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Geld aufs „Trump-Konto“

Trump schenkt allen Babys 1000 Dollar: Merz hat einen ähnlichen Plan für Deutschland

Alle Kinder, die in Trumps zweiter Amtszeit auf die Welt kommen, sollen 1000 Dollar geschenkt bekommen. Das Geld fließt in ein Aktiendepot. Etwas Ähnliches soll auch in Deutschland kommen.

Washington/Berlin – In der vergangenen Woche hat US-Präsident Donald Trump ein Billionen-Dollar-Steuerpaket durch das US-Repräsentantenhaus gebracht. Das Paket sieht vor allem Steuererleichterungen vor und muss in einem nächsten Schritt noch vom Senat gebilligt werden.

Die Republikaner haben darin auch ein Geschenk für junge Familien vorgesehen: Jedes Kind, das zwischen dem 31. Dezember 2024 und dem 1. Januar 2029 – also währen Trumps zweiter Amtszeit – geboren wird, soll 1000 Dollar vom Staat bekommen. Das Geld soll auf ein Aktiendepot fließen, und „alle Kinder zu Kapitalisten machen“, wie es Senator Ted Cruz zur Financial Times sagte.

1000 Dollar von Trump geschenkt: Geld geht an alle Neugeborenen in den USA

Familien können dann noch bis zu 5000 Dollar pro Jahr zusätzlich in das Konto fließen lassen. Die Kinder sollen laut aktueller Gesetzesvorlage erst ab dem 18. Lebensjahr auf das Geld zugreifen können. Bei einer jährlichen Rendite von sechs Prozent würde nach 18 Jahren so eine Summe von 2850 Dollar zusammen kommen – ohne weitere Zuschüsse. Wenn man das Maximum von 5000 Euro im Jahr zusätzlich einzahlen würde, könnten sogar 156.000 Euro an Kapital mit dem 18. Lebensjahr angespart sein.

Das Programm soll den US-Staat der FT zufolge 17,3 Milliarden US-Dollar kosten. Die Demokraten kritisieren, dass das Konto, auf das das Geld fließen soll, nach Trump benannt werden soll. „Ihr hättet das nicht ausgehalten, wenn wir Sparkonten nach Barack Obama benannt hätten“, so der Demokrat Joe Neguse laut FT.

Merz hat für Deutschland einen ähnlichen Plan: 120 Euro pro Jahr vom Staat

Die Idee ist zwar teuer, aber auch nicht neu. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verfolgt sogar einen ähnlichen Ansatz für Deutschland: Laut Koalitionsvertrag soll ab dem 1. Januar 2026 eine sogenannte „Frühstart-Rente“ eingeführt werden, mit der der deutsche Staat für jedes Kind, das in Deutschland eine Bildungseinrichtung besucht, monatlich zehn Euro in ein Konto anspart. Das Depot soll ab dem sechsten Lebensjahr des Kindes eröffnet werden und die zehn Euro im Monat würden bis zum 18. Lebensjahr eingezahlt.

An diesen Universitäten haben Deutschlands Milliardäre studiert

Zwei Milliardäre gingen auf die Universität des Saarlandes.
Auf einem der unteren beiden Plätze des Rankings von Studying-in-Germany.org liegt die Universität des Saarlandes, auf die gleich zwei deutsche Milliardäre gingen. An der Universität mit einem Campus in Saarbrücken und Homburg studierte der Mitbegründer des Softwareherstellers SAP, Hans-Werner Hector, der etwa 2,2 Milliarden Euro besitzt. Er studierte Mathematik. Neben ihm war auch Thomann Bruch an der Universität eingeschrieben im Fach Betriebswirtschaft. Der Eigentümer der Globus-Baumarktkette hat mittlerweile ein Vermögen von rund 1,4 Milliarden Euro. © Imago
Zwei Milliardäre studierten an der RWTH Aachen.
Ebenfalls zwei deutsche Milliardäre studierten an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen. Dazu gehört Otto Happel, ehemaliger Eigentümer der Gesellschaft für Entstaubungsanlagen GEA, der dort in Ingenieurwissenschaften promovierte. Sein Vermögen beträgt heute rund 2,9 Milliarden Euro. Auch Peter Leibinger, Aufsichtsratsvorsitzender von Trumpf, war an der RWTH eingeschrieben, im Fach Maschinenbau. Er besitzt ein Vermögen von etwa 1,7 Milliarden Euro. © Imago
Drei Milliardäre besuchten die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat drei ehemalige Studenten, die mittlerweile zu den Milliardären zählen. Georg Näder, Leiter des Orthopädietechnikkonzerns Otto Bock, absolvierte dort ein BWL-Studium und besitzt nun ein Vermögen von 2,5 Milliarden Euro. Auch Martin Viessmann, ehemaliger Chef der Viessmann Group, die Heiztechnikprodukte herstellt, studierte an der FAU Betriebswirtschaftslehre. Sein Vermögen beträgt mittlerweile rund 2,4 Milliarden Euro. Eva Braun-Lüdicke, heute Digital Campaign Managerin im Familienunternehmen B. Braun, absolvierte einen Master in Amerikanistik an der FAU und verfügt über etwa 1,5 Milliarden Euro. Doch der reichste Milliardär mit Hochschulabschluss ging auf eine andere Universität im Süden Deutschlands. © Imago/Dwi Anoraganingrum
Die Technische Universität Karlsruhe besuchten zwei der Gründer von SAP.
Der reichste deutsche Milliardär mit Hochschulabschluss war an der Technischen Universität Karlsruhe (KIT). Stefan Quandt besitzt ein Vermögen von etwa 20 Milliarden Euro und ist Anteilseigner an seinem Familienunternehmen BMW. An der KIT studierte er Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften. Hasso Plattner (13,6 Mrd. Euro) und Dietmar Hopp (4,8 Mrd. Euro) waren vor der Gründung des Softwareunternehmens SAP beide am KIT im Fach Nachrichtentechnik eingeschrieben. © Imago/xHunterBlissx
Drei Milliardäre in Deutschland besuchten die Universität Passau.
Ebenfalls drei deutsche Milliardäre studierten an der Universität in Passau. Die reichste von ihnen mit einem jetzigen Vermögen von rund 3,5 Milliarden Euro ist die Tochter des ehemaligen CEO der Viessmann Group, Martin Viessmann. Anna Katharina machte in Passau ihren Bachelor in International Cultural and Business Studies. Im selben Fach eingeschrieben war Friederike Braun-Lüdicke (etwa 1,5 Mrd. Euro), die Leiterin der Kultur- und Diversitätinitiativen im Familienunternehmen B.Braun. Alfred Oetker (2 Mrd. Euro) hingegen hat dort Wirtschaftswissenschaften studiert. Er ist der Co-Chef der Geschwister Oetker.  © IMAGO/Daniel Scharinger
Campus der LMU München.
Eine der beliebtesten Universitäten unter deutschen Milliardären ist die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Dort haben Hubert Burda und Stefan von Holtzbrinck studiert, die beide heute im Medien- und Verlagssektor tätig sind. Burda (3,3 Mrd. Euro) studierte an der LMU Kunstgeschichte, während von Holtzbrinck (4,7 Mrd. Euro) Jura und Literatur belegte. Julia Thiele-Schürhoff, Aufsichtsratsmitglied und Tochter des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Knorr-Bremse AG, studierte ebenfalls Jura. Ihr Vermögen beträgt heute rund 2,8 Milliarden Euro. © IMAGO/Michael Nguyen
Platz der Universität in Freuburg.
Auch die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg zählt zu den Hochschulen, an denen mehrere deutsche Milliardäre studiert haben. Lutz Mario Helmig, der als Chirurg und Unternehmer bekannt wurde, studierte Medizin in Freiburg. Er gründete Helios-Kliniken und verfügt mittlerweile über ein geschätztes Vermögen von 2,8 Milliarden Euro. Ebenfalls Medizin studierte Andreas Strüngmann, dessen jetziges Vermögen auf rund 11 Milliarden Dollar geschätzt wird. Gemeinsam mit seinem Bruder Thomas gründete er den Generikahersteller Hexal und war später einer der ersten Investoren von BioNTech, dem Unternehmen hinter dem erfolgreichen mRNA-COVID-19-Impfstoff. Eine weitere Milliardärin, die an der Universität Freiburg studierte, ist die Trumpf-Präsidentin Nicola Leibinger-Kammueller (1,7 Mrd. Euro). Sie war dort in Deutsch und Englisch eingeschrieben. In keiner Universität waren jedoch so viele Milliardäre eingeschrieben wie auf der folgenden Universität auf Platz eins des Rankings. © IMAGO/Schoening
Die TUM München besuchten die meisten Milliardäre in Deutschland.
Die Technische Universität München (TUM) führt das Studying-in-Germany.org-Ranking an und wurde von den meisten deutschen Milliardären besucht. Fünf von ihnen studierten an der TUM, darunter Georg Nemetschek (4,7 Mrd. Euro), Gründer des gleichnamigen Bau-Softwareunternehmens, der Bauingenieurwesen studierte, sowie Hans Langer (2,5 Mrd. Euro), Physiker und Gründer des 3D-Druckunternehmens EOS Group. Auch die drei Celonis-Gründer – Bastian Nominacher (1,1 Mrd. Dollar), Alexander Rinke (1 Mrd. Dollar) und Martin Klenk (1,1 Mrd. Dollar) – lernten sich an der TUM kennen und entwickelten dort die erste Version ihrer Prozess-Mining-Software als Studienprojekt. © IMAGO/Michael Bihlmayer

Nach dem 18. Lebensjahr kann das Vorsorgedepot weiterhin zum Sparen für die Rente verwendet werden. Alle dort angesparten Erträge sollen bis zur Regelaltersgrenze steuerfrei sein. Außerdem sollen Sparer erst mit 67 Jahren auf das Geld im Depot zugreifen können.

Allein in den ersten 13 Jahren, in denen der Staat für ein Kind monatlich zehn Euro im Depot anspart, werden bei einer Rendite von sechs Prozent pro Jahr 2338 Euro angespart. Mit dem 18. Lebensjahr kann das Kind aber noch nicht auf das Geld zugreifen. Es bleibt im Depot bis zur Erreichung der Regelaltersgrenze. Wenn nichts weiter damit passiert, also kein einziger Cent neu im Depot eingespart werden, dann sammeln die 2729 Euro einfach weiter Zinsen und Zinseszinsen ein. Bei einer konservativen Berechnung mit sechs Prozent Rendite kommen am Ende 54.370 Euro zusammen, die der Rentner dann hat.

Frühstart-Rente von Merz: So viel Geld können Kinder dann ansparen

Und was passiert, wenn man noch mehr einzahlt? Hier einige beispielhafte Berechnungen für jeweils sechs und acht Prozent Jahresrendite:

Monatlicher Sparbetrag ab 18. LebensjahrEndkapital bei sechs Prozent RenditeEndkapital bei acht Prozent Rendite
50 Euro221.981 Euro501.383 Euro
100 Euro399.759 Euro867.001 Euro
200 Euro755.314 Euro1.598.236 Euro
300 Euro1.110.870 Euro2.329.472 Euro
500 Euro1.821.981 Euro3.791.943 Euro

Die Beträge sind selbstverständlich nicht garantiert und basieren auf bestimmten Annahmen. So geht man hier davon aus, dass die betroffene Person fast ihr ganzes Leben lang in der Lage ist, denselben Betrag monatlich einzuzahlen. Das wird für die meisten Menschen aber nicht realistisch sein – als Student zahlt man wahrscheinlich weniger ein als jemand, der seit 20 Jahren berufstätig ist.

Zudem sind auch die Renditen nicht garantiert. Bei der Anlage in ein ETF-Spardepot sind Renditen zwischen fünf und zehn Prozent pro Jahr denkbar, aber keine Garantie. Auch die Wahl des Depots kann hier entscheidend sein.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Political-Moments, IMAGO / Newscom World

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