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Öl-Importe

Abhängigkeit von Putin: Indien widersetzt sich Trump – und stärkt die krisengeplagte russische Wirtschaft

Trotz hoher US-Zölle bewahrt Indiens Regierung Russland die Treue und will weiterhin Öl kaufen. Dadurch bleiben Putin wichtige Einnahmen erhalten.

Neu-Dehli – Der Westen löst sich immer weiter von seiner früheren Abhängigkeit von Russlands fossilen Rohstoffen. Das neuste, inzwischen 17. Sanktionspaket der EU etwa zielt auf Putins Schattenflotte ab, die russisches Rohöl in Drittstaaten transportiert. Dazu ist der Import von Erzeugnissen aus russischem Rohöl verboten, die in Drittstaaten raffiniert wurden. So soll der russischen Kriegsführung eine wichtige Einnahmequelle entzogen werden.

Einnahmen für Russlands kriselnde Wirtschaft: Indien bekennt sich zum Öl-Kauf in Russland

Für Wladimir Putin werden damit China und Indien als Handelspartner immer wichtiger. Eine Schlüsselrolle nimmt dabei inzwischen Indien ein, das nach wie vor viel Öl aus Russland bezieht. US-Präsident Donald Trump hatte deshalb Zölle in Höhe von 50 Prozent gegen Indien verhängt – um sie vom Rohstoff-Handel abzubringen.

Trotz Trumps 50-Prozent-Zölle hält Indiens Regierung Putin die Treue und importiert weiterhin Öl aus Russland.

Die indische Regierung zeigte sich jedoch unbeeindruckt, obwohl es zwischenzeitlich so ausgesehen hatte, als würde sie die Ölimporte zurückfahren. Trotz der US-Zölle wolle das Land weiterhin russisches Öl kaufen, stellte nun aber Finanzministerin Nirmala Sitharaman am Freitag, 5. September, beim indischen Medium News18 klar. „Ja, ganz klar und deutlich“, so die Ministerin. „Wir entscheiden, wo wir kaufen, was unseren Bedürfnissen entspricht – ob Preis, Logistik oder was auch immer.“

Indien beschert Russlands Kriegswirtschaft wichtige Einnahmen

Indien kauft Öl aus Russland zu einem geringeren Preis, da Russland wegen des Krieges in der Ukraine die westlichen Interessenten ausgehen. „Wir müssen entscheiden, welche Quelle für uns am besten geeignet ist“, so die indische Ministerin. „Wir werden also zweifellos russisches Öl kaufen“, so Sitharamans Klarstellung.

Damit beschert Indien der gebeutelten russischen Kriegswirtschaft wichtige Einnahmen. Diese habe, so German Gref, Chef der Sberbank, den Punkt der „technischen Stagnation“ erreicht. Putin selbst hofft dagegen auf eine weiche Landung und gibt sich optimistisch. Doch auch er muss inzwischen einräumen, dass die „Lage in einzelnen Sektoren schwierig“ sei. Dazu gehört inzwischen auch die Autobranche.

Trump gibt Indien und Russland an China verloren

Wie Trump auf das Bekenntnis der indischen Regierung zum Kauf russischen Öls reagiert, bleibt abzuwarten. Der US-Präsident hatte kürzlich Indien an China verloren gegeben. „Sieht so aus, als hätten wir Indien und Russland an das tiefste, dunkelste China verloren“, hatte Trump als Reaktion auf den Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit auf seiner Plattform Truth Social erklärt.

Beim Treffen hatten sich Indiens Premierminister Narendra Modi und Russlands Präsident Putin demonstrativ an den Händen genommen und mit Chinas Präsident Xi Jinping für eine neue Weltordnung geworben. Dazu hatte China beim Streit um die Gas-Pipeline Power of Siberia 2 eingelenkt.

Rubriklistenbild: © Alex Brandon/dpa//ZUMA Press Wire/Imago

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