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Recycling-Garten-Hack

Mit dem Teebeutel-Trick wird die Pflanzenanzucht erfolgreicher

Werfen Sie Ihre benutzten Teebeutel nicht weg. Sie können bei der diesjährigen Aussaat und Aufzucht einen wertvollen Beitrag leisten und die Keimung beschleunigen.

Im Frühjahr freuen sich viele Hobbygärtner schon sehnsüchtig darauf, ihr Saatgut für die kommende Saison in die Erde zu bringen. Vor allem wärmeliebende Gemüsesorten wie Paprika, Chili oder Auberginen sollte man vorziehen, damit sie in diesen Breitengraden rechtzeitig zahlreiche Früchte bilden, die noch vor dem Herbst ausreifen. Es gibt bei der Aussaat viele Tricks, die Keimung zu beschleunigen. Ein findiger Waliser teilt im Netz seine Teebeutel-Recycling-Methode, die Müll vermeidet und die Anzucht besonders einfach macht.

Gebrauchte Teebeutel bieten Samen Nährstoffe und Schutz

Ein gebrauchter Teebeutel bietet Samen gute Keim- und Wachstumsbedingungen.

Wer gerne besondere Sorten auf dem Garten oder Balkon beherbergen möchte, findet diese in der Regel nicht als Jungpflanzen im Gartencenter, sondern zieht sie aus Samen selbst. Dabei ist jeder Trick willkommen, der die Arbeit erleichtert und die Erfolgsquote bei der Keimung verbessert – besonders hilfreich ist das, wenn man mit der Aussaat spät dran ist. Vielen bekannt ist der Tipp, die Samen vor dem Einsetzen in die Erde einige Stunden in Kamillentee vorquellen zu lassen. Auch das Abknipsen der Samenspitzen soll beispielsweise bei Paprika die Keimung beschleunigen.

Ein Hobbygärtner aus Wales nutzt eine andere Methode und zeigt diese auf seinem YouTube-Kanal EggSeeds: Er verwendet gebrauchte Teebeutel, um sein Saatgut in ein nährstoffreiches Bett zu legen, das die Samen schützt und ihnen beste Keimbedingungen bietet. Insbesondere Schwarzer Tee ist für seine Eigenschaften als natürlicher Dünger bekannt.

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Werfen Sie Kaffeesatz nicht weg – es gibt 11 Pflanzen, die ihn lieben

Lachsfarbene Blüte einer Kamelie (Camellia japonica)
Im Gießwasser aufgelöst ist Kaffeesatz ein hervorragender Dünger für Kamelien. © imagebroker/Imago
Eine Rosenpflanze mit mehreren roten Kospen und eine kleine Gartenschaufel mit getrocknetem Kaffeesatz
Den getrockneten Kaffeesatz kann man auch direkt in den Boden rund um die Rosen einarbeiten. © Martin Bäuml Fotodesign/Imago
Eine weiß blühende Engelstrompete (Brugmansia sanguinea) im Kübel auf der Terrasse
Die Engelstrompete hat viele große Blüten und dementsprechend einen hohen Nährstoffbedarf. © Werner Otto/Imago
Zwei mehrere Meter hohe Rhododendronbüsche, die lila und pink blühen
Rhododendren benötigen wie auch Hortensien einen sauren Boden. Kaffeesäure ist daher als Dünger ideal. © Gottfried Czepluch/Imago
Ein kleiner rosa blühender Oleander im Kübel auf einer Terrasse
Eine Überdüngung ist beim Oleander unwahrscheinlich, daher: noch einen Kaffee, bitte. ©  allOver/Imago
Blätter des Frauenhaarfarns aus der Nähe
Auch Zimmerpflanzen wie Farne, zum Beispiel das Frauenhaar-Farn, freuen sich gelegentlich über eine Prise Kaffee. © blickwinkel/Imago
Eine Frauenhand pflückt Erdbeeren in eine Schüssel, im Beet liegen Gartenhandschuhe und eine Harke
Perfekte Resteverwertung: Der Kaffeesatz düngt die Erdbeeren nicht nur, er soll auch Schnecken abschrecken. © Westend61/Imago
Ein Kultur-Heidelbeer-Pflanze mit vielen blauen reifen Früchten
Die Heidelbeere mag sauren Boden und verträgt Kaffeesatz daher sehr gut. © blickwinkel/Imago
Eine Frau im gelben T-Shirt pflückt Brombeeren von einem Zweig mit reifen und unreifen Brombeeren.
Auch Beerensträucher wie die Brombeere bilden dank des Kaliums im Kaffeesatz aromatische Früchte. © Cavan Images/Imago
Auf einer Holzbank liegt eine große gelb-grüne Zucchini vor einer Zucchinipflanze
Zucchini wissen – ebenso wie ihre Verwandten, die Gurken –, während der Fruchtbildung eine Extraportion Kaffeesatz zu schätzen.  © Chromorange/Imago
Ein Mann kniet vor einer großen Tomatenpflanze mit mehreren noch grünen Ochsenherztomaten.
Da Tomaten Starkzehrer sind, benötigen sie genug Nährstoffe, um groß und aromatisch zu werden. ©  Westend61/Imago

Anleitung für den Teebeutel-Trick

Die Teebeutel-Technik eignet sich sowohl für Blumen als auch für Gemüse, Kräuter oder sogar Rasensamen. Bei den Beuteln können Sie die klassischen Fertigprodukt-Sachets nehmen oder einen selbst gefüllten. Wichtig ist, dass es sich um ein Material aus Naturfasern handelt, das kompostierbar ist und verrotten kann. Mögliche Metallklammern und die Schnur werden entfernt, rät Deavita.com. Um Samen in alte Teebeuteln zu pflanzen, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Nehmen Sie einen gebrauchten, feuchten Teebeutel und klopfen diesen leicht auf eine Unterlage, sodass der Inhalt nach unten rutscht.
  2. Klappen Sie den leeren Teil einmal um den Beutel, sodass das Material straff und die Füllung kompakt ist.
  3. Ritzen Sie einen kleinen Schlitz in den Beutel und platzieren Sie einen Samen nah unter die Oberfläche (beispielsweise mithilfe eines Holzspießes), sodass er von den Teeblättern gut umgeben ist.
  4. Legen Sie die Teebeutel auf ein Tablett oder in eine flache Schale und halten Sie die Beutel mit einer Sprühflasche immer leicht feucht, damit sie nicht austrocknen. Die Teebeutel dürfen nicht im Wasser liegen, sonst kann sich Schimmel bilden.
  5. Je nach Art sollten die Samen – an einen hellen, warmen Ort gestellt – nach spätestens ein bis zwei Wochen keimen.

Nach etwa zwei bis drei Wochen sollten sich die ersten Laubblätter gebildet haben. Jetzt benötigen die Setzlinge mehr Nährstoffe und sollten mitsamt ihres biologisch abbaubaren Beutels in einen Topf mit Erde umziehen. Hier werden sie wie andere Jungpflanzen weitergepflegt und dürfen nach den Eisheiligen ins Freie.

Rubriklistenbild: © Wirestock/Imago

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