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„War eine 50/50-Entscheidung“
Biathlon-Star verpasst nach Bakken-Beerdigung Weltcup in Ruhpolding
Nach dem tragischen Tod von Teamkollege Sivert Bakken muss ein norwegischer Biathlon-Star krankheitsbedingt auf den Weltcup in Ruhpolding verzichten.
Ruhpolding – Der Biathlon-Weltcup in Ruhpolding muss ohne einen der derzeitigen Überflieger auskommen. Die Chiemgau Arena wird vom 14. bis 18. Januar 2026 Schauplatz spannender Rennen sein, doch ein Name fehlt auf der Startliste: Johan-Olav Botn. Der norwegische Ausnahme-Athlet hat seine Teilnahme am bayerischen Weltcup-Highlight krankheitsbedingt abgesagt.
„Es war bis zuletzt eine 50/50-Entscheidung, ob ich fahren würde oder nicht. Aber mein Hauptziel waren von Anfang an die Olympischen Spiele. Ich versuche, mich bestmöglich darauf vorzubereiten“, sagte Botn dem norwegischen Sender NRK. Nachdem er zuletzt bereits den Weltcup in Oberhof wegen einer Erkältung verpasst hatte, geht Botn nun auch bei der zweiten deutschen Weltcup-Station kein Risiko ein.
Norweger Johan-Olav Botn verpasst Biathlon-Weltcup in Ruhpolding nach Tod von Teamkollege Botn
Botn gehört in dieser Saison zu den besten Athleten. Der 26-Jährige, der im vergangenen Winter noch ausschließlich im zweitklassigen IBU-Cup zum Einsatz kam, gewann in dieser Saison bereits drei Einzelrennen. Vor dem Weltcup in Ruhpolding liegt er auf dem zweiten Platz in der Gesamtwertung. Für die Olympischen Spiele ist er bereits nominiert worden.
Abseits des Sportlichen durchlebt der Norweger jedoch nicht nur wegen seiner Gesundheit eine schwere Zeit. Am 23. Dezember war es Botn, der seinen Freund und Teamkollegen Sivert Guttorm Bakken tot in dessen Hotelzimmer im italienischen Lavazé fand. Der Schock über Bakkens plötzlichen Tod mit nur 27 Jahren sitzt tief. Die Todesumstände des norwegischen Biathleten, der beim Auffinden eine Höhenmaske trug, sind weiterhin ungeklärt.
Biathlon-Welt nimmt bei emotionaler Trauerfeier Abschied von verstorbenem Bakken
Botn äußerte sich wenige Tage nach dem tragischen Fund selbst, sprach emotional über seinen Freund Bakken und die Umstände des Auffindens. „Ich sah, dass er völlig leblos und kreidebleich im Gesicht war, und verstand sofort, dass er tot war. Ich habe nichts mehr gefühlt, sondern nur versucht zu helfen“, sagte Botn. Er ergänzte, dass er in Gedanken bei Bakkens Familie sei und für sich selbst psychologische Hilfe in Anspruch nehmen wolle, um „einen Weg zu finden, mit diesen Bildern zu leben“.
Am Dienstag (13. Januar) nahm Botn gemeinsam mit dem gesamten norwegischen Männerteam an der emotionalen Beerdigung von Bakken in Lillehammer teil. In der voll besetzten Kirche Nordre Ål verabschiedeten sich Familie, Freunde und Teamkollegen von Bakken. „Sivert wird in unseren Herzen weiterleben“, sagte unter anderem Sturla Holm Laegreid nach der anderthalbstündigen Zeremonie. (LuHa)