Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Unfreiwillige im Krieg mit Iran

Iran-Krieg trifft Dubai: Superreiche fliehen aus dem vermeintlich „sicheren Hafen“

Eine Drohne über dem Burj Al Arab und eine Explosion am Flughafen: Der Iran-Krieg erschüttert Dubais Image als sicherer Hafen – und die Reichen fliehen.

Dubai ist eine der wohlhabendsten Städte der Welt – ein Ort, der mit seinem Luxus, seinen beeindruckenden Bauprojekten und seinem gehobenen Lebensstil Menschen aus aller Welt anzieht. Genau dieses Image – über Jahre vom Emirat kultiviert – droht nun durch den Iran-Krieg in sich zusammenzubrechen.

Eines der Wahrzeichen von Dubai: Der Burj Al Arab. Nach iranischen Angriffen brach ein Feuer (Kreis) an dem Wolkenkratzer aus. Groß beschädigt wurde das Gebäude nicht. Der Schaden am Image der Stadt als sicherer Hafen fiel bedeutend größer aus.

Erst am Freitag erhielten die Einwohner Dubais erneut eine Warnung auf ihr Handy: „Aufgrund der aktuellen Lage und potenzieller Raketenbedrohungen suchen Sie sofort Schutz in dem nächstgelegenen sicheren Gebäude und halten Sie sich von Fenstern, Türen und offenen Bereichen fern“, heißt es in der Warnung laut Journalisten der Nachrichtenagentur AFP. Der Iran-Krieg ist auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten angekommen. Und die Superreichen fliehen.

Dubai und die Vereinigten Arabischen Emirate werden unfreiwillig in den Iran-Krieg gezogen

Der Iran-Krieg trifft Dubai an seinem empfindlichsten Punkt: dem Ruf als sicherer Hafen für globales Kapital. Innerhalb weniger Tage erschütterten mehrere Angriffe das Selbstbild der Emirate-Metropole. Das Luxushotel Fairmont The Palm wurde von einer Explosion getroffen, Trümmer einer abgeschossenen iranischen Drohne setzten das Burj Al Arab in Brand, ein Raketeneinschlag beschädigte den Flughafen Dubais und das US-Konsulat war Ziel eines iranischen Drohnenangriffs.

Dubai hatte sich in den vergangenen zehn Jahren systematisch als Magnet für wohlhabende Ausländer positioniert, wie das US-Medium CNBC schreibt. Laut Henley & Partners hat sich die Millionärspopulation der Stadt seit 2014 auf mehr als 81.000 verdoppelt. Allein 2025 zogen schätzungsweise 9800 Millionäre nach Dubai und brachten Vermögen in Höhe von 63 Milliarden US-Dollar mit, wie CNBC vorrechnet.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Steuerfreiheit auf Einkommen, Kapitalgewinne und Erbschaften sowie das sogenannte Golden-Visa-Programm machten die Stadt zum bevorzugten Standort für Family Offices und Hedgefonds. Das Dubai International Finance Center meldete Anfang Januar, dass die 120 größten Familienunternehmen in der Sonderzone gemeinsam mehr als 1,2 Billionen US-Dollar verwalteten.

Kritik an Donald Trumps Iran-Krieg aus den Vereinigten Arabischen Emiraten

Und obwohl die Vereinigten Arabischen Emirate zu Donald Trumps engsten Verbündeten in der Region zählen, mehrt sich die Kritik im Land gegen den amerikanisch-israelischen Iran-Krieg. Khalaf Al Habtoor, Milliardär und Hotelmagnat aus Dubai, richtete am 5. März auf der Plattform X einen mehr als 500 Wörter langen arabischsprachigen Appell direkt an US-Präsident Donald Trump. „Wer hat Ihnen das Recht gegeben, unsere Region in einen Krieg mit dem Iran zu ziehen? Und auf welcher Grundlage haben Sie diese gefährliche Entscheidung getroffen?“, schrieb Al Habtoor, dessen Investments von einem Polo-Resort bis zu Hotels der Marken Hilton und Waldorf Astoria reicht. „Sie haben die Länder des Golf-Kooperationsrats und die arabischen Länder in den Mittelpunkt einer Gefahr gestellt, die sie sich nicht ausgesucht haben.“

Abu Dhabi hatte den USA Investitionen in Höhe von rund 1,4 Billionen US-Dollar zugesagt und enge Handelsbeziehungen mit Trumps Familie gepflegt. Dennoch scheint dieser Einfluss kaum Wirkung auf die US-Politik zu entfalten, schreibt das US-Wirtschaftsportal Bloomberg. Ryan Bohl, Senior-Analyst für den Nahen Osten und Nordafrika beim Risikoanalyseunternehmen Rane Network, ordnet die Stimmungslage ein: „Die meisten Golfstaaten wussten schon immer, dass Präsident Trump sich selbst treu bleiben und nicht unbedingt auf Einflüsse von außen hören würde. Aber ich glaube, sie sind überrascht davon, wie bereitwillig er Risiken eingeht, die sich auf sie auswirken.“

Wirtschaftliche Folgen für Dubai aufgrund des Iran-Kriegs – Superreiche fliehen

Nun zeigt der Konflikt erste wirtschaftliche Folgen. Dubais Leitindex steuert auf die schlechteste Börsenwoche seit Mai 2022 zu. Charterflug-Unternehmen berichten von einer Nachfrage, die das verfügbare Angebot bei weitem übersteigt. Ameerh Naran, CEO von Vimana Private Jets, gab an, sein Unternehmen habe über Nacht mehr als 100 Kundenanfragen erhalten – eine Nachfrage, die er zuletzt während der Pandemie erlebt habe. Ein Privatjet von Riad nach Europa koste derzeit bis zu 350.000 US-Dollar.

Dale Buckner, CEO der Sicherheitsfirma Global Guardian und ehemaliger Green Beret der US-Army, berichtete, sein Unternehmen betreue bereits sieben Firmenkunden – darunter große Finanz- und Beratungsgesellschaften – die zwischen 1000 und 3000 Mitarbeiter evakuieren wollten. „Das erinnert stark an die Ukraine“, sagte Buckner gegenüber CNBC. Jeder im Land habe erkannt, dass die Iraner erfolgreich Fünf-Sterne-Hotels und Flughäfen ins Visier nehmen.

Gleichzeitig betonen Teile der Wirtschaft, dass die strukturellen Standortvorteile Dubais intakt blieben. Hasnain Malik, der bei dem in Dubai ansässigen Unternehmen Tellimer die Strategie für Schwellenmärkte leitet, verwies darauf, dass das Steuer-, Regulierungs- und Bankensystem unverändert funktioniere. „Diese Gründe haben sich nicht geändert“, sagte er. „Nur in einem Aspekt des Lifestyle-Treibers, der makellosen Sicherheit, haben die jüngsten Ereignisse Zweifel aufkommen lassen.“

Immobilienmarkt in Dubai könnte vom Iran-Krieg unter Druck geraten

Besonders der Immobilienmarkt steht unter Beobachtung. Dubais Luxusimmobilienpreise stiegen fünf Jahre in Folge – 500 Objekte wurden im vergangenen Jahr für mehr als zehn Millionen US-Dollar verkauft, verglichen mit nur 30 im Jahr 2020, wie CNBC schreibt. Doch bereits vor dem Krieg hatten Analysten Warnsignale gesetzt: Die UBS stufte Dubai im September unter die fünf Städte mit dem höchsten Blasenrisiko weltweit ein, Fitch Ratings prognostizierte für 2025 und 2026 eine Korrektur mit Preisrückgängen von bis zu 15 Prozent. Anton Lopatin von Fitch erklärte, der Effekt auf den Immobilienmarkt hänge nun von Ausmaß und Dauer des Konflikts ab. Abwanderungen von Expats könnten den Markt nun zusätzlich „unter Druck setzen“.

Einer dieser Dubai-Expats ist Jörg Schofer. Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) spricht der Immobilienmakler von der Lage vor Ort. Er meint, Dubai werde mit einem „blauen Auge“ davonkommen. „Ich bin in vielen Whatsapp-Gruppen mit Deutschsprachigen, bei dem einen oder anderen war schon Panik zu spüren.“ Aber man habe auch gemerkt, dass es Unterstützung gebe. Dennoch betont er: „Ich möchte das nicht schönreden. Schön ist das natürlich nicht, was da passiert. Ich glaube aber, dass Dubai und die Vereinigten Arabischen Emirate insgesamt mit einem blauen Auge davonkommen. Früher oder später wird eher mehr Geld reinkommen ins Land als weniger.“

Die VAE hätten schnell und professionell reagiert, sagt Schofer. „Aber es lässt uns nicht kalt, und wir würden nicht sagen, das hier ist ein absolut sicherer Hafen.“ (Quellen: CNBC/Frankfurter Allgemeine Zeitung/AFP/Bloomberg/eigene Recherche/X) (sischr)

Rubriklistenbild: © FADEL SENNA / AFP; Screenshot via X Montage: IPPEN.MEDIA

Kommentare