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Besser nicht

Petersilie blüht? Warum Sie die Blätter jetzt auf keinen Fall mehr essen sollten

Eine blühende Petersilienpflanze kann man aus dem Beet entfernen, da sie nicht mehr essbar ist.
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Eine blühende Petersilienpflanze kann man aus dem Beet entfernen, da sie nicht mehr essbar ist.

Petersilie gehört in jede Küche – aber nur, solange sie nicht blüht. Denn mit der Blüte reichern sich in der beliebten Würzpflanze gesundheitsschädigende Stoffe an.

Blühende Kräuter sind schön anzusehen und eine Bienenweide, aber kann man sie noch essen oder schmecken sie dann überhaupt? Isst man die Blüten einfach mit? Auf jeden Fall verändern die meisten Kräuter mit der Blüte ihren Geschmack. Und von Petersilie sollte man lieber die Finger lassen, wenn sie blüht, da sich in ihr dann ungesunde Stoffe anreichern.

Kräuter blühen: Petersilie sollte man nicht mehr essen

Wer im Garten Petersilie anbaut, hat es vielleicht schon festgestellt: Die Pflanze blüht erst im zweiten Jahr nach der Aussaat. Sobald dies der Fall ist, ist die Petersilie gesundheitsschädigend, auch nach der Blüte oder wenn man die Blüte entfernt. Der Gehalt an ätherischen Ölen in den Blättern steigt stark an und es besteht die Gefahr, dass sich vermehrt giftige Substanzen wie Apiol einlagern.

Apiol, das auch in Sellerie vorkommt, hat den größten Anteil der ätherischen Öle in der Petersilie. Der Stoff wirkt in niedriger Dosierung verdauungsfördernd und harntreibend und soll bei Verstopfungen, Gicht, Rheuma und sogar Augenleiden helfen. Mögliche Nebenwirkungen sind allergische Reaktionen, hohe Dosierungen können Leber, Herz und Nieren schädigen. Vor allem Schwangere sollten Petersilie dann meiden.

Diese Blumen-Blüten sind essbar

Nicht nur Kräuterblüten, auch die Blüten vieler Sommerblumen und Sträucher sind genießbar. Dazu zählen Lavendel, Gänseblümchen und Löwenzahn. Ebenfalls essbar sind die Blüten von Rosen, Veilchen, Begonien, Dahlien, Herbstastern, Duftgeranien, Gladiolen, Kornblumen, Ringelblumen und Holunder.

Auch diese Kräuter verändern mit der Blüte den Gehalt ihrer Inhaltsstoffe, sie sind aber einschließlich ihrer Blüten weiterhin essbar:

  • Thymian, Salbei, Zitronenmelisse, Pfefferminze: Der Geschmack wird unangenehmer.
  • Liebstöckel: Die Pflanze verliert Würze
  • Schnittlauch: Sobald er blüht, werden die Stiele hart und bitter.
  • Basilikum: Schmeckt leicht grasig, bitter
  • Kerbel, Dill, Estragon: Die Kräuter verlieren Aroma

Zehn essbare Wildkräuter, die direkt vor Ihrer Haustür wachsen

Brennnesseln in der freien Natur.
Bei vielen Gartenfreunden sind Brennnesseln im Beet ein ungeliebter Gast. Doch der milde Geschmack der Brennnesseln bereichert nicht nur Salate, sondern kommt beispielsweise auch in einer Lasagne oder gekocht wie Spinat gut zur Geltung. Pflücken sollten Sie die oberen, frischen Triebe und Blätter. Brennnesseln sind besonders reich an Eisen. Den Pflanzen wird jedoch auch eine entschlackende und harntreibende Wirkung zugeschrieben.  © Jakub Porzycki/Imago
Nahaufnahme einer Schafgarbe. Zwei größere Stengel mit großer weißer Blütendolde.
Die Schafgarbe, auch Achilleskraut genannt, ist ein Heilkraut und hilft bei verschiedenen Symptomen. Egal ob Verdauungs- oder Menstruationsbeschwerden – das weiße Wiesenkraut wirkt krampflösend und entzündungshemmend. Im Sommer kann der obere Teil des blühenden Krauts auf Wiesen und an Wegesrändern gesammelt werden. Eingenommen wird die Schafgarbe dann als Tee oder zu einer Tinktur verarbeitet.  © imago images / Steffen Schellhorn
Schmalblättriges Weidenröschen (Epilobium angustifolium)
Die zarten Triebe des Weidenröschens schmecken leicht säuerlich. Gegessen werden können die jungen Blätter, Blüten und sogar Wurzeln roh oder gekocht wie Gemüse. Gefunden werden können die Weidenröschen auf Brachflächen und Waldlichtungen.  © imagebroker/Imago
Buchen und Fichten im Elbsandsteingebirge Sachsen, bei denen das Licht durch die Bäume bricht. (Symbolbild)
Fichten und Lärchen sind wertvolle Bäume, die auch in der Küche und der Hausapotheke nicht fehlen dürfen. Verwendet werden die jungen, hellgrünen Triebe. In warmen und kalten Gerichten gibt der herbe, leicht säuerliche Geschmack eine besondere Note. Erntezeit ist im Frühjahr.  © Erich Geduldig/Imago
Löwenzahn
Bei der gelben Pusteblume sind alle Teile essbar. Löwenzahn hat eine entschlackende Wirkung auf den Körper, regt Verdauung, Nieren sowie Blase an. Ab März können die jungen Blätter des Löwenzahns gesammelt und zu einem Tee oder Salat verarbeitet werden. Aber auch Blüten und Wurzeln können Gartenfreunde verwenden.  © Design Pics/Imago
Bärlauch in Bündeln trocknen.
Der leicht scharfe Geschmack des Bärlauchs verfeinert Salate oder kann mit etwas Öl zu einem Pesto verarbeitet werden. Gekocht eignet sich Bärlauch zudem als Beilage oder eingekocht in Suppen. Zu finden ist der Bärlauch im Wald oder auf feuchten Böden. Erntezeit ist von März bis Juni. © Zoonar.com/Ingrid Balabanova/Imago
Gierschblüte
Viele Gartenfreunde sehen in Giersch nur ein Unkraut. Dabei ist die Pflanze besonders nahrhaft. Als Salat oder gegart bereichern die grünen, jungen Blätter der Pflanze die Küche. Dabei erinnert der Geschmack von Giersch an Karotten oder Fenchel. Das Kraut ist an Hecken oder in der Nähe von Büschen zu finden und sollte in den Sommermonaten geerntet werden.  © MBerg/Imago
Sauerampfer erkennt man an den spitz zulaufenden, pfeilförmigen Blättern.
Sauerampfer erkennt man an den spitz zulaufenden, pfeilförmigen Blättern. Der säuerliche, frische Sauerampfer kann sowohl in der Küche in Salaten oder Suppen, aber auch für Heilanwendungen verwendet werden. Die jungen Blätter des Sauerampfers sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen, welche eine entwässernde Wirkung haben.  © Panthermedia/Imago
Mehrere blühende Gänseblümchen in einem Rasen
Gänseblümchen blühen nicht nur am Wegesrand, sondern sind auch in deutschen Gärten zu finden. Die Blumen wachsen das ganze Jahr über und sind reich an Vitamin C, Eisen und anderen Nährstoffen. Egal ob als Deko oder im Salat bereichern Gänseblümchen die alltägliche Küche mit einem leicht nussigen Aroma.  © Panthermedia/Imago
Ein Holunderbaum mit vielen schwarzen Früchten.
Der schwarze Holunder wächst in vielen Gärten, ist aber auch am Wegesrand zu finden. Die roten bis schwarzen Früchte können dabei vielfältig verarbeitet werden. Aus schwarzem Holunder können Gartenfreunde beispielsweise Saft oder Marmelade herstellen. Verwenden sollten Sie allerdings nur die reifen Beeren. Roh kann schwarzer Holunder abführend oder breichreizfördernd wirken.  ©  Sheriffkule/Imago

Das stärkste Aroma haben Kräuter vor der Blüte, da sie ihre Kraft nach der Blüte in die Ausbildung von Samen stecken. Oregano, Rosmarin und Bohnenkraut jedoch bleiben geschmacklich unverändert. Mit Vorsicht genießen sollte man Borretsch und Waldmeister: Borretsch enthält krebserregende und organschädigende Stoffe und Waldmeister enthält mit der Blüte vermehrt Cumarin, das in hohen bzw. regelmäßigen Dosen zu Kopfschmerzen und Leberschäden führen kann.

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