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Hauptversammlung am 31. März 2021

Daimler: Ex-BMW-Chef soll Aufsichtsratschef beim Stuttgarter Erzrivalen werden

Ein Schild mit der Aufschrift "Daimler" steht vor dem Mercedes-Benz Werk in Untertürkheim. Dort befindet sich auch die Konzernzentrale. (zu dpa "Betriebsrat und Gewerkschaft machen gegen Daimler-Sparpläne mobil"
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Daimler-Zentrale in Stuttgart: Der langjährige Aufsichtsratschef Manfred Bischoff scheidet bei der nächsten Hauptversammlung aus.

Daimler bekommt einen neuen Chef-Kontrolleur. Mit Ablauf der Hauptversammlung im März scheidet der langjährige Aufsichtsratschef Manfred Bischoff aus. Die Nachfolge besetzt der Konzern intern.

Stuttgart – Der frühere BMW-Vorstandsvorsitzende Bernd Pischetsrieder soll neuer Aufsichtsratschef bei Daimler werden. Pischetsrieder soll auf der Hauptversammlung am 31. März Nachfolger des langjährigen Daimler-Aufsichtsratsvorsitzenden Manfred Bischoff werden, teilte Daimler am Donnerstag mit. Außerdem würden auch Jürgen Hambrecht und Petraea Heynike aus dem Kontrollgremium ausscheiden.

„Bernd Pischetsrieder ist einer der international anerkanntesten Automobilexperten“, sagte Bischoff über seinen designierten Nachfolger. Er  habe „die Entscheidungen, den Konzern zu digitalisieren und das Produktportfolio zu elektrifizieren und damit neu auszurichten, intensiv begleitet“.

Daimler: Pischetsrieder war lange BMW- und VW-Chef

Pischetsrieder war von 1993 bis 1999 Chef des Erzrivalen BMW. Beim Münchner Autobauer musste Pischetsrieder wegen des milliardenschweren Desasters um die Übernahme des britischen Autobauers Rover seinen Hut nehmen. 2002 wechselte Pischetsrieder an die Spitze des VW-Konzerns. Dem Daimler-Aufsichtsrat gehört der gebürtige Münchner seit 2014 an.

Lange Zeit galt der frühere Daimler-Chef Dieter Zetsche als Favorit auf die Nachfolge von Bischoff. Er war 2019 mit dem Ablauf seines Vertrags aus dem Daimler-Vorstand ausgeschieden. Eigentlich sollte Zetsche nach einer zweijährigen Abkühlzeit auf der Hauptversammlung 2021 an die Spitze des Kontrollgremiums wechseln. Allerdings hatten sich zahlreiche Investoren gegen das geplante Comeback ausgesprochen. Führende Fondshäuser wie DWS oder Union Investment hatten Zetsche einen verspätete Neuausrichtung Richtung E-Mobilität sowie die Milliardenstrafen im Dieselskandal vorgeworfen. Im vergangenen September kündigte Zetsche offiziell seinen Verzicht auf die Kandidatur für den Posten als Aufsichtsratschef an. 

In der Branche galten seither Telekom-Chef Timotheus Höttges oder der scheidende Siemens-Chef Joe Kaeser als mögliche Kandidaten für die Bischoff-Nachfolge.

Neben Pischetsrieder sollen Cisco-Vorständin Elizabeth Centoni, Shell-Chef Ben van Beurden  und der amtierende BASF-Vorstandsvorsitzende Martin Brudermüller auf der HV in den Aufsichtsrat berufen werden. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen Digital Redaktionsnetzwerks.

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