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„Kommen kaum an“
Elektroautos werden von Deutschen gemieden: Skepsis gegen die Stromer
Verkörpern E-Autos die Zukunft? Die Deutschen zweifeln daran. Eine Versicherer-Analyse belegt: Breite Verunsicherung besteht im Privatbereich.
Coburg – Elektroautos? Die kommen einer ganz großen Mehrheit der Deutschen nicht in die Garage. Die meisten der privaten Autobesitzer in Deutschland macht beim Kauf eines neuen Wagens nach wie vor einen großen Bogen um die Stromer. Nach einer Analyse der HUK Coburg lag der Anteil reiner Elektroautos im privaten Fahrzeugbestand bei nur drei Prozent, das Wachstum von Quartal zu Quartal lag bei lediglich 0,1 Prozent.
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Quelle der Analyse sind die unternehmenseigenen Daten: Die Versicherung ist mit gut 14 Millionen Fahrzeugen Marktführer bei der Autoversicherung in Deutschland, jährlich meldet eine sechsstellige Zahl privater Autobesitzer neue Fahrzeuge an. Zuletzt gab es in Bayern Ärger wegen einer Sonder-Parkregelung für E-Autos.
60 Prozent der Deutschen haben mehr Bedenken bei E-Autos als bei Benzinern
Dabei wird klar: „Im entscheidenden Markt der Privatleute kommen E-Autos fast kaum an“, wie HUK-Vorstandschef Klaus-Jürgen Heitmann bilanziert. Die Zahlen beziehen sich dabei ausschließlich auf batteriebetriebene vollelektrische Autos, Hybridmotoren sind nicht mitgezählt. Regional gibt es erhebliche Unterschiede: In Bayern, Niedersachsen und Baden-Württemberg – Bundesländern mit starker Autoindustrie – ist der E-Auto-Anteil demnach mehr als doppelt so hoch wie in Sachsen-Anhalt und Sachsen.
Nicht nur nach der Analyse der Versicherungsdaten herrscht unter den privaten Autobesitzern Skepsis gegenüber den Stromern: Dies ist auch das Urteil einer repräsentativen Yougov-Umfrage unter 4.222 Teilnehmerinnen und Teilnehmern über 18. Demnach sieht eine Mehrheit vollelektrische Autos nach wie vor kritisch: Nur 42 Prozent halten E-Autos für gute oder sehr gute Fahrzeuge, 51 Prozent dagegen für weniger oder gar nicht gut. Lediglich 15 Prozent sagten, dass für sie grundsätzlich nur noch ein Elektroauto infrage kommt. Und 60 Prozent sagten, dass sie bei der Anschaffung eines gebrauchten E-Autos größere Bedenken hätten als bei einem Wagen mit Verbrennungsmotor.
Wachsender Gebrauchtmarkt als Grund für weniger E-Autos?
In seinem „E-Barometer“ betrachtet HUK Coburg ausschließlich privat versicherte Fahrzeuge. In den Zulassungsstatistiken des Kraftfahrzeug-Bundesamts sind dagegen auch Firmenfahrzeuge aller Art enthalten, vom Manager-Dienstwagen bis zum Mietauto. Viele Firmen setzen mittlerweile auf E-Autos.
Laut „E-Barometer“ könnte ein Grund für das Schneckentempo bei der Verbreitung neuer Elektroautos der wachsende Gebrauchtmarkt sein: Bei einem Umstieg von Verbrennungs- auf Elektromotor entschieden sich demnach im ersten Quartal 61 Prozent der Käufer für ein gebrauchtes E-Auto, nur 39 Prozent für einen Neuwagen.
Auch wenn die Deutschen nicht mitziehen: Die Welt stellt auf E-Autos um
Der weltweite Trend dagegen spricht für die E-Autos. Die Internationale Energieagentur (IEA) geht von weltweit weiter stark steigenden Verkaufszahlen für E-Autos aus. In diesem Jahr dürfte der Neuwagenanteil von reinen E-Autos sowie Plug-in-Hybriden global bei rund einem Viertel liegen, erklärte die IEA Mitte Mai 2025. Im vergangenen Jahr wurden demnach 17 Millionen dieser Fahrzeuge verkauft - erstmals mehr als 20 Prozent aller Neuwagen. Besonders China folgt dem Trend für E-Autos.
In den ersten drei Monaten des Jahres 2025 legten die E-Auto-Verkäufe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch einmal um 35 Prozent zu, wie die IEA weiter ausführte. „Unsere Daten zeigen, dass Elektroautos trotz erheblicher Unsicherheiten weltweit weiterhin auf einem starken Wachstumspfad sind“, erklärte IEA-Chef Fatih Birol. (cgsc mit dpa)