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Extremes Wetterphänomen

Wetter-Phänomen Super-El-Niño kommt: Das steckt dahinter und diese Folgen drohen jetzt in Europa

Ein extremes Wetterereignis entwickelt sich – und Europa könnte die Folgen zu spüren bekommen. Infos über das Klimaphänomen Super-El-Niño und die Prognosen für die kommenden Monate.

Was ist ein Super-El-Niño?

Ein Super-El-Niño ist eine besonders starke Ausprägung des natürlichen Klimaphänomens El Niño. Dabei erwärmt sich das Oberflächenwasser im zentralen und östlichen tropischen Pazifik ungewöhnlich stark. Dies löst weltweit Wetteranomalien aus: von Überschwemmungen in Südamerika bis zu Dürren in Australien.

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Dieser Artikel entstand in einer Content-Partnerschaft mit Welt der Wunder. weltderwunder.de – nicht glauben, sondern wissen!

Die letzten Super-El-Niños in den Jahren 1997/98 und 2015/16 führten zu globalen Temperaturrekorden und extremen Wetterereignissen. Aktuell deuten Klimamodelle darauf hin, dass sich 2026 ein ähnlich starkes Ereignis entwickeln könnte.

Aufgrund des Super-El-Niño könnte uns Extremwetter erwarten.

Warum soll 2026 ein Super-El-Niño kommen?

Die aktuellen Prognosen der US-Klimabehörde NOAA und des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) zeigen eine hohe Wahrscheinlichkeit für die Entstehung eines El Niño ab Frühsommer 2026. Besonders auffällig ist die Geschwindigkeit, mit der sich die Wassertemperaturen im Pazifik erwärmen. Die Wahrscheinlichkeit für ein mindestens moderates El-Niño-Ereignis bis August 2026 ist laut ECMWF durchaus hoch.

Wie entsteht ein Super-El-Niño?

Ein Super-El-Niño entsteht, wenn die Passatwinde im Pazifik – beständige tropische Winde, die von den subtropischen Hochdruckgebieten in Richtung Äquator wehen – schwächer werden oder sich umkehren. Dadurch kann das warme Oberflächenwasser nicht mehr nach Westen abfließen, sondern staut sich vor der Küste Südamerikas.

Die Folge: Die Wassertemperaturen steigen um mehr als zwei Grad Celsius über den Durchschnitt. Dies verstärkt die Verdunstung und führt zu extremen Niederschlägen in einigen Regionen, während andere unter Dürren leiden. Die aktuelle Situation ist bemerkenswert, weil gerade eine La-Niña-Phase mit kühleren Pazifiktemperaturen stattgefunden hat. Ein so abrupter Wechsel wäre außergewöhnlich.

Hagel, Hitze und Blutregen: Wetterphänomene in Bayern – 25 spektakuläre Bilder

Hitzewelle, Kinder laufen durch die Wasserfontänen des Stachusbrunnens, Karlsplatz, München, August 2024 Deutschland, Mü
Bei der Hitze muss man sich den Regen herdenken: Deshalb springen viele Kinder in den Stachus-Brunnen. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Touristen und Münchner sitzen am Fischbrunnen, Wassertropfen blitzen im Sonnenlicht, Marienplatz, München, 12. August 20
Den Anfang macht die Hitze: Hier knallt die Sonne auf den Marienplatz. Münchner und Touristen genießen die Wärme am Fischbrunnen.  © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Saharastaub in München: Hier sind Rathaus und Marienplatz in rotes Licht getaucht
Es war ein spektakuläres Wetterphänomen: Südwestwinde haben vergangenes Jahr Saharastaub nach Nieder- und Oberbayern getragen – und das Rathaus in ein unwirkliches orange-rotes Licht getaucht. Danach kam der „Blutregen“: Der Namen kommt von der rötlichen Farbe des Sandes, der durch den Niederschlag zu Boden geschwemmt wird. © IMAGO/Offenberg
Saharastaub auf der Autoscheibe, Blick auf die Münchner Frauenkirche, München, 17. März 2022 Deutschland, München, 17.03
Vom Himmel legte sich der Saharastaub auf alles nieder. Durch eine dreckige Scheibe kann man die Münchner Frauenkirche gerade noch so erkennen. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Dramatisches Naturschauspiel über dem Himmel von Augsburg: Ein Sommergewitter ist im Anmarsch.
Dramatisches Naturschauspiel über dem Himmel von Augsburg: Ein Sommergewitter ist im Anmarsch. © IMAGO / Alexander Rochau
Blitze zucken am Himmel hinter Türkheim im Allgäu.
Blitze zucken am Himmel hinter Türkheim im Allgäu. Im Sommer kommt es zu Gewittern, wenn warme und kalte Luftmassen aufeinander treffen. © IMAGO / MiS
Sturmwolken über Frieding in Bayern
Hier braut sich ein Sturm über Frieding in Bayern zusammen. Sturm entstehen durch Temperaturunterschiede: Die leichtere warme Luft schiebt sich dabei über die schwerere kalte Luft. © IMAGO / blickwinkel
Foehnsturm ueber den Nordalpen, im Vordergund der Chiemsee mit glatter Wasseroberflaeche
Ein Föhnsturm über dem Chiemsee. Am häufigsten kommt der Föhn im Frühjahr und Herbst vor. © IMAGO / blickwinkel
Die Ortschaft Wertach im Oberallgäu in Nebelschwaden
Herbstzeit ist Nebelzeit. Das Wetterphänomen entsteht, wenn der in der Luft enthaltene Wasserdampf kondensiert. So wie hier in der Ortschaft Wertach im Oberallgäu. © IMAGO / imagebroker
Die Türme der Stadt Straubing (Niederbayern) im Morgennebel The towers of the town of Straubing (Lower Bavaria) in the m
Wenig sieht mystischer aus als Türme, die aus dem Nebel ragen. Durch das warme Morgenlicht sieht die Stadt Straubing in Niederbayern immerhin nicht gruselig aus. © IMAGO/imagebroker
Kühe liegen an einer trockenen Wasserstelle auf einer dürren Weide
Dürreperioden und extreme Hitzewellen werden immer häufiger. Auch für Tiere eine Herausforderung - wie für diese Kühe, die an einer trockenen Wasserstelle auf einer Weide liegen. © IMAGO/A. Hartl
Kammlach, Bavaria, Germany - June 16, 2024: A dry corn field with young corn plants growing out of cracked, dry soil. Sy
Fruchtbare Erde sieht anders aus: Auf einem Maisfeld in der Gemeinde Kammlach im Unterallgäu ziehen sich tiefe Risse durch den dürren Boden. © IMAGO/Bihlmayerfotografie
Wolkenformation mit vollständigem Regenbogen über Augsburg nach einem Regenschauer
Ein perfekter Regenbogen über Augsburg: Das farbenrohe Wetterphänomen entsteht, wenn die Regentropfen auf Sonnenlicht treffen. ©  IMAGO / Alexander Rochau
Winterregenbogen mit tiefem Neuschnee bei Sonnenaufgang Winter rainbow with deep fresh snow at sunrise Copyright: imageB
Deutlich seltener sieht man Regenbogen in Verbindung mit Schnee, das macht es um so besonderer – wie hier bei Balderschwang. © IMAGO/imagebroker
Abendroter Himmel bei Tabertshausen in bayern
Ein gern gesehenes Wetterphänomen: Das Abendrot. Denn: „Abendrot: Schön-Wetterbot“!  © IMAGO/MARTIN ERDNISS
Kaiserburg Nürnberg im Sonnenuntergang, 11.10.2024 Die Kaiserburg in Nürnberg erstrahlt im intensiven Licht eines herbst
Vor diesem Wetterphänomen muss man sich keinesfalls im Haus verstecken, im Sommer sollte man sich eher raussetzen, um es zu beobachten. In Nürnberg sieht das Abendrot über der Kaiserburg geradezu märchenhaft aus. © IMAGO/Ardan Fuessmann
Einsatzkräfte versuchen, Gullys in einer überschwemmten Straße in Ottobrunn freizulegen
Hochwasser und Überschwemmungen sind Auswirkungen von heftigem Starkregen infolge immer extremerer Wetterlagen. Hier versuchen Einsatzkräfte, Gullys in einer überschwemmten Straße in Ottobrunn freizulegen.  © IMAGO / Bernd März
Hochwasser in Passau am 05.06.2024. Ueberflutete Uferpromenade in der Altstadt, Ein umgestuerzets Fahrrad liegt im Wasse
Die Hochwasserkatastrophe im Frühsommer 2024 hinterließ starke Schäden in weiten Teilen Bayerns. Als Stadt, in der drei Flüsse zusammenfließen, war Passau besonders betroffen. © IMAGO/Sven Simon
Ein heftiger Hagelschauer ging im Juni bei Memmingen ab
Um Steinheim bei Memmingen fielen im Juni 2022 Hagelkörner von bis zu vier Zentimetern Größe vom Himmel.  © IMAGO/B&S/Bernd März
Russia Weather 8736435 30.07.2024 A woman demonstrates hailstones following a hail storm in Kazan, Republic of Tatarstan
Verursacht werden derartige Hagelschauer mit solchen großen Körnern oft durch sogenannte „Superzellen“: Das sind riesige und langlebige Gewitterwolken.  © IMAGO/SNA
Eine Mutter kommt mit ihren beiden Kindern auf der Theresienwiese in ein Unwetter mit kräftigen Regenschauern
Ein Unwetter mit heftigem Regenschauer hat eine Mutter mit ihren Kindern auf der Theresienwiese überrascht. Durch den Klimawandel kommt es immer häufiger zu einem Wechsel aus extremer Hitze und heftigen Regenfällen. © IMAGO / Smith
Extremer Starkregen und heftige Gewitter zogen in den Abendstunden über die Alpen hinweg. Besonders dramatisch war die L
2024 war für Südbayern sogar das nasseste Jahr seit 1950, teilte die Bayerische Staatsregierung mit. © IMAGO/Bernd März
Eine dicke Schneeschicht bedeckt Autos und Fahrräder in der Sendlinger Straße.
Wenn der Schnee sogar in der Innenstadt liegen bleibt: Hier bedeckt eine dicke Schneeschicht Autos und Fahrräder in der Sendlinger Straße.  © IMAGO / Lindenthaler
Snowshoeing, Schneeschuhwandern on the trail Hochmoor in the ski arena Oberjoch with mountains Iseler, Wannenjoch, on Ma
Für Freizeitsportler ein Highlight: Der viele Schnee in den Bergen des Freistaats bringt die Bayern in die Natur.  © IMAGO/ActionPictures
Sogenanntes Haareis bildet sich bei perfekten Bedingungen an totem Holz
Dieses Naturphänomen entsteht nur bei perfekten Bedingungen: Wenn totes Holz von Regen mit Wasser getränkt ist und es Temperaturen um die Null Grad hat – dann bildet sich sogenanntes Haareis. © IMAGO/Dominik Kindermann

Welche globalen Folgen hat ein Super-El-Niño?

Die Auswirkungen eines Super-El-Niños sind weltweit spürbar. In Südamerika drohen Starkregen und Überschwemmungen, während Australien und Südostasien mit Dürren und Waldbränden rechnen müssen. Ein starker El Niño bedeutet für Europa oft mildere Winter, birgt aber auch die Gefahr von extremen Regenfällen und Sturmtiefs im Sommer. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) erwartet für den Zeitraum Mai bis Juli 2026 überdurchschnittlich hohe Temperaturen, besonders in Europa und Nordafrika.

Wie wirkt sich der Super-El-Niño auf Deutschland aus?

Für Deutschland könnte der Sommer 2026 wechselhaft und gewitterreich werden. Meteorologen warnen vor einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für Unwetter, da die Erwärmung des Pazifiks die globale atmosphärische Zirkulation beeinflusst.

Gleichzeitig könnte der Winter 2026/27 milder ausfallen, mit häufigen Atlantik-Tiefs und mehr Regen. Die genauen Auswirkungen hängen jedoch von der weiteren Entwicklung ab. Endgültige Klarheit wird das nächste Klima-Update der WMO Ende 2026 bringen, wenn die Klimamodelle die sogenannte Frühjahrs-Vorhersagebarriere überwunden haben.

Was bedeutet das für den Sommer 2026 in Europa?

Meteorologen gehen daher davon aus, dass der Sommer 2026 wärmer wird als der Durchschnitt. Die Ozeane haben sich in kurzer Zeit drastisch aufgeheizt – eine Entwicklung, die frühere El-Niño-Phasen in den Schatten stellt. Experten rechnen damit, dass sich die globalen Durchschnittstemperaturen weiter erhöhen und 2026 zeitweise die 1,5-Grad-Marke überschreiten könnten. Ob es zu neuen Hitzerekorden kommt, hängt von der Stärke des El Niño und anderen Faktoren wie der menschlichen Klimabeeinflussung ab.

Wie heiß wird der Sommer 2026 in Deutschland?

Aktuelle Prognosen deuten für den Sommer 2026 auf einen deutlich zu warmen bis heißen Sommer hin, insbesondere im Juli. Laut den meisten Klimamodellen könnte dieser sogar regional neue Temperaturrekorde erreichen. Flankiert wird dies laut Experten von heftigen Gewittern, Hagel und lokalem Starkregen.

Die Wahrscheinlichkeit für einen überdurchschnittlich warmen Sommer liegt bei etwa 80 Prozent, wobei besonders der Oberrheingraben zwischen Freiburg, Karlsruhe, Mannheim und dem Rhein-Main-Gebiet von anhaltend hohen Temperaturen betroffen sein wird.

Auch der Juni und August werden voraussichtlich warm bis heiß, wobei der Juli als der heißeste Monat gilt und gleichzeitig oft zu trocken ausfallen könnte. Bereits jetzt ist unter Wetterexperten zu Pfingsten von einer Hitzewelle von bis zu 34 Grad die Rede.

Wann gibt es sichere Prognosen über den Super-El-Niño?

Vorsagen für den Pazifik gelten im Frühling als besonders unsicher, da der Ozean und die Atmosphäre empfindlich auf kleine Störungen reagieren. Meteorologen betonen, dass die Prognosen bis zum frühen Sommer 2026 deutlich präziser werden. Bis dahin können sich die Strömungsmuster noch ändern.

Wie bereiten sich verschiedene Länder auf den Super-El-Niño vor?

Viele Länder, insbesondere in Lateinamerika und Asien, treffen bereits Vorsorgemaßnahmen. So werden in Peru und Ecuador Deiche verstärkt, um Überschwemmungen vorzubeugen. In Australien bereiten sich Landwirte auf mögliche Dürre vor. In Europa beobachten Meteorologen die Entwicklungen genau, um frühzeitig vor Extremwetterereignissen warnen zu können. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) koordiniert internationale Anstrengungen, um die Folgen abzumildern.

Was können Sie tun, um sich vorzubereiten?

Achten Sie auf offizielle Warnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und informieren Sie sich regelmäßig über lokale Notfall- und Katastrophenschutzpläne. Wetterlagen können sich innerhalb kurzer Zeit ändern – besonders bei Hitze, Starkregen, Gewittern oder Stürmen. Über Warn-Apps, lokale Nachrichten oder die Websites von Behörden erhalten Sie aktuelle Informationen und Verhaltensempfehlungen.

Rubriklistenbild: © Imago/Gerd Harder

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