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Gesundheitliche Gründe

VW-Dieselskandal: Prozess gegen Ex-Chef Winterkorn nach „Unfall“ vorerst geplatzt

Der Diesel-Skandal-Prozess gegen Martin Winterkorn ist vorerst auf Eis gelegt. Gesundheitliche Gründe hindern den ehemaligen VW-Chef an der Teilnahme. Er hatte zu Hause einen Unfall erlitten.

Braunschweig – VW-Chef Martin Winterkorn muss sich im Diesel-Skandal vorerst nicht weiter vor Gericht verantworten. Der Prozess ist aus gesundheitlichen Gründen bis auf Weiteres ausgesetzt worden, teilte das Landgericht Braunschweig am Dienstag mit. Winterkorn werde „mindestens in den nächsten Monaten nicht in der Lage sein“, an Gerichtsverhandlungen teilzunehmen, das habe ein angeordnetes medizinisches Gutachten zur Frage der Reise- und Verhandlungsfähigkeit des 77-Jährigen ergeben.

Der Prozess gegen Ex-VW-Chef Martin Winterkorn im Dieselskandal hatte Anfang September begonnen.

Nach der Absage der Verhandlungstermine Ende September im Strafverfahren gegen den frühen VW-Chef aus gesundheitlichen Gründen hatte das Gericht ein medizinisches Gutachten angeordnet. Dieses sollte die „Frage der Reise- und Verhandlungsfähigkeit“ des Angeklagten in dem Verfahren zum Dieselskandal klären.

VW-Prozess: Gericht wurde Ende September über einen „Unfall“ Winterkorns „im häuslichen Umfeld“ informiert

Die zuständige Kammer habe nun die Hauptverhandlung „ausgesetzt und alle anberaumten Fortsetzungstermine aufgehoben“. Nun werde eine Neuansetzung der Hauptverhandlung für den Zeitraum des ersten Quartals 2025 geprüft, hieß es weiter.

Das Gericht wurde Ende September über einen „Unfall“ Winterkorns „im häuslichen Umfeld“ informiert. Demnach befand sich der 77-Jährige infolge des Unfalls in stationärer Behandlung.

Winterkorn war von 2007 bis 2015 VW-Chef

Der Prozess gegen Winterkorn im Dieselskandal hatte Anfang September begonnen. Als Prozessbeginn war ursprünglich bereits Februar 2021 geplant gewesen, Winterkorn erwirkte jedoch eine Verschiebung aus gesundheitlichen Gründen. Dem damaligen Volkswagen-Chef werden im Zusammenhang mit dem Skandal gewerbs- und bandenmäßiger Betrug, uneidliche Falschaussage sowie Marktmanipulation vorgeworfen.

Winterkorn war von 2007 bis 2015 VW-Chef und trat im Zuge des Abgasskandals zurück. Das Unternehmen musste damals nach Ermittlungen von US-Behörden einräumen, in Millionen Dieselfahrzeugen weltweit eine illegale Abschalteinrichtung eingebaut zu haben. So wurden die Grenzwerte für Stickoxid auf dem Prüfstand eingehalten, nicht aber im realen Betrieb auf der Straße. Die Fahrzeuge hätten nicht zugelassen werden dürfen.

Winterkorn drohen bei einem Schuldspruch mehrere Jahre Haft. Er streitet jedoch ab, vor dem öffentlichen Bekanntwerden vom Einsatz der Betrugssoftware gewusst zu haben. Mit Material von AFP

Rubriklistenbild: © IMAGO/FrankHoermann/SVEN SIMON

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