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Tipps bei heißen Temperaturen

Gartenarbeit im Sommer: Warum Sie Ihre Pflanzen lieber nicht am Abend gießen sollten

Sommerliche Hitzerekorde lassen Gemüse & Co. schnell an ihre Grenzen kommen. Dann ist richtiges Gießen gefragt, damit die Pflanzen keine Schäden davontragen.

Wenn das Thermometer im Sommer 30 Grad und mehr anzeigt, brauchen die Pflanzen im Garten besondere Zuwendung. Jetzt heißt es kräftig und ausreichend gießen, damit die Ernte trotz der Hitze üppig ausfällt und auch zarte Balkon-Blumen wie die Geranien keinen Schaden nehmen. Wir zeigen, wann der beste Zeitpunkt zum Gießen ist und warum Sie auch den Boden nicht außer Acht lassen sollten. Ihren Rosmarin sollten Sie beispielsweise nur bei großer Hitze gießen.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

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Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © Alona Antoniadis via www.imago-images.de
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Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © Mar via www.imago-images.de
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Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © Monkey Business 2 via www.imago-images.de
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Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © Kateryna Kolesnyk via www.imago-images.de
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Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © imageBROKER/O. Diez via www.imago-images.de
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Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © Erich Teister
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Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © IMAGO/Ashley Corbin-Teich
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Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © Rolf Poss via www.imago-images.de
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Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © -
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Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © IMAGO/TSpider

Garten richtig gießen: Tipps, wie Sie die Pflanzen bei Hitze ausreichend mit Wasser versorgen

  1. Früh am Morgen gießen: Die meisten Hobbygärtner greifen abends zur Gießkanne, wenn die Sonnenstrahlen nicht mehr ganz so kräftig vom Himmel brennen. Tatsächlich ist aber morgens der ideale Zeitpunkt, um seinen Garten zu gießen. Zum einen, weil dann die Erde noch relativ kühl und auch die Umgebungstemperatur noch mild ist – so verdunstet kaum Wasser. Zum anderen ist die Erde dann noch etwas feucht vom Morgentau. So nimmt der Boden Wasser besser auf und gibt sie an die Pflanzen weiter. Außerdem erleiden dann Salat, Petunien & Co. auch keinen Kälteschock, wenn das Gießwasser zu kühl sein sollte. Wer mit einer Schneckenplage im Gemüsebeet zu kämpfen hat, der sollte ebenfalls lieber morgens gießen. So kann die Erde bis zum Abend wieder trocknen, wenn die meisten Schnecken sich über die zarten Pflänzchen hermachen.
  2. Regelmäßig hacken und mulchen: Neben kräftigem Gießen trägt auch hacken und mulchen dazu bei, dass die Pflanzen im Sommer mit genügend Wasser versorgt sind. Bei einem unbearbeiteten Boden bilden sich mit der Zeit nämlich sogenannte Kapillaren – das sind Längsröhrchen, durch die das Wasser an die Oberfläche empor steigt und dort verdunstet. Gemüse und Blumen sehen dann nur einen kleinen Teil des kühlen Nass‘ – und das kann bei länger anhaltender Hitze schnell das Aus bedeuten. Durch hacken werden diese Kapillaren an der Oberfläche zerstört und das Wasser verbleibt im Boden. Zudem werden so auch unerwünschte Unkräuter beseitigt, die Ihren Pflanzen zusätzlich Wasser entziehen.
  3. Blätter beim Gießen aussparen: Die Blätter der Pflanze sollten Sie beim Gießen unbedingt aussparen, denn Feuchtigkeit fördert Pilzbefall und andere Blattkrankheiten wie den gefürchteten Mehltau. Tomaten und Zucchini sind besonders gefährdet. Bewässern Sie lieber nur den Wurzelballen und die darum liegende Erde. Dann steht einer reichhaltigen Ernte und einem prächtig blühenden Garten nichts mehr im Wege.
Bei sommerlichen Hitzerekorden ist es wichtig, die Pflanzen ausreichend zu gießen.

(as)

Rubriklistenbild: © Westend61/Imago

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