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Die betroffenen Standorte in der Übersicht

Commerzbank: Filial-Kahlschlag im Großraum München - Jeder zweite Standort fällt weg

Commerzbank-Filiale: Das Frankfurter Geldhaus dünnt sein Filialnetz rigoros aus.
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Commerzbank-Filiale: Das Frankfurter Geldhaus dünnt sein Filialnetz rigoros aus.

Die Commerzbank hat lange an ihrem engen Filialnetz festgehalten. Doch viele Kunden erledigen ihre Geschäfte inzwischen per Smartphone. Jetzt zieht die Bank die Konsequenzen.

München - Die Commerzbank will ihr Filialnetz im Großraum München erheblich ausdünnen. Bis Ende 2022 sollen 15 der zuletzt 36 Filialen der Niederlassung München wegfallen, erklärte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch gegenüber Merkur.de (siehe Tabelle unten).

Bundesweit will das Kreditinstitut insgesamt 340 seiner 790 Standorte dicht machen. Nach den Plänen sollen alleine zwischen Oktober und Dezember die ersten 240 Filialen geschlossen werden. Weitere 100 Standorte sollen im kommenden Jahr folgen.

Commerzbank: „An Bedürfnissen der Kunden orientiertes Geschäftsmodell“

Bei dem geplanten Umbau gehe es um ein „komplett neues, an den Bedürfnissen unserer Kunden orientiertes Geschäftsmodell“, erklärten die beiden Leiter der Niederlassung München, Thomas Vetter und Bernhard Ull. Bankkunden nutzten zunehmend digitale Angebote, teilte die Commerzbank mit. Daher wolle man die Betreuung über Beratungscenter ausbauen und das Filialnetz bundesweit entsprechend anpassen.

Bis Ende 2024 soll die Anzahl der Beschäftigten konzernweit um 7.500 auf 32.000 Mitarbeiter reduziert werden. Mit dem Schritt reagiert der neue Konzernchef Manfred Knof auf den steigenden Kostendruck von Direkt-Banken und Brokern wie ING, DKB oder N26. Sie kommen mit weniger Mitarbeitern und ohne die häufig teuren Standorte in den Innenstädten aus und können viele Leistungen entsprechend günstiger anbieten. Dazu erledigen immer mehr Kunden ihre Bankgeschäfte von unterwegs.

Commerzbank: Milliardenverlust erhöht Druck

Im vergangenen Jahr hat die Commerzbank mit einem Minus von 2,9 Milliarden Euro den höchsten Verlust seit der Finanzkrise 2009 eingefahren. Mit einem beinharten Sparkurs will der seit Januar amtierende Commerzbank-Chef jetzt das Steuer herumreißen.

Eine vollständige Liste mit den 340 betroffenen Commerzbank-Standorten machte die Bank zwar nicht öffentlich. Aber alleine in der von Schließungen besonders betroffenen Region West, die Nordrhein-Westfalen und Teile von Niedersachsen umfasst, stehen 99 Standorte vor dem Aus. Neben Bayern greift die Commerzbank auch in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein hart durch. Im Südwesten will die Commerzbank 38 von 78 Filialen schließen, in Schleswig-Holstein stehen 17 von 35 Filialen auf der Streichliste.

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