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Verbraucherpreise

Inflationsrate in Deutschland unerwartet stark gestiegen – was jetzt teurer wird

Die Inflation in Deutschland hat Ende 2024 an Tempo gewonnen. Volkswirte rechnen damit, dass sich die Teuerungsrate auch 2025 zunächst über der Zwei-Prozent-Marke festsetzen wird.

Berlin – Die Inflation in Deutschland hat zum Jahresende weiter an Tempo gewonnen – und ist unerwartet stark gestiegen. Die Verbraucherpreise lagen im Dezember um 2,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats – nach 2,2 Prozent im November, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte.

Inflationsrate in Deutschland erneut stark gestiegen

Im vergangenen Jahr war die Teuerungsrate nur im Januar mit 2,9 Prozent noch höher. Preistreiber waren Dienstleistungen und Lebensmittel, während sich Energie abermals verbilligte. Von November auf Dezember 2024 stiegen die Verbraucherpreise um 0,4 Prozent. Im Oktober war die jährliche Rate nach zwei Monaten mit sinkenden Werten auf 2,0 Prozent gestiegen, der November brachte mit 2,2 Prozent erstmals seit Juli 2024 wieder einen Wert über der Zwei-Prozent-Marke.

Insgesamt haben die Verbraucherpreise in Deutschland haben im Schnitt des Jahres 2024 um 2,2 Prozent zugelegt. Damit lag die Inflation deutlich unter der Teuerungsrate der beiden Vorjahre, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte.

Volkswirte rechnen damit, dass sich die Teuerungsrate auch 2025 zunächst über der Zwei-Prozent-Marke festsetzen wird. Unter anderem der Anstieg des CO₂-Preises für Benzin, Heizöl und Gas sowie die Verteuerung des Deutschlandtickets dürften die Inflation antreiben. Auf Jahressicht erwarten Ökonomen für Deutschland eine durchschnittliche Inflationsrate von etwas über zwei Prozent und damit auf ähnlichem Niveau wie 2024.

Der tägliche Einkauf ist teurer geworden (Symbolbild)

Aussicht für 2025: Inflation könnte sich über Zwei-Prozent-Marke festsetzen

Mit einer erneuten Teuerungswelle wie in den Jahren 2022 und 2023, als die Inflationsrate in Europas größter Volkswirtschaft bis auf fast neun Prozent kletterte, rechnet jedoch kein Experte. Stattdessen erwarten Ökonomen für das Gesamtjahr 2025 eine jährliche Teuerungsrate auf dem Niveau von 2024. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung („Wirtschaftsweise“) geht von einer durchschnittlichen Inflation von 2,1 Prozent aus. Das Ifo-Institut rechnet für 2025 mit durchschnittlich 2,3 Prozent Inflation. 

Höhere Teuerungsraten schmälern die Kaufkraft von Verbraucherinnen und Verbrauchern, diese können sich für einen Euro weniger leisten. Der finanzielle Spielraum der Menschen schrumpft, Einkommenszuwächse werden von der Inflation aufgezehrt.

Inflation in Deutschland: Tanken und Heizen war im Dezember 2024 deutlich günstiger

Im Dezember zählten erneut Dienstleistungen wie Gaststättenbesuche, Flugtickets oder Versicherungen zu den Inflationstreibern: Sie verteuerten sich insgesamt um 4,1 Prozent (November: 4,0 Prozent). Für Nahrungsmittel mussten die Menschen in Deutschland 2,0 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor. Damit verstärkte sich hier der Preisauftrieb wieder etwas. 

Günstiger als ein Jahr zuvor waren im Dezember Tanken und Heizen: Insgesamt verbilligte sich Energie gegenüber Dezember 2023 um 1,7 Prozent. Im November hatten die Preise für diese Produkte um 3,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats gelegen. Somit dämpfte die Preisentwicklung bei Energie die Inflationsrate weniger stark als in den Monaten zuvor.

Ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Nahrungsmittel errechneten die Statistiker für Dezember eine Inflationsrate von 3,1 Prozent. Diese Kerninflation bildet die grundlegende Teuerung ab und stellt den Inflationstrend nach Meinung vieler Ökonomen besser dar als die Gesamtrate. (bohy/dpa)

Rubriklistenbild: © Hendrik Schmidt/dpa

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