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Arbeitsplätze bedroht

Schockierende Quartalszahlen: Minus von 91 Prozent – Porsche-Gewinn bricht dramatisch ein

Porsche verzeichnet einen massiven Gewinneinbruch. Besonders das China-Geschäft bereitet Probleme. Boss Blume kündigt Einschnitte bei Arbeitsplätzen an.

München – Der Luxus-Sportwagenhersteller Porsche verzeichnet einen drastischen Gewinneinbruch im zweiten Quartal 2024. Das operative Ergebnis im Kerngeschäft stürzte von 1,7 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf nur noch 154 Millionen Euro ab - ein Rückgang um fast 91 Prozent. Gleichzeitig sank der Umsatz um 12,9 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro.

Die Zahlen stammen aus dem Halbjahresbericht des Mutterkonzerns Volkswagen und stehen in scharfem Kontrast zur Entwicklung der VW-Kernmarke, die ihren operativen Gewinn auf 991 Millionen Euro steigern konnte - fast sechsmal mehr als Porsche erwirtschaftete.

Besonders schwer wiegen bei Porsche die Absatzprobleme in China, wo die Verkaufszahlen massiv eingebrochen sind.

Große Probleme bei Porsche: China-Geschäft und hohe Kosten belasten

Besonders schwer wiegen die Absatzprobleme in China, wo die Verkaufszahlen massiv eingebrochen sind. Zusätzlich belasten US-Importzölle, hohe Umbaukosten für die E-Mobilität und Strukturanpassungen das Geschäft der Zuffenhausener.

Als Reaktion plant Porsche-Chef Oliver Blume drastische Sparmaßnahmen: Bis 2029 sollen rund 1.900 Arbeitsplätze in der Region Stuttgart wegfallen. In einem Brief an die Belegschaft kündigte Blume bereits weitere Einschnitte an.

Der dramatische Absturz ist besonders brisant, da Porsche jahrelang als wichtigste Gewinnquelle des Volkswagen-Konzerns galt. Trotz vergleichsweise geringer Stückzahlen spülte die Luxusmarke traditionell überproportional hohe Erträge in die Konzernkasse. Diese Rolle als „Cash Cow“ gerät nun ins Wanken, während ausgerechnet die Volumenmarke VW wieder Fahrt aufnimmt.

Der schwierige Übergang zur Elektromobilität erweist sich für Porsche als besondere Herausforderung. Während Konkurrenten wie Tesla oder chinesische Hersteller bereits etablierte E-Modelle anbieten, muss Porsche seine traditionell gewinnstarken Verbrenner-Sportwagen durch teure Elektroalternativen ersetzen. Die hohen Entwicklungs- und Produktionskosten für E-Fahrzeuge drücken dabei massiv auf die Margen des Stuttgarter Premiumherstellers.

Die detaillierten Quartalszahlen will Porsche am kommenden Mittwoch vorlegen. Ein Unternehmenssprecher wollte die Zahlen vorab nicht kommentieren.

Rubriklistenbild: © Bernd Weißbrod/dpa

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