Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Stromversorgung in der Tschechischen Republik

Neue Atomreaktoren nahe Bayern? Prag will Kernkraftwerke stark erweitern

Die tschechische Regierung will mehr neue Atomreaktoren bauen als geplant. Schon jetzt ist absehbar, dass Zeitplan und Kostenrahmen nicht eingehalten werden.

Prag - In der Tschechischen Republik sind an zwei Standorten Kernkraftwerke sowjetischer Bauart in Betrieb. In Temelin arbeiten zwei Reaktoren mit einer Leistung von 2164 Megawatt, in Dukovany vier ältere Reaktoren mit einer Leistung von 1792 Megawatt.

Tschechien will vier neue Atomreaktoren bauen: Ursprünglich war nur ein Meiler geplant

Das Land setzt bei der Energieversorgung auch in Zukunft auf die Kernenergie. Deshalb plante die tschechische Regierung zunächst den Bau eines weiteren Reaktors im Kernkraftwerk Dukovany. Nun sollen es insgesamt bis zu vier werden, je zwei in Dukovany und Temelin unweit der Grenze zu Bayern.

Damit änderte die Regierung ihre ursprüngliche Ausschreibung und forderte die Bieter auf, ein verbindliches Angebot für den Bau von bis zu vier neuen Reaktoren abzugeben. Allerdings wurde der Bieterkreis stark eingeschränkt. Aus Sicherheitsgründen wurden die russische Rosatom und der chinesische Staatskonzern China General Nuclear Corporation von der Ausschreibung ausgeschlossen.

Auch das Atomkraftwerk Temelin soll zwei neue Reaktoren erhalten.

Tschechien will vier neue Atomreaktoren bauen: US-Konzern Westinghouse ist überraschend aus dem Rennen

Aber auch der US-Konzern Westinghouse ist nicht mehr dabei. Dessen Angebot sei nicht verbindlich und habe daher bei der Bewertung nicht berücksichtigt werden können, erklärte der tschechische Handels- und Industrieminister Jozef Síkela. Das ist eine Überraschung, da Westinghouse zu den Favoriten zählte.

Damit sind nur noch Electricité de France (EDF) aus Frankreich und Korea Hydro Nuclear Power (KHNP) im Rennen. Beide Unternehmen haben nun bis zum 15. April Zeit, verbindliche Angebote abzugeben. Bis Mitte des Jahres soll eine Entscheidung über den Gewinner fallen. Danach folgen Verhandlungen über einen konkreten Vertrag. Der erste neue Reaktor soll 2036 am Standort Dukovany in Betrieb gehen.

Tschechien will vier neue Atomreaktoren bauen: Hohe Wahrscheinlichkeit einer Kostenexplosion

Die Kosten für den Bau der Reaktoren stehen noch in den Sternen. Das mehrheitlich in Staatsbesitz befindliche tschechische Energieunternehmen České energetické závody (ČEZ) spricht von 6,5 Milliarden Euro pro Block. Diese Zahl basiert jedoch auf Berechnungen aus dem Jahr 2020, so dass die Kosten inzwischen deutlich höher liegen dürften.

Aufkleber am Auto von damals: Kennen Sie noch alle Sticker?

Ein Fisch-Aufkleber auf einem Auto
Ein aus zwei gekrümmten Linien gezeichneter Fisch symbolisiert das Christentum – und ist gelegentlich auch als Aufkleber an Fahrzeugen zu finden.  © MiS/Imago
PKW mit Anti-AKW-Aufkleber in Berlin
„Atomkraft? Nein Danke“ – eine Botschaft, die auch in der heutigen Zeit auf mancher Heckklappe zu sehen ist. (Archivbild) © Seeliger/Imago
Diverse Autoaufkleber mit Motiven der Insel Sylt
Manche haben ihren Sehnsuchtsort an ihrem Auto verewigt. Beliebt ist als Sticker etwa der Umriss der Insel Sylt. Die beliebte Nordseeinsel bietet jedoch noch viele andere Motive als Autoaufkleber. (Archivbild)  © Waldmüller/Imago
Ein Aufkleber mit der Botschaft Ich liebe „Straßenbahnen“ klebt am Heck eines alten Opel Corsa.
Aufkleber wie diese zierten früher häufiger das Wagenheck – sie könnten einiges über die Gesinnung der Fahrer verraten. (Archivbild) © Steinach/Imago
Ein alter Panda 750 mit einem Autoaufkleber auf dem steht: „Ich bremse auch für Männer“
Die Sprüche sind oft möglichst markant. (Archivbild).  © IMAGO / Steinach
Autoaufkleber
Sticker auf der Heckscheibe sind erlaubt – allerdings nur bis zu einer gewissen Größe. (Archivbild) © Sophia Kembowski/dpa
Seitenspiegel mit Smiley Seitenspiegel mit Smiley, 26.03.2023, Borkwalde, Brandenburg, An einem Autoseitenspiegel befind
Manche verzieren ihren Außenspiegel gern mit einem Smiley. © Steinach/Imago
Auto mit Aufkleber „Genie an Bord“
Auch solche und ähnliche Botschaften kennt man schon. (Archivbild) ©  Steinach/Imago
Boss-Aufkleber Stoßstange
BOSS-Aufkleber über der Stoßstange (Archivbild) © Steinach/Imago
Auto Aufkleber
Aufgepasst: Hierbei handelt es sich um etwas komplett anderes. Ein großer Aufkleber auf der Autoscheibe, der „rote Punkt“, verheißt Ärger: Das Fahrzeug muss umgehend entfernt werden. © M.Zettler/Imago

Neben der hohen Wahrscheinlichkeit von Kostensteigerungen ist auch der Zeitplan unsicher. Das zeigt das Neubauprojekt Hinkley Point C in Südengland, das von EDF realisiert wird. War zu Baubeginn 2016 noch eine Inbetriebnahme im Jahr 2025 geplant, soll der erste Reaktor laut EDF nun zwischen 2029 und 2031 ans Netz gehen. Ursprünglich waren Kosten in Höhe von 18 Milliarden Pfund veranschlagt, nun sollen es zwischen 31 und 34 Milliarden Pfund sein. Allerdings handelt es sich dabei, so EDF, um den Wert des Pfundes im Jahr 2015. Das bedeutet, dass die tatsächlichen Kosten zu heutigen Preisen deutlich höher liegen dürften.

Aber nicht nur Prag setzt auf Atomkraft. Auch Frankreich will bis zu acht neue Akws bauen, Schweden zehn.

Rubriklistenbild: © Armin Weigel/dpa/Archivbild

Kommentare