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Hunderte Millionen Euro Strafe

Verletzung zahlreicher Wettbewerbsgesetze: Meta kassiert Mega-Strafe durch EU-Kommission

Eine drastische Geldstrafe wurde von der EU-Kommission gegen US-Konzern Meta verhängt: Der Verstoß gegen eine Vielzahl von Kartellgesetzen in Europa ist der Auslöser. Die Firma aus Kalifornien behauptet, unschuldig zu sein - und leistet Widerstand.

Brüssel - Wegen Wettbewerbsverstößen auf dem Markt für Online-Kleinanzeigen hat die Europäische Kommission eine Strafe in Höhe von rund 798 Millionen Euro gegen den Facebook-Mutterkonzern Meta verhängt. Meta verstößt nach Einschätzung aus Brüssel gegen die europäischen Kartellvorschriften, „weil der Konzern seinen Online-Kleinanzeigendienst Facebook Marketplace mit seinem persönlichen sozialen Netzwerk Facebook verknüpft“, wie die Kommission am Donnerstag mitteilte. Meta kündigte umgehend an, die Entscheidung anzufechten.

Der Hauptsitz der EU in Brüssel: Die EU-Kommission hat eine saftige Strafe gegen den US-Konzern Meta verhängt.

Auf dem Facebook-Marktplatz können Nutzende gebrauchte Gegenstände direkt an andere Verbraucher weiterverkaufen. Dafür müssen sie sich in ihrem Facebook-Profil anmelden und können von dort aus direkt auf den Dienst zugreifen. Damit verschaffe Meta seinem eigenen Dienst nach Ansicht der Kommission „Vorteile, die andere Anbieter von Online-Kleinanzeigendiensten nicht ausgleichen können“, erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.

Meta will Rechtskampf aufnehmen: Gericht soll über Strafe entscheiden

Brüssel ermittelt deshalb bereits seit Juni 2021. Die EU-Kommission hatte zudem Bedenken angemeldet, weil Meta einen besonderen Zugriff auf die Daten der Konkurrenz habe. Das sei etwa der Fall, wenn Wettbewerber auf den Meta-Diensten Facebook und Instagram Werbung schalten.

Meta kündigte umgehend an, vor Gericht gegen die Strafe aus Brüssel vorzugehen. „Wir werden die Entscheidung anfechten“, teilte der Konzern mit. „Diese Entscheidung missachtet die Realität auf dem florierenden europäischen Markt für Online-Kleinanzeigen“, erklärte das Unternehmen weiter. Bis zu einem Gerichtsurteil werde Meta aber den Anweisungen der EU-Kommission folgen. Die US-Amerikaner stehen zudem wegen des umstrittenen Umgangs mit Hassposts unter Druck: Ein eigener Kontrollrat guckt sich nach mehreren verstörenden Fällen mittlerweile genauer an, wie Meta mit Hass und Hetze umgeht und wie Betroffene geschützt werden. Auch hier kündigte der Konzern an, sich an die Beschlüsse halten zu wollen. (lf, afp)

Rubriklistenbild: © Aaron Chown / dpa

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