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Anstieg von 30 Prozent

Antrags-Boom: Immer mehr Deutsche nutzen diese Leistung der Rentenversicherung

Reha-Booom: Arbeitnehmende nehmen immer häufiger Leistungen der Deutschen Rentenversicherung in Anspruch, um im Beruf zu bleiben oder wieder arbeiten zu können.

Berlin – Viele Deutsche wollen nach der Rente weiter arbeiten, vor allem die Generation 50+. Die Folge: Immer mehr Menschen nehmen Reha-Angebote in Anspruch, um gesundheitliche Probleme zu bewältigen und somit jenseits des Renteneintrittsalters im Beruf bleiben zu können­, statt in die Rente zu gehen. Das zeigen aktuelle Daten, die die Deutsche Rentenversicherung DRV am Mittwoch (4. Dezember) bekanntgab. Danach hat die Zahl der bewilligten medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen in den letzten 20 Jahren stark zugenommen.

Reha-Boom: Arbeitnehmende nehmen immer häufiger Leistungen der Deutschen Rentenversicherung in Anspruch, um im Beruf zu bleiben oder wieder arbeiten zu können. (Archivbild)

Reha-Boom: Immer mehr Deutsche nutzen Leistungen der Rentenversicherung

Auf der Vertreterversammlung der DRV Bund in Berlin berichtete Direktorin Brigitte Gross, dass allein im vergangenen Jahr 529.000 medizinische Rehabilitationen bewilligt wurden. Das entspricht einer Steigerung um 27 Prozent gegenüber 2003. Bezogen auf die gesamte Deutsche Rentenversicherung stieg die Zahl in den vergangenen zwei Jahrzehnten sogar um mehr als 30 Prozent, von 909.000 im Jahr 2003 auf rund 1,2 Millionen im Jahr 2023.

Zwei Hauptfaktoren seien für diesen Anstieg verantwortlich: Zum einen altere die Gesellschaft, „immer mehr
Babyboomer erreichen ein Alter, in dem zunehmend Reha-Leistungen notwendig werden“, erklärt DRV-Sprecherin Katja Braubach gegenüber IPPEN.MEDIA , „das durchschnittliche Alter der Rehabilitandinnen lag 2023 bei 53,2
Jahren, das der Rehabilitanden bei 52,8 Jahren“.

Zum anderen möchten viele Menschen, die sich dem Rentenalter nähern, auch nach Erreichen der Rente weiter im Job bleiben – und sind damit häufiger auf Unterstützung angewiesen, um gesundheitlich belastende Jahre im Beruf zu überstehen.

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Demografischer Wandel und beanspruchende Arbeitswelt: diese Leistung der Rentenversicherung boomt

Kurz: Der demografische Wandel und die steigenden Anforderungen im Berufsleben mache medizinische Rehabilitation immer wichtiger. In den ersten zehn Monaten dieses Jahres wurden rund 6.000 Anträge mehr im Bereich der medizinischen Rehabilitation als im Vorjahreszeitraum gestellt, was einer Steigerung von rund einem Prozent entspricht. Bei den Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben wurden im gleichen Zeitraum etwas mehr als 78.000 Anträge gestellt, also ebenfalls knapp ein Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2023.

Rentner aufgepasst: Das sind die besten Länder für die Rente

Strand am Tayrona National Natural Park, Kolumbien.
Kolumbien hat es auf Platz 10 des Rankings von International Living geschafft. Das südamerikanische Land punktet demnach mit schönen Stränden und Natur, niedrigen Lebenshaltungskosten und einfachen Einreisebestimmungen. Allerdings sollten Auswanderungswillige auch die Sicherheitsrisiken dort beachten.  © robertharding/Imago
Mont-Saint-Michel in der Normandie: Unser Nachbarland hat nicht nur ein gutes Transport- und Gesundheitssystem, sondern auch schöne Städte und Natur zu bieten.
„Leben wie Gott in Frankreich“ ist nicht umsonst ein Sprichwort: Unser Nachbarland auf Platz 9 hat nicht nur ein gutes Transport- und Gesundheitssystem, sondern auch schöne Städte und Natur zu bieten. © robertharding/Imago
Die Insel Langkawi in Malaysia: Das südostasiatische Land ist im GRI-Ranking ein Newcomer.
Malaysia ist im GRI-Ranking ein Newcomer. Das multikulturelle südostasiatische Land bietet Auswanderungswilligen laut International Living große Gastfreundlichkeit, niedrige Lebenshaltungskosten und ein warmes tropisches Klima, das aber manchen Ruheständlern auch zu viel sein könnte. © Addictive Stock/Imago/Gabriel Trujillo
Thassos: Platz sieben im Ranking belegt Griechenland.
Platz sieben im Ranking belegt Griechenland. Das europäische Land überzeugt demnach nicht nur mit seiner Schönheit und dem milden Klima, sondern auch mit einem guten Gesundheitssystem und niedrigeren Lebenshaltungskosten. © robertharding/Imago/Frank Fell
Wandern am Illiniza Norte Volcano: Platz sechs belegt im Ranking des Magazins Ecuador – wohl auch wegen seiner Nähe zu den USA.
Platz sechs belegt im Ranking des Magazins Ecuador – wohl auch wegen seiner Nähe zu den USA. Das südamerikanische Land bietet ein mildes Klima, atemberaubende Natur und niedrige Lebenshaltungskosten. Doch wegen der aktuellen unruhigen politischen Situation rät das Magazin Auswanderungswilligen dazu, erstmal abzuwarten. © VWPics/ Matthew Williams-Ellis/Imago
Strand in Port de Soller, Mallorca: In einem Ranking über Ruhestandsparadiese darf natürlich Spanien nicht fehlen.
In einem Ranking über Ruhestandsparadiese darf natürlich Spanien nicht fehlen. Viele Sonnentage mit einem milden Klima gepaart mit einem guten Gesundheitssystem und einem großen kulturellen Angebot: Das südeuropäische Land auf Platz 5 erfreut sich schon länger bei auswanderungswilligen Senioren großer Beliebtheit. © Zoonar.com/Volker Rauch/Imago
Strand in Panama: Karibische Strände, mildes Klima und Steuervergünstigungen sprechen laut International Living für das zentralamerikanische Land.
Oh wie schön ist Panama: Karibische Strände, mildes Klima und Steuervergünstigungen sprechen laut International Living für das zentralamerikanische Land.  © Panthermedia/lesniewski/Imago
Strand in Tulum, Mexiko: Überzeugt haben International Living neben der Schönheit des Landes die niedrigen Lebenshaltungskosten
Auf dem Siegertreppchen im Ranking ist Mexiko mit Platz 3 gelandet. Überzeugt haben International Living neben der Schönheit des Landes die niedrigen Lebenshaltungskosten – auch im Gesundheits- und Immobilienbereich.  © Zoonar.com/Loes Kieboom/Imago
Machico in Madeira: Schon länger kein Geheimtipp mehr ist das schöne Portugal, das es im Ranking auf Platz 2 geschafft hat.
Schon länger kein Geheimtipp mehr ist das schöne Portugal, das es im Ranking auf Platz 2 geschafft hat. Rund 800.000 Auswanderer hat es mittlerweile nach Portugal gezogen, berichtet International Living. Das Land an der europäischen Atlantikküste punktet mit Sicherheit, guter Gesundheitsversorgung und einem milden Klima. © Zoonar.com/Mjucha/Imago
Strand in Costa Rica: Das Land gilt als „Schweiz Mittelamerikas“ – es ist sicher und stabil.
Auf Platz eins landet Costa Rica. Das Land gilt als „Schweiz Mittelamerikas“ – es ist sicher und stabil. Zudem überzeugen International Living die niedrigen Lebenshaltungskosten, schöne Natur und Strände sowie die „gute Lebensqualität“. Costa Rica bemüht sich zudem aktiv mit Steuervergünstigungen um Senioren. © YAY Images/xajnx 6025/Imago

Deutsche Rentenversicherung: Reha-Kosten steigen mit wachsendem Bedarf

Der Boom bei Reha-Leistungen geht mit steigenden Ausgaben einher: 2023 gab die Deutsche Rentenversicherung Bund 3,2 Milliarden Euro für Rehabilitationsmaßnahmen aus, davon 2,7 Milliarden für medizinische Reha – ein Anstieg von 14,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Tendenz setzt sich auch 2024 fort: Bis Oktober sind die Kosten um weitere 8 Prozent gestiegen.

„Die DRV Bund steht vor großen Herausforderungen, vor allem aufgrund der demografischen Entwicklung und der dringend notwendigen digitalen Transformation“, sagte Hans-Werner Veen, Vorsitzender des DRV-Bundesvorstandes.

Ambulante Reha auf dem Vormarsch

Die Reha-Leistungen der Deutschen Rentenversicherung werden dabei immer häufiger ambulant in Anspruch genommen. 2023 wurden 156.000 Reha-Leistungen ambulant durchgeführt – 8,6 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Damit hat sich die Zahl der ambulanten Maßnahmen seit 2005 mehr als verdoppelt.

„Die ambulante Rehabilitation hat sich etabliert und erzielt seit Jahren kontinuierlich gute Behandlungserfolge. Sie wird von den Versicherten selbst verstärkt nachgefragt“, betont Brigitte Gross, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund. Sie ermögliche eine flexible Behandlung, bei der Patientinnen und Patienten weiterhin in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können.

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa

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