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Tipps und Tricks zur Rasenpflege

So geht perfektes Grün: Vermeiden Sie die drei größten Fehler bei der Rasenpflege

Sie haben einen Garten und träumen vom perfekten Rasen? Dann sollten Sie drei Dinge vermeiden. Welche das sind, lesen Sie hier.

Die Temperaturen werden wieder angenehmer, aber beim Blick in Ihren Garten entwickeln Sie noch keine Frühlingsgefühle? Gerade jetzt ist Rasenpflege besonders wichtig, um den ganzen Sommer saftiges Grün zu genießen. Ob auf wenigen Quadratmetern oder mit richtig viel Platz: Mit unseren Tipps vermeiden Sie die häufigsten Fehler im Garten!  

Das sind Anzeichen für falsche Rasenpflege:

  • Die Grasnarbe hat kahle Stellen.
  • Die Flächen sind gelbbraun verfärbt.
  • Das Unkraut wuchert stark.

Mit diesen unkomplizierten Expertentipps vermeiden Sie die größten Fehler bei der Rasenpflege:

Fehler 1: Zu selten mähen

Lassen Sie Ihren Rasen nicht zu lang werden. Oder umgekehrt ausgedrückt: Vermeiden Sie es, zu viel abzuschneiden. Warum das so wichtig ist? Mähen Sie mehr als ein Drittel der Halmlänge, schwächen Sie Ihren Rasen:

  • Triebe wachsen langsamer, da sie eine längere Regenerationsphase benötigen.
  • Unkraut wie Klee oder Ehrenpreis wächst schneller, da es mehr Licht abbekommt.
  • Geschwächter Rasen verbrennt bei Trockenheit schneller.

Tipp:

Mähen Sie ein- bis zweimal die Woche für einen saftig-grünen und gesunden Rasen. Mit dieser Methode regen Sie vor allem an, dass sich die Gräser verzweigen - und besonders saftig aussehen.

Gerade in den warm-feuchten Monaten Mai und Juni wächst der Rasen besonders kräftig. Passen Sie daher in diesem Zeitraum Ihren Mährythmus dem Wetter an. Beachten Sie, dass Rasen aus billigem Saatgut, wie der Sorte „Berliner Tiergarten”, bis zu 4 cm in der Woche wächst. Hochwertige Mischungen sorgen für langsameren Wuchs.

Was tun, nach dem Urlaub?

Ist Ihr Rasen doch einmal zu lang geworden, mähen Sie ihn in Etappen bis zur gewünschten Länge. Geben Sie ihrem Rasen dabei jeweils 2-3 Tage Regenerationszeit.  

Fehler 2: Nicht richtig düngen

Regelmäßiges Rasenmähen ist gut für den Rasen, entzieht ihm aber wichtige Nährstoffe. Wünschen Sie sich dichten Wuchs und eine kräftig grüne Farbe, ist eine regelmäßige Versorgung mit dem richtigen Dünger wichtig.

Der ideale Zeitpunkt, Ihren Rasen zu düngen

Rasen benötigt das ganze Jahr über Nährstoffe. Achten Sie darauf, nur an trockenen, nicht zu heißen Tagen zu düngen. Sonst könnte das Gras in der Sonne verbrennen. Alternativ waschen starker Regen und nasser Boden den Dünger zu schnell aus. 

Bringen Sie den ersten Dünger im Jahr im Frühjahr nach dem ersten Mähen aus. Düngen Sie je nach Düngerart ein zweites Mal Anfang Juni. Damit unterstützen Sie die stärkste Wachstumsphase. Geben Sie den letzten Dünger Anfang November. Damit machen Sie Ihren Rasen resistent gegen Frost. 

Bei der Rasenpflege kann einiges schiefgehen.

Welcher Dünger ist für meinen Rasen geeignet?

Im Fachhandel finden Sie eine breite Auswahl an mineralischen Düngern, die meist schnell wirken. Wählen Sie alternativ organische Dünger, die oft eine höhere Langzeitwirkung haben. Diese Dünger sind dadurch besonders empfehlenswert. Halten Sie sich bei der Menge des Düngers immer genau an die Empfehlung des Herstellers. Damit führen Sie Ihrem Rasen die optimale Nährstoffkonzentration zu. 

Zusätzlich sind Spezialdünger sinnvoll, die den Rasen mit besonders benötigten Nährstoffen versorgen. Wir empfehlen für die letzte Düngung im Jahr einen Herbstrasendünger. Dieser hat eine höhere Kaliumkonzentration als herkömmliche Dünger. Diesen Nährstoff brauchen die Gräser vor dem Winter. 

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

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Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © Alona Antoniadis via www.imago-images.de
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Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © Mar via www.imago-images.de
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Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © Monkey Business 2 via www.imago-images.de
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Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © Kateryna Kolesnyk via www.imago-images.de
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Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © imageBROKER/O. Diez via www.imago-images.de
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Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © Erich Teister
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Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © IMAGO/Ashley Corbin-Teich
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Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © Rolf Poss via www.imago-images.de
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Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © -
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Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © IMAGO/TSpider

Fehler 3: Falsch vertikutieren

Moos, Unkraut und Rasenfilz lassen sich durch richtiges Vertikutieren zuverlässig entfernen. Dies verbessert die Nährstoffaufnahme und sorgt für einen saftig grünen und widerstandsfähigen Rasen. Vorsicht: Auch hier lauern potenzielle Fehlerquellen:

  • Den falschen Zeitpunkt wählen
    Vertikutieren Sie im Zeitraum April bis Mai, wenn kein starker Bodenfrost mehr zu erwarten ist. Damit kann sich Ihr Rasen in den folgenden warmen Sommermonaten regenerieren
  • Untergrund zu trocken oder zu nass
    Vermeiden Sie es, nach einem starken Regen oder auf staubtrockenem Boden zu vertikutieren. Nur bei normal feuchtem Boden löst sich der Rasenfilz am besten. 
  • Zu tief vertikutieren
    Auch wenn es verlockend ist, möglichst viel Unkraut und Rasenfilz zu entfernen: Stellen Sie den Vertikutierer auf maximal 3 Millimeter ein. Andernfalls schädigen Sie Ihren Rasen zu stark. Dabei zerschneiden Sie lebensnotwendige Wurzeln und reißen ganze Pflanzen heraus. 

Auf die richtige Rasenpflege kommt es an 

Wer einen schönen Rasen haben möchte, kommt um bestimmte Pflegemaßnahmen nicht herum. Berücksichtigen Sie deshalb unsere Expertentipps, werden Sie die gängigen Fehler vermeiden: Mähen Sie wöchentlich und setzen Sie Düngen regelmäßig und passgenau ein. Nutzen Sie einen korrekt eingestellten Vertikutierer. So haben Sie lange Freude an Ihrem Traumrasen. (Christian Seemüller)

Rubriklistenbild: © Imago

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