Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Streit zwischen Konzernen

Ende des Europa-Projekts? Traum von deutsch-französischem Kampfjet könnte bald platzen

Angesichts der wachsenden russischen Bedrohung will Europa gemeinsam aufrüsten. Ein geplantes Vorzeigeprojekt zwischen Frankreich und Deutschland könnte jedoch scheitern.

Airbus ist nach Informationen aus Industriekreisen bereit, angesichts der Verzögerungen beim geplanten deutsch-französischen Luftkampfsystem FCAS einen eigenen Kampfjet zu entwickeln. „Wenn es am Ende auf zwei Flugzeuge hinausläuft, wäre dies nicht das Ende der Welt“, hieß es am Freitag (13. Februar) in deutschen Industriekreisen am Rande der Münchener Sicherheitskonferenz.

Ein Eurofighter: Die mittlerweile legendären Kampfjets der Bundeswehr sollen ersetzt werden. Wird der Nachfolger alleine von Airbus gebaut?

„Das würde FCAS noch widerstandsfähiger machen“, hieß es weiter mit Blick auf das deutsch-französische Luftkampfsystem, das neben dem Kampfjet auch Drohnen und Kommunikationssysteme umfasst. Denkbar sei es, „alles zu behalten, was bei FCAS funktioniert“, hieß es weiter.

Ende des Eurofighters: Drei große europäische Staaten an FCAS beteiligt

Das Luftkampfsystem sollte ab 2040 die Eurofighter- und Rafale-Kampfjets ersetzen. Neben Deutschland und Frankreich ist auch Spanien an FCAS beteiligt. Frankreich und Deutschland schieben eine Entscheidung über die Zukunft von FCAS seit Monaten vor sich her. Eigentlich hätte 2026 die zweite Phase des Vorhabens beginnen sollen, um bis 2029 ein flugfähiges Modell zu entwickeln. Die beteiligten Unternehmen streiten jedoch seit langem über Zuständigkeiten und Führungsansprüche.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hält offiziell an dem Vorhaben fest. „FCAS ist der Jet der Zukunft. Wir brauchen ein solches Flugzeug“, sagte er in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Er sei der Meinung, „dass die Dinge vorangehen müssen“.

Spannungen zwischen Unternehmen: Deutsche hadern mit französischen Führungsideen

Berlin zeigte sich zuletzt zurückhaltender. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte Ende Januar gesagt, es werde „in jedem Falle gemeinsame Systeme“ mit Frankreich geben. Inwiefern auch „gemeinsame Flugzeuge“ entwickelt und gebaut würden, werde noch besprochen. Der französische Dassault-Konzern beansprucht bei FCAS eine Führungsrolle, was bei dem deutschen Industriepartner auf Kritik stößt. (afp, lf)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.

Kommentare