieausschuss hat am Dienstag die drei möglichen Varianten diskutiert und sich dennoch für die blaue Variante entschieden. Damit soll also die Lärmschutzwand möglichst weit im Süden entstehen und damit einige Meter von der Rupertusstraße entfernt. Entschieden ist noch nichts, weitere Informationen wird es am 9. Juli bei einer öffentlichen Veranstaltung im Rathaussaal geben. Und endgültig entscheiden wird der Stadtrat dann in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause am 22. Juli.

Die historische Lok 144 502-2 aus der Baureihe E 44.5 steht seit 1998 an der Rupertusstraße. Sie wurde 1933 gebaut und verkehrte viele Jahrzehnte zwischen Freilassing und Berchtesgaden. (hud)

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