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Forderung mit Risiken

Im Zuge von Trumps Zöllen – Nord Stream erneut auf dem Tisch: Rückkehr von Putins Gas in Sicht?

Trumps jüngste Zölle versetzen der globalen Wirtschaft einen harten Stoß. Unmittelbar nach der Ankündigung kommt eine explosive Anforderung auf. Sie bezieht sich auf die Nord-Stream-Pipelines.

Berlin – Während Donald Trump die ganze Welt mit seinen Zöllen beunruhigt, bereiten betroffene Länder Vergeltungsmaßnahmen vor. So will die EU mit Gegenzöllen reagieren und auch Kanada verkündet Vergeltungsmaßnahmen. Derweil geben Trumps Zölle Anlass, die Diskussion über eine Inbetriebnahme Nord-Stream-Pipelines aufzunehmen.

Trumps Zölle treffen Wirtschaft der EU-Länder hart – Vergeltungsmaßnahmen kommen

US-Präsident Donald Trump sagt mit einem gewaltigen Zollpaket Handelspartnern in aller Welt den Kampf an. Es könnte der Auftakt zu einem globalen Handelskrieg sein: Die Europäische Union und China kündigten bereits Gegenmaßnahmen an, suchen aber zugleich den Dialog.

Die Zukunft der Nord Stream 2-Pipeline bleibt ungewiss. US-Investoren zeigen Interesse. Könnte dies eine überraschende Wende einleiten?

Die US-Regierung führt neue pauschale Zölle in Höhe von zehn Prozent auf Importe aus allen Ländern ein, wie Trump bei einem Auftritt im Rosengarten des Weißen Hauses verkündete. Für viele Staaten sollen je nach Handelsdefizit deutlich höhere Strafabgaben greifen, die Trump „reziproke Zölle“ nennt. Auf Einfuhren aus Deutschland und anderen Staaten der Europäischen Union in die USA sind demnach neue Zölle in Höhe von 20 Prozent vorgesehen. 

Nach Ankündigung neuer US-Zölle von Trump: Wagenknecht bringt Nord-Stream-Pipelines ins Gespräch

BSW-Chefin Sahra Wagenknecht fordert nach Trumps Ankündigung am Liberation Day als Antwort auf US-Zölle eine Abkehr von amerikanischem Flüssiggas. Stattdessen solle Europa mehr Pipelinegas importieren, das aktuell allerdings fast nur aus Russland zu erhalten sei, meinte Wagenknecht. „Preiswerte Energie ist die beste Medizin für unsere taumelnde Wirtschaft.“ Zudem solle Europa in seine digitale Souveränität investieren. 

„Auf keinen Fall sollten wir uns in einen Zollkrieg hineinziehen lassen, der bei uns das Leben noch teurer macht“, meinte Wagenknecht. „Wir müssen raus aus der alten Digital- und der neuen Energieabhängigkeit von den USA.“ Dafür sollten die Nord-Stream-Pipelines wieder in Betrieb genommen werden, aber ohne Einstieg eines US-Investors, forderte sie.

Was wir über Nord Stream 1 und 2 wissen

Nord Stream 1 und 2 gelten beide international als umstritten. Wegen des Krieges und als Reaktion auf die Sanktionen gegen Russland stoppt Gazprom erstmals im Juli 2022 Gaslieferungen durch Nord Stream 1. Nord Stream 2 ging nie in den Betrieb. Am 26. September 2022 wurde mit vier Sprengungen ein Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines verübt.

Comeback der Nord-Stream-2-Pipeline – Gerüchte kursieren wegen Ukraine-Gesprächen zwischen Trump und Putin

Im Zuge der Gespräche über eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg kursierten Gerüchte über eine mögliche Inbetriebnahme der umstrittenen Nord-Stream-2-Pipeline. Aktuell gibt es Gerüchte, dass US-Investoren Interesse an der Gas-Pipeline Nord Stream 2 zeigen. Laut einem Bericht der Financial Times erwägen US-Investoren, die umstrittene Gas-Pipeline Nord Stream 2 als Verhandlungsmasse in den Ukraine-Friedensgesprächen zu nutzen.

Bereits im November 2024 hatte ein Unterstützer von Trump Interesse am Erwerb der Pipeline bekundet. Der Finanzier Stephen Lynch beantragte bei der US-Regierung die Erlaubnis, bei einer möglichen Auktion in der Schweiz mitzubieten, wie das Wall Street Journal berichtete. Er bezeichnete es als einmalige Gelegenheit, die Energieversorgung Europas unter amerikanische und europäische Kontrolle zu bringen.

Wagenknechts Vorschlag dürfte zudem für viel Unmut sorgen, da die EU die Reduzierung russisches Gases stark priorisiert. Ein Comeback der Nord-Stream-2-Pipeline ist aus Sicht des Bundeswirtschaftsministeriums auszuschließen. Ein Sprecher des Ministeriums erklärte, dass keine Gespräche mit Russland über eine mögliche leitungsgebundene Lieferung von russischem Gas geführt werden. „Dies steht nicht zur Debatte.“ Die Unabhängigkeit von russischem Gas sei für die Bundesregierung sicherheitspolitisch von strategischer Bedeutung, und sie halte daran fest. (bohy mit Material der dpa)

Rubriklistenbild: © Swedish Coast Guard/dpa/Ludovic Marin/dpa

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