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„Wir sind nicht mehr wettbewerbsfähig“

40.000 Jobs weg bis Ende 2026 – „Herz der bayerischen Wirtschaft“ schlägt Alarm

Die Winter-Konjunkturumfrage in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie wartet mit alarmierenden Zahlen auf. Verbandschef Bertram Brossardt fordert die Politik zum schnellen Handeln auf.

München – Die Zuversicht der Unternehmen, die nach dem Start der schwarz-roten Koalition unter Kanzler Friedrich Merz (CDU) befeuert wurde, ist in der Winter-Konjunkturumfrage in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie komplett verflogen. „Im Ausland wird mehr produziert, mehr investiert und es werden mehr Jobs geschaffen. Das zeigt, dass unser Wirtschafts- und Industriestandort das Problem ist“, fasst Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm, die Ergebnisse der aktuellen Umfrage unter ihren Mitgliedsunternehmen zusammen, die am Mittwoch (17. Dezember) in München vorgestellt wurde.  

Verbandschef Bertram Brossardt fordert die Politik zum schnellen Handeln auf. (Archivbild)

Schlechte Zahlen bei Winter-Konjunkturumfrage – Verbandschef Brossardt schlägt Alarm

Brossardt schlägt angesichts der schlechten Zahlen Alarm: Nur noch knapp 15 Prozent bewerten die inländische Geschäftslage als gut. Ein Viertel erwartet sogar Verluste bei der Nettoumsatzrendite. Zudem wollen 45 Prozent der Unternehmen ihre Produktion an den Auslandsstandorten ausweiten.

„Wir sind nicht mehr wettbewerbsfähig und zahlen mit der anhaltenden De-Industrialisierung einen hohen Preis dafür. Dem Abwärtstrend muss ein Ende gesetzt werden, doch die Bundesregierung agiert zu zögerlich, zu unkonkret und vor allem nicht schnell genug. Wir dürfen nicht weiter zusehen, wie immer mehr Wertschöpfung den Standort verlässt, sondern brauchen jetzt eine schnell handelnde Regierung, um unseren Wohlstand zu bewahren“, mahnt der Verbands-Chef.

40.000 Stellen sollen bis Ende 2026 wegfallen: „Es ist um jeden einzelnen verlorenen Arbeitsplatz traurig“ 

Die Metall- und Elektro-Industrie sei das „Herz der bayerischen Industrie“ und damit auch das „Herz der bayerischen Wirtschaft“. Nun befürchten laut Umfrage über 37 Prozent der Unternehmen, Stellen abbauen zu müssen. „Bis Jahresende werden die Metall- und Elektro-Unternehmen rund 20.000 Stellen abgebaut haben auf dann 837.000 Beschäftigte. Und für das kommende Jahr prognostizieren wir einen weiteren Rückgang um 20.000 auf 817.000 Beschäftigte“, berichtet Brossardt.

Er fügt hinzu: „Nirgendwo sieht man die Auswirkungen einer verfehlten Industrie- und Standortpolitik mehr als bei der Beschäftigung. Es ist um jeden einzelnen verlorenen Arbeitsplatz traurig.“  Der Verbandschef fordert: „Umsetzen, und zwar sofort.“ Größte Baustelle seien die Sozialversicherungskosten. „Ohne eine echte Reform steigen die Beitragssätze, es bleibt weniger Netto vom Brutto und die Arbeitskosten steigen unaufhörlich weiter. Der weiteren De-Industrialisierung öffnen wir damit Tür und Tor“, erklärt Brossardt. Quellen: PK, Mitteilung und Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm, Agenturen

Rubriklistenbild: © IMAGO / Bernd Elmenthaler & vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft

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