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Deutsche Meisterschaften am Notschrei

Biathlon: Regeländerung bleibt bestehen – DSV setzt auf spezielle Maßnahme

Biathlon: Julia Tannheimer bei den Deutschen Meisterschaften 2025. Die starke Läuferin könnte von der Regeländerung profitieren.
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Biathlon: Julia Tannheimer bei den Deutschen Meisterschaften 2025. Die starke Läuferin könnte von der Regeländerung profitieren.

Im September werden die Deutschen Meisterschaften im Biathlon ausgetragen. Der Deutsche Skiverband setzt dabei weiter auf eine besondere Regel. Das bestätigte er auf Anfrage von chiemgau24.de.

Vom 4. bis zum 6. September werden im Schwarzwald die neuen nationalen Titelträger im deutschen Biathlon gesucht. Am Notschrei werden bei den Deutschen Meisterschaften sechs Rennen ausgetragen. Der Deutsche Skiverband (DSV) hat das Programm festgelegt und setzt in einem Format auf eine Maßnahme, die von den offiziellen Regeln des Weltverbandes IBU abweicht.

Wie der DSV auf Anfrage von chiemgau24.de bestätigte, sind die beiden kurzen Einzelrennen am Freitag (4. September) betroffen. „Es wird im kurzen Einzel Strafrunden statt der üblichen Strafsekunden geben“, sagte der DSV.

Biathlon: DSV darf Regelwerk anpassen – Drei Disziplinen werden gelaufen

Im kurzen Einzel legen die Damen 12,5 Kilometer zurück, die Herren laufen 15 Kilometer. Jeder Athlet muss viermal an den Schießstand. Bei Wettbewerben, die von der Internationalen Biathlon Union (IBU) veranstaltet werden, gibt es dabei für jeden Schießfehler 45 Strafsekunden.

Da der DSV Veranstalter der nationalen Biathlon-Meisterschaften ist, darf er das Regelwerk an dieser Stelle anpassen. Bereits im Vorjahr wurde diese Maßnahme angewandt. Der damalige Biathlon-Sportdirektor Felix Bitterling hatte das Vorgehen damit begründet, dass man den Fokus noch stärker auf die läuferischen Qualitäten der Athleten legen wolle. Eine Strafrunde hat einen Zeitverlust von ca. 22 Sekunden zur Folge und liegt damit deutlich unter den 45 Strafsekunden, die es im kurzen Einzel normalerweise gibt.

Biathlon: Ergebnisse fließen nicht in die Qualifikation ein – „Ist mir zu weit weg vom Winter“

Neben den kurzen Einzeln am Freitag werden am Notschrei im Schwarzwald zwei weitere Disziplinen ausgetragen. Am Samstag wird im Sprint gelaufen, ehe die Wettbewerbe am Sonntag mit den Verfolgungsrennen enden.

Im Gegensatz zum Vorjahr fließen die Ergebnisse bei den Deutschen Meisterschaften nicht in die Qualifikation für die Weltcup-Startplätze im Winter ein. „Ich halte nichts von einer Vorqualifikation im Sommer. Das ist mir zu weit weg vom Winter. Wir machen die konkrete Qualifikation kurz vor dem Start in die Saison. Dann sehen wir genau, wer entsprechend in Form ist, und können zum wirklich wichtigen Zeitpunkt mit der stärksten Mannschaft an den Start gehen“, sagte der neue Biathlon-Sportdirektor Bernd Eisenbichler im Interview mit chiemgau24.de. (Quelle: chiemgau24.de, truf)

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