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Ernte in Gefahr

Zucchini wird an der Spitze gelb? Wie Sie die Ernte jetzt noch retten können

Noch nicht ganz ausgewachsen und schon fault die Zucchini an der Pflanze – dafür kommen mehrere Ursachen infrage, die sich aber meist beheben lassen.

Selbst wenn die Ernte Ihrer Zucchini in den letzten Jahren sehr ergiebig war, können die Früchte in der nächsten Saison ganz plötzlich von der Spitze her faulen – obwohl sie nichts an den Umweltbedingungen für die Pflanze verändert haben. Oftmals sind nur ein feuchtnasses Wetter, großer Hitzestress oder stark schwankende Temperaturen schuld. Selten liegt es an fehlender Pflege, aber Sie sollten die Pflanze auf die folgenden Ursachen untersuchen. Denn auch wenn die einzelne Frucht verloren ist, so kann man den Rest der Ernte noch retten.

Warum fault die Zucchini an der Spitze?

Zu viel Regen und damit verbunden eine zu hohe Bodenfeuchtigkeit erhöht die Gefahr, dass Zucchini faulen.

Neben dem Wetter können auch Krankheiten, ein bestimmter Nährstoffmangel oder eine fehlerhafte Bestäubung dazu führen, dass die Zucchini-Früchte, die schon ein Stück gewachsen sind, am Blütenansatz erst gelb oder braun werden, um schließlich bis zum anderen Ende durchzufaulen. Die gute Nachricht: Dagegen kann man etwas tun.

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Dies sind mögliche Ursachen für faulende Zucchini:

  • Bestäubungsprobleme: Wenn die Zucchinipflanze nicht ausreichend bestäubt wird, beispielsweise wenn es an Bestäubern wie Bienen mangelt, können sich die Früchte ungleichmäßig entwickeln. In einigen Fällen können die Spitzen der Früchte absterben und faulen. Hier hilft es, die Blüten per Hand zu bestäuben und Insekten wie Bienen in den Garten zu locken.
  • Pilzinfektionen: Bestimmte Pilzinfektionen können dazu führen, dass Zucchinifrüchte faulen. Dies kann besonders dann auftreten, wenn die Pflanzen längere Zeit nass sind oder wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Dies kann man auch über das richtige Gießen steuern: Der Boden selbst sollte nicht nass sein, sondern nur leicht feucht und man sollte nicht von oben gießen.
  • Lichtmangel: Wenn die Zucchiniblätter die Früchte zu stark beschatten und sich darunter ein feuchtwarmes Klima bildet, ist es ausnahmsweise sinnvoll, störende Zucchini-Blätter zu entfernen.
  • Blütenendfäule: Dies ist eine häufige Störung bei Zucchinipflanzen. Sie tritt auf, wenn die Pflanze nicht genügend Kalzium aufnehmen kann, um das sich entwickelnde Fruchtgewebe zu stabilisieren. Ein Kalziummangel kann durch unregelmäßige Bewässerung, einen schlechten Boden-pH-Wert oder unzureichende Kalziumzufuhr verursacht werden. Die Spitze der Zucchinifrucht beginnt zu faulen und wird schwarz oder braun. Lösung ist hier das Gießen mit – in der Regel – kalkhaltigem Leitungswasser oder ein Calcium-Dünger. Man kann auch Algenkalk oder Gesteinsmehl um die Pflanze aufbringen.
  • Seltener sind andere Nährstoffmangel wie von Jod oder Bor die Ursache. Hier hilft zunächst eine Bodenanalyse.

Zehn Küchenabfälle, die Ihre Pflanzen als natürlichen Dünger lieben werden

Person hält Glas Milch im Vordergrund, im HIntergrund Kuh.
Die Milch machts: Sie enthält viel Kalzium, Eiweiß und Phosphor, von denen zum Beispiel Rosen, Geranien und Tomaten profitieren – Pflanzen, die einen sauren pH-Wert bevorzugen, wie Azaleen, mögen sie nicht. Auf einen Teil Milch kommen acht Teile Wasser. Frische Milch ist besser geeignet als H-Milch, da sie mehr Mikroorganismen enthält. © MiS/Imago
Eine Rosenpflanze mit mehreren roten Kospen und eine kleine Gartenschaufel mit getrocknetem Kaffeesatz
Kaffeesatz enthält Stickstoff, Kalium und Phosphor. Das ist unter anderem gut für die Blütenbildung. Den getrockneten Satz kann man direkt in den Boden rund um Pflanzen wie Rosen einarbeiten. Da er den Boden leicht ansäuert, ist er auch für Hortensien oder Rhododendron gut geeignet. © Martin Bäuml Fotodesign/Imago
Zerkleinerte Eierschalen auf Hand
Eierschalen enthalten viel Calcium und ist daher ideal für kalkliebende Pflanzen wie Bohnen, Tomaten oder Möhren. Je mehr die Schalen zerkleinert werden, desto besser werden sie in der Erde zersetzt.  © imagebroker/Imago
aufgetürmte Bananenschalen
Da andere Bananenschalen stark gespritzt werden, sollte man nur Bio-Ware als kaliumreichen Dünger verwenden: Schalen klein schneiden, trocknen lassen und in Wurzelbereich von Rosen oder Stauden einarbeiten.  © Tischler/Imago
Brauner Sud aus Zwiebelschalen
Zwei bis drei Handvoll Zwiebelschalen mit ein bis zwei Litern heißem Wasser übergießen, 30 Minuten ziehen lassen. Der abgekühlte Sud ist ein guter Flüssigdünger. © Zoonar/Imago
Seniorin hält Rhabarberblätter.
Rhabarberblätter nicht wegwerfen! Daraus kann man eine kaliumreiche Jauche herstellen, die den Wasserhaushalt der Pflanzen reguliert und ihre Winterhärte erhöht. © K-P Wolf/Imago
Schwarzer Tee enthält wichtige Nährstoffe, Gerbstoffe und ätherische Öle
Schwarzer und Grüner Tee sowie Kräutertees enthalten wichtige Nährstoffe, Gerbstoffe und ätherische Öle. Schwarzer Tee ist ideal für Pflanzen, die es eher sauer mögen, wie Orchideen oder Azaleen. © Panthermedia/Imago
Geschälte Kartoffeln kochen in Topf.
Gemüsewasser wie das von Kartoffeln ist mineralstoffreich und als Düngerergänzung geeignet. Allerdings nur ungesalzen, sonst schadet es den Pflanzen! © Pond5/Imago
Mehrere frische Hefewürfel in Schüssel
Ob frische Hefe oder Trockenhefe spielt keine Rolle: Ihre Hauptwirkung besteht darin, dass die Mikroorganismen im Boden die Nährstoffe in der Erde schneller aufschließen und diese den Pflanzen zur Verfügung stehen. Zuvor wird die Hefe aber in Wasser aufgelöst. © Pond5/Imago
Glas Bier vor Bäumen
Bier enthält viele Mineralstoffe, wachstumsfördernde Kohlenhydrate und Hefe, die die Mikroorganismen im Boden aktiviert. Aber man sollte es mit dem Düngen nicht übertreiben: Alkohol ist auch für Pflanzen ein Zellgift. © YAY Images/Imago

Wie man das Faulen der Zucchini verhindern kann

Um viele der Ursachen zu beheben und einem erneuten Faulen der Früchte vorzubeugen, hilft es vor allem, die Pflanze mit einer (kurzfristigen) Überdachung oder Haube vor zu viel Regen und mit einem Schattennetz vor Sonne zu schützen sowie auf eine ausgewogene Bodenfeuchtigkeit zu achten. Außerdem sollte man den Boden regelmäßig auflockern, dies verbessert die Durchlüftung, und mit ausreichend Nährstoffen versorgen.

Dieser Text wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Ines Alms sorgfältig überprüft.

Rubriklistenbild: © Pond5/Imago

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