Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Tierischer Neubürger

Asiatische Hornisse breitet sich aus – wer sie sieht, sollte sie melden

Die Asiatische Hornisse erobert Deutschland. Sie ist für den Menschen nicht sehr gefährlich, bedroht aber die Honigbienen. Daher ist es wichtig, sie zu erkennen und zu melden.

Sie kam vermutlich aus China über Umwege nach Belgien, Frankreich oder den Hamburger Hafen zu uns: Die Asiatische Hornisse, die als invasive Art gilt und gezielt bekämpft wird, wurde unter anderem schon in Hessen, Nordrhein-Westfalen sowie im Juni 2023 erneut in Baden-Württemberg gesichtet. Und die Meldungen häufen sich. Sie ist nicht mit der Asiatischen Riesenhornisse, auch als „Honigbienenkillerin“ bekannt, zu verwechseln. Nichtsdestotrotz wird sie unseren heimischen Bienen gefährlich. Wer das Insekt sieht, sollte es daher melden und dafür ist es wichtig, es überhaupt zu erkennen.

Wie sieht die Asiatische Hornisse aus?

Die Arbeiterinnen der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) werden etwa 2,4 cm groß – das entspricht einem 50-Cent-Stück.

Die Asiatische Hornisse gehört zur Familie der Faltenwespen und die Arbeiterinnen sind etwa gleich groß wie unsere heimische Europäische Hornisse (Vespa crabro): Sie haben eine Größe von etwa 2,4 Zentimetern (das entspricht dem Durchmesser eines 50-Cent-Stücks), die Königin ist bis zu drei Zentimeter groß und somit einen Zentimeter kleiner als die heimische Hornissen-Königin. Die Asiatische Hornisse ist schwarz, hat gelbe Beine und einen breiten orangefarbenen Streifen am Hinterleib sowie eine schmale gelbe Binde am ersten Segment. Auch ihr Kopf ist schwarz, mit einer orangefarbenen Stirn.

Die Europäische Hornisse ähnelt wiederum eine großen, eher rotbraunen Wespe mit dunkleren Beinen. Die Asiatische Riesenhornisse (Vespa mandarinia) hingegen hat einen breiten, orangefarbenen Kopf und wird bis zu 4,5 Zentimeter groß – kommt aber in Deutschland gar nicht vor.

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie im regelmäßigen Newsletter unseres Partners 24garten.de.

Ist die Asiatische Hornisse gefährlich?

Für den Menschen bzw. Nicht-Allergiker ist die Asiatische Hornisse nicht gefährlich, ihr Stich ist mit dem einer normalen Wespe oder Honigbiene zu vergleichen. Aber im Vergleich zur Europäischen Hornisse, die inzwischen als bedrohte Art gilt, breitet sie sich sehr schnell aus. Sie baut etwa zwölfmal so viele Nester mit einer bis zu dreifachen Kopfstärke wie die heimische Hornisse und vergrößert ihren Lebensraum so im Jahr um 60 bis 80 Kilometer.

Die Europäischen Union hat die Asiatische Hornisse als eine gebietsfremde Art mit hohem invasiven Potenzial eingestuft. Die Art muss somit überwacht werden, damit sie den Artbestand der heimischen Bienen oder anderer Insekten nicht bedroht – laut Naturschutzbund Deutschland (NABU) deckt die Asiatische Hornisse bis zu 80 Prozent ihres Beutebedarfs aus Honigbienen. Imkerverbände berichten schon von dem Verlust ganzer Völker.

Freund oder Feind? Schädliche und harmlose Raupen im heimischen Garten

Schmetterlingsraupe des Großen Kohlweißlings mit Hand
Die Raupen des Großen Kohlweißlings sind gut zu erkennen und treten oft in Scharen auf. Am besten setzt man die Tiere weit entfernt vom Gemüse wieder aus, damit sich der schöne Falter daraus entwickeln kann. © Shotshop/Imago
Baumstamm mit Raupen des Eichenprozessionsspinners
Nicht jeder hat eine Eiche oder Buche im Garten, aber wenn Sie die haarigen Raupen des Eichenprozessionsspinners sichten, nehmen Sie sich in Acht: Ihre Brennhaare enthalten ein Gift, das zu Haut- und Atemwegsreizungen bis hin zu einem allergischen Schock führen kann. Beauftragen Sie Profis mit der Beseitigung. © Shotshop/Imago
Raupen des Kleinen Fuchses auf Brennnesseln
Sieht gefährlich aus, tut aber nix: Aus den Eiern des Kleinen Fuchses schlüpfen schwarz-gelbe stachelige Raupen, die sich selten von ihren Futterpflanzen, den Brennnesseln, wegbewegen. Dafür hat man bald bildschöne Schmetterlinge im Garten. © blickwinkel/Imago
Grüne Raupe vom Kleinen Frostspanner ( Operophtera brumata )
Ach, irgendwie ganz putzig? Mitnichten! Die Raupe des Kleinen Frostspanners frisst ganze Obstbäume und Ziergehölze bis auf die Rippen kahl. © Zoonar/Imago
Raupe des Schwalbenschwanzes auf Doldenblüter
Aber hallo! Die auffällige Raupe des Schwalbenschwanzes bevorzugt Doldenblüter wie Wilde Möhre, Fenchel, Dill und Giersch als Nahrungsquelle. Gönnen Sie der harmlosen Raupe den Schmaus. © Panthermedia/Imago
Raupen der Gespinstmotte in einem Baum
Die Raupen der Gespinstmotte sitzen zum Beispiel an Obstbäumen, Pfaffenhütchen oder Schlehen. Wenn sie in Massen auftreten, fressen sie ganze Bäume kahl ... © Steinach/Imago
Gespinstmotten haben einen Baum mit einem weißen Gespinst überzogen.
... deswegen sollte man sie im Garten absammeln, sobald man sie findet. Denn sonst wird es bald sehr gespenstisch. Es ist aber nicht so tragisch, wie es aussieht: Irgendwann verschwinden die Raupen und die Pflanzen treiben danach wieder aus. © blickwinkel/Imago
Raupe der Kohleule (Barathra brassicae) auf einer Blüte
Eine eher unscheinbare grüne Raupe mit unangenehmen Eigenschaften: Die Abkömmlinge der Kohleule zählen zu den häufigsten Gemüseschädlingen im Garten. Sie verschmutzen die Kohlköpfe mit Kot und diese faulen daraufhin schnell. © Steffen Schellhorn/Imago
Raupe des Landkärtchens
Bitte leben lassen: Das Landkärtchen ist Schmetterling des Jahres 2023 und legt seine Eier gerne auf Doldenblüter. Die dornigen schwarzen Raupen wirken bedrohlich, richten aber keinen nennenswerten Schaden an. © CHROMORANGE/Imago
Buchsbaumzünsler (lat. Cydalima perspectalis) frisst Buchsbaum kahl.
Sie haben einen Buchsbaumzünsler gesichtet? Dann ist Gefahr in Verzug und Sie sollten mit Schädlingsbekämpfungsmitteln dagegen vorgehen, sonst ist Ihr Buchsbaum verloren. In dem Fall muss er sofort entsorgt werden. © localpic/Imago

Bitte melden: Die Asiatische Hornisse ist meldepflichtig

Wer die Asiatische Hornisse sichtet, sollte dies mit Foto oder Video an die örtliche Naturschutzbehörde oder an das ehrenamtliche Projekt Velutina weitergeben, denn die Hornisse und ihr Nest sind meldepflichtig. Den Nestern sollte man wiederum nicht zu nahe kommen, denn darauf reagieren die Tiere empfindlich. Wenn die Hornissen im Auge behalten werden, lässt sich die Ausbreitung der Art von Anfang an verfolgen. Wer sich nicht sicher ist, ob es sich wirklich um die Asiatische Hornisse handelt, der kann sich über die NABU-App Naturgucker mit zusätzlichem Bildmaterial informieren.

Rubriklistenbild: © Wirestock/Imago

Kommentare