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Trainingslager am WM-Standort

Biathlon: DSV bereitet sich auf Chaos vor – „Da bläst es richtig durch“

Biathlon: Simon Kaiser gewann das Testrennen in Otepää - am WM-Standort könnte es im Februar turbulent werden.
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Biathlon: Simon Kaiser gewann das Testrennen in Otepää - am WM-Standort könnte es im Februar turbulent werden.

Die Biathlon-WM im Februar wirft ihre Schatten voraus. Der Standort ist unberechenbar und sorgte im März für Chaos. Die deutsche Mannschaft bereitet sich mit gezielten Maßnahmen auf das Saisonhighlight vor. Herren-Bundestrainer Tobias Reiter gibt bei chiemgau24.de Einblicke.

Die Biathlon-WM 2027 wird in Otepää ausgetragen. Erst zwei Weltcups fanden dort statt, im März purzelten am Schießstand die Negativrekorde. Um sich bestmöglich auf das Saisonhighlight vorzubereiten, ist die deutsche Mannschaft zu einem Trainingslager nach Estland gereist.

Es war ein denkwürdiger Weltcup im März. Erst zum zweiten Mal war die internationale Biathlon-Elite im estnischen Otepää zu Gast und mit einer besonderen Herausforderung konfrontiert. Der Wind sorgte für großes Chaos am Schießstand. In der Verfolgung der Herren wurden über 350 Strafrunden geschossen – ein astronomisch hoher Wert.

Biathlon: Wind als Dauerthema – DSV setzt auf gezielte Vorbereitung

Dass dies keine Ausnahme war und wohl auch zur Biathlon-WM 2027 auf die Athleten zukommen wird, zeigen die Erfahrungen der vergangenen Jahre. Ob Weltcup, IBU-Cup oder Juniorenrennen – der Wind in Otepää war stets ein Thema. Und wird es wohl auch im Februar sein.

Gezielt hat der Deutsche Skiverband daher ein Trainingslager in Otepää angesetzt. Die Damen machten den Anfang und trafen vor Ort auf die Herren, die zehn Tage in Estland verbrachten. Bundestrainer Tobias Reiter erklärt bei chiemgau24.de, wie man sich bestmöglich auf die komplizierten Bedingungen vor Ort einstellt.

Biathlon: „Da wird es richtig durchblasen“ – aber nicht überall

„Der Wind in Otepää ist eine besondere Herausforderung und wird ein zentraler Faktor bei der WM sein. Am Nachmittag ist er meist stärker als am Vormittag. Die Rennen bei der WM finden am späten Nachmittag statt, da wird es richtig durchblasen. Entsprechend haben wir gezielt mit Windmessgeräten gearbeitet und die Windfahnen genau beobachtet“, erklärt Reiter.

Doch nicht nur die windanfällige Lage ist eine Herausforderung. „Der Schießstand ist aufgrund der Bauweise komplex. Die Bahnen eins bis drei werden vom Wind weniger beeinflusst, als es bei den anderen der Fall ist – insbesondere beim Stehendschießen. Richtung Mitte des Schießstandes wirkt sich der Wind immer stärker aus. Es bedarf auch einer Portion Glück, welchen Stand man beim Anschießen zugelost bekommt“, erklärt der 40-Jährige.

Biathlon: Kaiser gewinnt Testrennen – Wichtige Parallele zum Winter

Um die Bedingungen bei der WM zu simulieren, wurde gezielt nach Uhrzeit und Intensität trainiert. „Wir haben in unserer Planung zwei Zehntages-Blöcke mit hochintensivem Training angesetzt. Da haben wir gezielt den Lehrgang in Otepää ausgewählt, um die Belastung bei der WM entsprechend simulieren zu können“, so Reiter. Zudem wurde ein Testrennen, das Simon Kaiser gewann, angesetzt. „Das Testrennen haben wir als Massenstart und gezielt auf die Uhrzeit angesetzt, zu der auch der Massenstart bei der WM stattfinden wird.“

Neben dem Schießstand wurde auch die Strecke genau inspiziert. „Der Anlauf zum Schießstand ist im Sommer identisch mit dem im Winter. Das ist ideal, um sich auf den Februar vorzubereiten. Wir sind bereits beim Weltcup im März mit GPS-Trackern auf der Strecke unterwegs gewesen und haben die Erkenntnisse jetzt verfeinert. Abgestimmt auf den jeweiligen Athleten, konnten wir so individuelle Strategien zum Anlaufverhalten erarbeiten“, sagte der Bundestrainer, der in Summe ein positives Fazit unter das Trainingslager in Otepää zog. (Quelle: chiemgau24.de, truf)

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