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Cocktails als Markenzeichen

Berühmte deutsche Bar-Kette meldet Insolvenz an: 1000 Beschäftigte an 40 Standorten in Sorge

Eine populäre deutsche Bar- und Restaurantkette hat Insolvenz eingereicht. Über 1000 Angestellte müssen sich nun auf ungewisse Zeiten einstellen.

München – Die Hiobsbotschaften aus der deutschen Wirtschaft reißen nicht ab. Die Rezession in Deutschland setzt sich fest, die multiplen Krisen aus Corona-Pandemie und Energiekrise zwingen immer mehr Unternehmen in die Knie. Für die Gastro-Branche waren es besonders harte Jahre, viele haben sich nach den Lockdowns nie wirklich erholt. Nun trifft es auch die bekannte deutsche Restaurant-Bar-Kette Sausalitos.

Sausalitos meldet Insolvenz an: 1000 Mitarbeiter von Pleite betroffen

Die Systemgastronomie-Kette hat für die Gesellschaften Sausalitos Holding GmbH, Sausalitos Heumarkt 67 GmbH, Sausalitos Aachen GmbH und fünf weitere Gesellschaften Insolvenzanträge beim Amtsgericht München gestellt. Das teilen Unternehmen und Insolvenzverwalter am Mittwoch (19. März) mit. Betroffen sind über 1000 Mitarbeiter an rund 40 Standorten in ganz Deutschland. Der vom Gericht bestellte vorläufige Insolvenzverwalter Michael Schuster von der Kanzlei Jaffé Rechtsanwälte wird mit der Sanierung der Kette betraut.

Das Restaurant Sausalitos ist insolvent.

„Sausalitos hat ein sehr gutes, junges Image in Deutschland und ist Marktführer im mexikanisch-amerikanischen Gastro-Bar Konzept. Zudem ist Sausalitos bekannt für seine handgemachte, gleichbleibende Cocktailqualität, auch in der einzigartigen Jumbo-Größe,“ so die Geschäftsführer Michael Werner und Anton Dürrbeck. „Unser Ziel ist es, den Betrieb zunächst fortzuführen und zeitnah einen Investor für Sausalitos als Systemgastronomie-Konzept zu finden,“ ergänzt der vorläufige Insolvenzverwalter Schuster.

Deutsches Unternehmen insolvent: Ökonomen erwarten neues Rekordjahr bei Insolvenzen

Am Mittwoch hat auch das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln nochmal auf die dramatische Lage bei vielen Unternehmen hingewiesen. Bis Ende 2025 dürften nochmal 25.800 Unternehmen in Deutschland in die Insolvenz rutschen, heißt es in einer aktuellen Studie. Das wäre die vierte Erhöhung der Insolvenzzahlen in Folge; 2024 stieg die Zahl der Pleiten bereits auf den höchsten Stand seit 2015. Das IW geht in diesem Jahr von einer Verdoppelung der Pleiten gegenüber 2021 aus.

„Deutschland wird als Wirtschaftsstandort zunehmend unattraktiver. Die hohe Regulierung und Bürokratie in Deutschland verhindern Investitionen und treiben die Insolvenzen weiter in die Höhe,“ schreibt das Institut warnend. „Das muss sich schleunigst ändern“, sagt Studienautor und IW-Insolvenzexperte Klaus-Heiner Röhl.

Rubriklistenbild: © DreamstimexAjlis/Imago

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