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Passieren jedem mal

Tomaten gießen: 4 Fehler, die Ihre Pflanzen ruinieren können

Tomatenpflanzen sollten sorgsam gegossen werden. Fehler können den Pflanzen schwerwiegend schaden und die Ernte mindern. Die wichtigsten Regeln für Hobbygärtner.

Wer kennt das nicht? Man freut sich monatelang auf die ersten eigenen Tomaten aus dem Garten – und dann werden die Pflanzen plötzlich krank oder die Ernte fällt mager aus. Oft liegt es an scheinbar harmlosen Fehlern beim Gießen, die fatale Folgen haben können. Dabei ist es gar nicht so schwer, Tomaten richtig zu bewässern. Mit ein paar einfachen Regeln können Sie typische Anfängerfehler vermeiden und sich über gesunde Pflanzen und eine reiche Ernte freuen.

Fehler Nr. 1: Tomaten zu wenig Wasser geben

Viele Hobbygärtner unterschätzen den Wasserbedarf ihrer Tomatenpflanzen, gerade bei Hitze. Die Folgen zeigen sich schnell: Die Erde wird steinhart, die Blätter verfärben sich gelb und neue Blüten bleiben aus. Im schlimmsten Fall entwickelt sich die gefürchtete Blütenendfäule – schwarze, eingesunkene Stellen an den Früchten.

So machen Sie es richtig: Stecken Sie regelmäßig den Finger etwa 5-10 cm tief in die Erde. Fühlt sich die Oberfläche trocken an, ist es höchste Zeit zum Gießen. Ein Feuchtigkeitsmesser aus dem Gartencenter kann Ihnen dabei helfen, den richtigen Zeitpunkt zu finden.

Beim Gießen von Tomaten kann einiges schiefgehen. Nasse Blätter können etwa zu Pilzerkrankungen führen.

Fehler Nr. 2: Über die Blätter gießen

Dieser Fehler passiert besonders häufig beim Gießen mit dem Gartenschlauch oder der Gießkanne. Nasse Blätter sind jedoch ein Paradies für Pilzkrankheiten wie die Kraut- und Braunfäule. Trifft der Erreger Phytophthora infestans auf ständig feuchte Blätter, kann er sich munter ausbreiten und binnen weniger Tage ganze Bestände vernichten. Damit die Blätter schneller abtrocknen, ist es außerdem förderlich, die Tomatenpflanze regelmäßig auszugeizen. In erster Linie sollte das Blattwerk aber gar nicht erst nass werden.

So machen Sie es richtig:

  • Zielen Sie beim Gießen immer direkt auf den Wurzelbereich.
  • Halten Sie die Blätter so trocken wie möglich.
  • Werden die unteren Blätter beim Gießen ständig nass, können Sie diese auch einfach abschneiden, sobald die Pflanze gut angewachsen ist.

Fehler Nr. 3: Mit eiskaltem Wasser gießen

Frisches Leitungswasser direkt aus der Leitung kann für Tomatenpflanzen einen echten Schock bedeuten. Die plötzliche Kälte stresst die Wurzeln und bremst das Wachstum oft erheblich.

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So machen Sie es richtig: Lassen Sie das Wasser am besten über Nacht in der Gießkanne oder einem Regenfass stehen. So kann es sich auf Umgebungstemperatur erwärmen. Noch besser ist gesammeltes Regenwasser – es ist weich, kalkarm und hat meist die perfekte Temperatur.

Alte Tomatensorten: Zehn historische Exemplare, die Sie mal probieren sollten

Tomatensorte Schwarze Krim, aufgeschnitten
Die würzig-süße Schwarze Krim ist ein beliebter Klassiker unter den Fleischtomaten. © Panthermedia/Imago
Tomate Goldene Königin am Strauch
Gelbe Tomaten sind keine neue Züchtung: Die robuste ‚Goldene Königin‘ wird seit 1871 in Deutschland angebaut. © agefotostock/Imago
Tomaten-Sorte ‚Indigo Rose‘
Außen fast schwarz und innen rot: Die historische Sorte ‚Indigo Rose‘ sieht spektakulär aus und schmeckt würzig. © Panthermedia/Imago
Grün geflammte Tomaten-Sorte ‚Green Zebra‘
Die meist grün-gelb geflammte Sorte ‚Green Zebra‘ ist sehr bekannt und mit ihrem melonenartigen süßlichen Aroma auch sehr beliebt.  © Westend61/Imago
Cocktailtomate ‚Gelbes Birnchen‘
Die Cocktailtomate ‚Gelbes Birnchen‘ ist eine der ältesten heute bekannten Tomatensorten: Rund um 1800 kam sie in den USA auf den Markt und trägt ihre zahlreichen Früchte wie kleine Glühbirnen. © Pond5 Images/Imago
Tomatensorte Andenhorn am Strauch
Wer nicht genau schaut, könnte das ‚Andenhorn‘ mit einer Spitzpaprika verwechseln. Die Ur-Tomate aus Peru ist ideal für Soßen und Pizza. © Pond5 Images/Imago
Bauer erntet Tomaten der Sorte Ochsenherz im Gewächshaus
An der ‚Ochsenherz‘-Fleischtomate kommt keiner vorbei: Die beliebte russische Sorte wird durchaus mal ein Kilogramm schwer. © Rainer Unkel/Imago
Tomaten ‚Moneymaker‘ am Strauch
Der moderne Name täuscht: Die ‚Moneymaker‘ ist eine alte, saftige und ertragreiche Sorte aus England. © Pond5 Images/Imago
Tomate de Berao
Die Eiertomaten-Sorte ‚de Berao‘ wächst sehr schnell und hoch – und ist sogar tolerant gegen Krautfäule und Blütenendfäule. © agefotostock/Imago
Tomatensorte ‚Berner Rose‘
Die ‚Berner Rose‘ sieht nicht spektakulär aus, die Schweizer Sorte ist aber reichtragend und sehr aromatisch – ideal für Salate. © agefotostock/Imago

Fehler Nr. 4: Tomatenpflanze ohne Brauseaufsatz gießen

Ein harter Wasserstrahl aus der Gießkanne mag effizient erscheinen, richtet aber oft mehr Schaden an als gedacht. Das Wasser spritzt unkontrolliert umher, macht die Blätter nass und wirbelt Erde auf. Diese Spritzer können Pilzsporen von Pflanze zu Pflanze übertragen.

So machen Sie es richtig: Investieren Sie in einen guten Brauseaufsatz für Ihre Gießkanne. Der sanfte Wasserstrahl schont die Pflanzen und reduziert das Spritzwasser erheblich. Ihre Tomaten werden es Ihnen mit gesundem Wachstum danken.

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Rubriklistenbild: © Gaby Wojciech/IMago

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