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Zahlungen in Echtzeit

Sofortüberweisungen künftig EU-weit ohne Mehrkosten möglich

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EU-Beschluss: Die Sofortüberweisung ist EU-weit künftig kostenlos (Symbolbild).

Nur elf Prozent aller Überweisungen im Euroraum erfolgen derzeit in Echtzeit. Das könnte sich bald ändern: Die EU entschied nun, dass Sofortüberweisungen nichts extra kosten dürfen.

Brüssel – Geld in Echtzeit von einem Konto aufs andere schicken – das ist künftig EU-weit ohne Mehrkosten möglich. Darauf einigten sich EU-Staaten und das Europaparlament am Dienstagabend in Brüssel, wie aus einer Mitteilung der EU-Kommission vom Mittwoch (8. November) hervorging. Bislang erheben Geldinstitute für Sofortüberweisungen Gebühren, die teilweise mehrere Euro betragen.

Sofortüberweisungen EU-weit und in Norwegen, Island und Liechtenstein gratis

Dem EU-Beschluss zufolge sind künftig alle Zahlungsdienstleister verpflichtet, ihren Kunden die Sofortzahlungen zu den gleichen Kosten wie bei herkömmlichen Überweisungen anzubieten. Diese sind innerhalb des Euroraums in der Regel kostenlos. Mit den Echtzeit-Überweisungen ist das Geld innerhalb von zehn Sekunden auf dem Empfängerkonto – und das rund um die Uhr, also auch außerhalb der Geschäftszeiten der Geldinstitute. Die neuen Regeln gelten für die 27-EU Staaten sowie für Norwegen, Island und Liechtenstein, teilte das EU-Parlament mit.

Die EU legte auch fest, dass Dienstleister überprüfen müssen, ob die Zahlung an den vom Zahler vorgesehenen Begünstigten gesendet wird. Zudem sind Banken verpflichtet, im Falle eines Fehlers oder Betrugs vor der Transaktion zu warnen. Wann genau die Echtzeit-Überweisungen ohne Mehrkosten möglich sind, hängt auch von der Übergangszeit in den jeweiligen EU-Ländern ab. Das Parlament und die Staaten müssen der zunächst vorläufigen Einigung vom Mittwoch zudem laut dpa noch zustimmen.

„Win-win-Situation“: Sofortüberweisungen sorgen für Wettbewerbsfähigkeit in der EU

Sofortüberweisungen seien schnelle und bequeme Lösungen für alltägliche Situationen, aber auch in Notfällen, hieß es von der EU-Kommission. Doch auch für Firmen gilt diese Funktion mit Blick auf das Cashflow-Management als wichtig, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen. Bislang können Überweisungen innerhalb der EU je nach Überweisungszeitpunkt und Geschäftszeiten der Geldinstitute bis zu drei Kalendertage dauern. Dieser Zahlungsverkehr würde durch die neue Regelung direkt ankommen und in Konsum oder Investitionen fließen können, statt durchs Verrechnungssystem zu „schweben“. Pro Tag beziffert die EU diese als „Float“ bezeichneten Gelder mit fast 200 Milliarden Euro.

Die EU-Kommissarin für Finanzdienstleistungen, Mairead McGuinness, bezeichnete die Entscheidung als „Win-win-Situation für die EU“. Die Einigung zeige „den starken politischen Willen und das starke Engagement des Europäischen Parlaments und des Rates, Sofortzahlungen in Euro in der gesamten EU zur Realität zu machen“, so die Kommissarin weiter. Mit den Echtzeitüberweisungen stelle man sicher, dass „wir global wettbewerbsfähig bleiben und die Innovationsmöglichkeiten des digitalen Zeitalters optimal nutzen können“, hatte Valdis Dombrovskis, Exekutiv-Vizepräsident für eine Wirtschaft im Dienste der Menschen im vergangenen Jahr über die Funktion gesagt.

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