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Turbo-Boost-Gräser

Diese Lücke, ach diese hässliche Lücke: 6 Rasensorten, die richtig schnell wachsen

Geduld ist nicht Ihre Stärke, wenn es um die Nachsaat oder Neusaat von Rasen geht? Das muss auch nicht sein, mit diesen Samen wächst Ihr Gras im Handumdrehen dicht und grün.

Hitzeschäden des letzten Jahres, ein nasskalter Winter mit schweren Schneeschichten oder die Entfernung von Moos im Frühjahr haben ihre Spuren auf dem Rasen hinterlassen. Kahle Stellen, die möglichst schnell vor dem Sommer geflickt werden wollen. Rollrasen ist zwar in kurzer Zeit betretbar, aber kostspieliger und für viele keine Option. Also bleibt die Nachsaat. Eine Erneuerung des Rasens gelingt im Frühjahr ab Mai besonders gut. Einige Grassorten wachsen dabei schneller als andere.

Rasen-Turbo: Diese Gräser flicken kahle Stellen im Nu

Rotschwingel (Festuca rubra) verdrängt Unkraut, wächst dicht und schnell.

Es gibt verschiedene Grassorten, die sich durch ein besonders schnelles Wachstum auszeichnen. Haben sie einen Spiel- und Sportrasen? Oder einen Schattenrasen? Die Wahl des richtigen Saatguts hängt von den individuellen Gegebenheiten des Gartens ab sowie der Sonneneinstrahlung und der Bodenbeschaffenheit.

Diese 6 Grasarten wachsen schneller als andere:

  1. Deutsches Weidelgras (Lolium perenne): Keimt schneller als die anderen Rasengräser und ist äußerst strapazierfähig. Es eignet sich hervorragend für stark genutzte Rasenflächen, hat aber einen hohen Nährstoff- und Wasserbedarf.
  2. Einjähriges Weidelgras (Lolium multiflorum): Wächst rasant und wird oft für temporäre Begrünungen oder zum Schutz vor Bodenerosion eingesetzt. Da es nur einjährig ist, muss es regelmäßig neu ausgesät werden.
  3. Feinschwingel (Festuca ovina tenuifolia): Nach sechs bis acht Wochen ist der Rasen fertig. Ideal für schattige Bereiche im Garten, da diese Sorte mit weniger Licht auskommt und geringere Nährstoffansprüche hat. Allerdings ist der Feinschwingel nicht sehr trittfest und daher für stark beanspruchte Flächen weniger geeignet.
  4. Rotschwingel (Festuca rubra): Bildet durch sein ausgedehntes Wurzelsystem schnell eine dichte Grasnarbe und eignet sich gut zur Befestigung von Hängen und als Sport- und Spielrasen. Es verträgt halbschattige Lagen und ist trockenheitstolerant.
  5. Rohrschwingel (Festuca arundinacea): Diese Sorte ist sehr anpassungsfähig und gedeiht sowohl in kühleren Regionen als auch in wärmerem Klima. Rohrschwingel ist hitze- und trockenheitstolerant sowie robust gegenüber Belastungen, erholt sich aber nur langsam von Schäden und muss gelegentlich nachgesät werden.
  6. Gewöhnliches Rispengras (Poa trivialis): Ein schnell wachsendes Gras, das in manchen Saatgutmischungen vorkommt, aber, ähnlich wie die unerwünschte Quecke, wuchert und auch als „Ungras“ gilt. Es bildet eine dichte und unkrautresistente Grasnarbe. Ideal für den Schatten und sehr schnittverträglich.

11 typische Rasenunkräuter, die Sie nicht dulden sollten

Gundermann Glechoma hederacea
Der Gundermann blüht recht hübsch, aber wenn er einmal wuchert, hat die Wiese schnell nur noch wenig Ähnlichkeit mit einem Rasen. © Dreamstime/Imago
Spitzwegerich in Rasen
Ebenso wie sein Verwandter, der Breitwegerich, verdrängt der Spitzwegerich den Rasen. Durch regelmäßiges Mähen auf etwa vier Zentimeter kann man die Ausbreitung im Zaum halten. © Pond5 Images/Imago
Kriechender Hahnenfuß (Ranunculus repens)
Wer eine Blümchenwiese haben möchte, kann den Kriechenden Hahnenfuß (Ranunculus repens) wuchern lassen. Ansonsten sollte man ihn ausstechen. © Dreamstime/Imago
Getreidefeld, Süßgras Taube Trespe (Bromus sterilis)
Irgendwie sieht sie doch schön aus, die Taube Trespe (Bromus sterilis). Doch Ungräser wie Trespen blühen schnell und bilden rascher Samen, als einem lieb ist. Entfernen kann man sie nur durch manuelles Ausstechen.  © imagebroker/Imago
Hühnerhirse (Echinochloa crus-galli)
Augen auf: Hirsearten wie die hartnäckige Hühnerhirse (Echinochloa crus-galli) haben im Rasen nichts zu suchen, denn sie verdrängen das schöne Gras. Am besten beugen Sie mit guter Rasenpflege vor. © imagebroker/Imago
Kriech-Quecke (Elymus repens), blühend
Die Kriech-Quecke (Elymus repens) zählt zu den Süßgräsern. Sie bildet Ausläufer und durchwuchert schnell den Rasen. © Pond5 Images/Imago
Stumpfblättriger Ampfer (Rumex obtusifolius) in Rasen
Der oft als störend empfundene Stumpfblättrige Ampfer (Rumex obtusifolius) ist eine Zeigerpflanze, die auf einen stickstoffreichen Untergrund hinweist. Er lockert den Boden, hat aber ein weitreichendes Wurzelsystem und ist schwer zu entfernen.  © Pond5 Images/Imago
Acker Schachtelhalm Equisetum arvense
Wehe, wenn Sie Ackerschachtelhalm oder dessen Sporen tragende Sprosse im Rasen entdecken. Das Kalken der Fläche ist oft eine hilfreiche Option. © CHROMORANGE / Imago
Blühender Weißklee im Rasen
Klee, zum Beispiel Weißklee, bildet im Rasen ebenfalls kriechende Ausläufer. Ob man die bienenfreundliche Pflanze mag, ist Ansichtssache – er wächst auf jeden Fall schnell. © Dreamstime/Imago
Horn-Sauerklee (Oxalis corniculata)
Horn-Sauerklee (Oxalis corniculata) wirkt mit seinen filigranen Blüten und Blättern harmlos. Aber das widerstandsfähige Gewächs breitet sich im Handumdrehen aus. © imago stock&people
Löwenzahn Pusteblume mit Samen
Löwenzahn bildet zwei Meter lange Pfahlwurzeln, deren Rodung körperliche Schwerstarbeit ist. Eine Pusteblume bildet etwa 300 Samen, daher sollte man nicht lang überlegen, sondern handeln. © Panthermedia/Imago

Den richtigen Standort wählen

Für ein optimales Ergebnis ist die Wahl des passenden Saatguts entscheidend. Während einige Gräser viel Sonne benötigen, gedeihen andere besser im Schatten. Auch die Bodenbeschaffenheit und die spätere Nutzung der Rasenfläche spielen eine wichtige Rolle. So eignen sich für stark beanspruchte Flächen robuste Sorten wie das Deutsche Weidelgras, während für schattige Lagen der Feinschwingel die bessere Wahl ist.

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Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Welche Bedingungen sind für das Wachstum von Grassamen am besten? Für ein schnelles Wachstum benötigen Grassamen optimale Bedingungen. Dazu gehören die richtige Bodentemperatur, ausreichend Feuchtigkeit und die passende Nährstoffversorgung. Die meisten Gräser keimen am besten, wenn der Boden konstant feucht gehalten wird und die Temperaturen weder zu heiß noch zu kalt sind.

Kann man schnell wachsende Grassamen mit anderen Sorten mischen? Ja, das ist sogar üblich. Viele im Handel erhältliche Rasenmischungen (Regel-Saatgut-Mischungen) enthalten schnell keimende Sorten wie das Deutsche Weidelgras, um eine schnelle Begrünung zu gewährleisten, kombiniert mit langsamer wachsenden, aber dafür ausdauernderen Gräsern für eine langfristig dichte und widerstandsfähige Grasnarbe.

Wie lange dauert es, bis schnell wachsender Grassamen wächst? Die Keimdauer hängt von der Grassorte und den Bodenbedingungen ab. Deutsches Weidelgras kann unter optimalen Bedingungen bereits innerhalb von fünf bis zehn Tagen keimen. Andere Sorten wie Feinschwingel benötigen etwa sieben bis zehn Tage bis zur Keimung.

Rubriklistenbild: © imagebroker/Imago

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