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Maxi-Blackout

Drei Todesopfer nach Mega-Stromausfall in Spanien: Familie stirbt im eigenen Haus

In Spanien kam es zu einem landesweiten Blackout. Vor Ort herrschte Chaos. Auch Frankreich und Portugal waren vom Stromausfall betroffen.

Update vom 29. April, 21.21 Uhr: Durch den massiven Stromausfall vom Montag auf der Iberischen Halbinsel sind Medienberichten zufolge mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. In der Kleinstadt Taboadela im Nordwesten Spaniens starben drei Mitglieder einer Familie durch eine Kohlenmonoxidvergiftung, wie die regionale Zeitung La Voz de Galicia und die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf die Polizei berichteten. 

Die Opfer seien ein Ehepaar im Alter von 81 und 77 Jahren sowie deren 56-jähriger Sohn. Das älteste Mitglied des Haushalts habe ein Beatmungsgerät gebraucht. Als der Strom ausfiel, sei ein benzinbetriebener Notstromgenerator angeschmissen worden, dessen Abgase sich offenbar unbemerkt im Haus verteilt hätten.

Update vom 29. April, 14.31 Uhr: Der spanische Netzbetreiber Red Electrica hat in einer Pressekonferenz eine erste Rekonstruktion des massiven Stromausfalls vorgelegt, wie corriere.it berichtete. Demnach erlitt das spanische Stromnetz am Montag um 12.33 einen kurzzeitigen Stromausfall, von dem es sich zunächst selbstständig erholte. Etwa 1,5 Sekunden später folgte ein zweiter Stromausfall, der zur Unterbrechung der Verbindung mit Frankreich führte. Das Netz wurde von einem massiven Verlust an Energie aus erneuerbaren Quellen getroffen, was schließlich zum Zusammenbruch des gesamten Stromnetzes führte. 

Massiver Stromausfall in Spanien und Portugal: Rätsel um Ursachen geht weiter

Der Ursprung des Unfalls, der laut dem Netzbetreiber „wahrscheinlich“ mit der Produktion von Solarenergie zusammenhängt, wurde in der Region Extremadura im Südwesten des Landes festgestellt.

Die spanische Justiz untersucht derweil den Verdacht einer „Computer-Sabotage“ als mögliche Ursache. Ein Richter der Audiencia Nacional, Spaniens für die Verfolgung schwerer Straftaten zuständiges Gericht, habe eine Voruntersuchung dazu eingeleitet, teilte die Justiz am Dienstag mit. Sollte sich herausstellen, dass der landesweite Blackout auf einen Sabotageakt in der strategischen Infrastruktur zurückzuführen ist, könnte dies als „Terrorismus“ eingestuft werden.

Die Regierung in Madrid richtete derweil eine Untersuchungskommission ein, um die Ursachen des Stromausfalls zu klären. Alle notwendigen Maßnahmen würden getroffen, „damit sich so etwas nicht wiederholt“, erklärte Regierungschef Pedro Sánchez. „Die Techniker des Stromnetzes sind weiterhin mit einer Analyse des Systems befasst“, sagte er. „Wir rechnen mit vorläufigen Ergebnissen in den nächsten Stunden oder Tagen.“

Solange die Ergebnisse dieser Analyse nicht vorlägen, werde keine Hypothese hinsichtlich der Ursache des flächendeckenden Stromausfalls ausgeschlossen, sagte Sánchez weiter. Dies wich von den Erklärungen des spanischen Stromnetzbetreibers und der Regierung in Lissabon ab. Sowohl der Netzbetreiber Red Eléctrica Española als auch die portugiesische Regierung hatten eine Cyberattacke auf das spanische Stromnetz als Ursache am Vormittag ausgeschlossen.

Update vom 29. April, 7.38 Uhr: Fast überall fließt in Spanien wieder Strom. Nach dem massiven Stromausfall auf der Iberischen Halbinsel waren etwa 99,16 Prozent der Stromversorgung wiederhergestellt. Das meldete der spanische Netzbetreiber Red Eléctrica auf der Plattform X.

Nach Blackout in Spanien und Portugal: Strom weitgehend wiederhergestellt

Update vom 29. April, 6.14 Uhr: Millionen Menschen waren von einem massiven Stromausfall in Spanien betroffen. Auch andere Länder wie Frankreich und Portugal meldeten Probleme. Allmählich können die Menschen wieder aufatmen. Der spanische Netzbetreiber Red Eléctrica teilte gegen 3 Uhr morgens mit: 82,4 Prozent der Stromversorgung seien wiederhergestellt. Auch im Nachbarland Portugal gab es in den meisten Haushalten wieder Elektrizität, wie der Sender RTP unter Berufung auf den Netzbetreiber E-Redes berichtete. 95 Prozent der Kunden hätten wieder Strom.

Nichts ging mehr: Menschen warteten vor einem geschlossenen Bahnhof während des massiven Stromausfalls in Spanien.

In einer Fernsehansprache teilte der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez mit, dass man am Dienstag (29. April) wieder zum Normalzustand zurückkehre. Noch gibt es aber keine Informationen zur Ursache des Blackouts. Man schließe keine Möglichkeit aus, so Sánchez.

Update vom 28. April, 22.20 Uhr: So langsam scheint sich die Lage in Spanien zu beruhigen. Aus der spanischen Hauptstadt konnte sich IPPEN.MEDIA-Redakteur Marius Epp inzwischen per WhatsApp-Telefonat melden. Er bekam während seines Urlaubs in Madrid die Auswirkungen des Stromausfalls hautnah mit.

Massiver Stromausfall in Spanien: Augenzeuge schildert Situation vor Ort

„Der Autoverkehr stand in der ganzen Stadt komplett still, nachdem die U-Bahn tot war. Es gab kilometerlange Staus“, schildert Epp. Auch am Bahnhof Atocha sammelten sich so viele Menschen, dass dieser komplett überlaufen war. Der angrenzende Retiro-Park musste von der Polizei zwischenzeitlich geschlossen werden, weil zu viele Personen dort hin drängten, sagt Epp. An Supermärkten hätten sich Schlangen gebildet, es sei zu Hamsterkäufen von Klopapier gekommen, so der Journalist. Allerdings hätten sich die meisten Menschen insgesamt sehr ruhig verhalten.

Auch das derzeit in Madrid stattfindende Tennisturnier, an dem auch Deutschlands Top-Spieler Alexander Zverev teilnimmt, musste mitten im Spielbetrieb unterbrochen werden. Inzwischen entspannt sich die Situation aber wieder. Als der Strom wieder lief, reagierten die Menschen in Madrid mit lautem Jubel und Applaus, wie ein Video von Epp zeigt:

„Das Leben in Madrid geht jetzt wieder los“, erklärt Epp. Die Restaurants füllen sich, auch die Kommunikation ist wieder möglich. „Das Internet ist allerdings noch nicht super stabil“, schränkt der IPPEN.MEDIA-Redakteur ein.

Der Stromausfall in Spanien sorgte für kilometerlange Staus in Madrid. Inzwischen hat sich die Lage beruhigt, auch die Restaurants füllen sich wieder.

Update vom 28. April, 21.40 Uhr: Ein Stromausfall hat ganz Spanien und auch Portugal sowie Südwestfrankreich am Montagmittag enorme Probleme bereitet. Bisher sind die Gründe für den Vorfall ungeklärt. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez ruft die Bürger des Landes dazu auf, angesichts des landesweiten Stromausfalls Ruhe zu bewahren. „Bis die Stromversorgung wiederhergestellt ist, werden wir einige kritische Stunden erleben“, sagte er bei einer Ansprache an die Menschen, die im spanischen Fernsehen übertragen wurde. 

Sánchez rief dazu auf, nur kurze und zwingend notwendige Gespräche mit dem Handy zu führen und die Notrufnummer 112 nur zu nutzen, wenn es unbedingt nötig sei, um die Netze nicht zusätzlich zu belasten. Zu den Ursachen des landesweiten Blackouts sagte Sánchez, es könne keine Hypothese ausgeschlossen werden, es dürfe aber auch nicht spekuliert werden.

Stromausfall in Spanien: „Mehr als ein Fünftel des Bedarfs“ der Stromversorgung laut Netzbetreiber wieder hergestellt

Immerhin gab es am Montagabend eine erste positive Nachricht: Die Energieversorgung in Spanien ist nach Angaben des Netzbetreibers zu 20 Prozent wieder hergestellt. „Mehr als ein Fünftel des Bedarfs der (Iberischen) Halbinsel“ sei wieder hergestellt, erklärte der Netzbetreiber Red Eléctrica am Montag im Onlinedienst X. Der Strom stamme aus Kraftwerken im Land und aus Frankreich. Die Stromversorgung im restlichen Land werde „schrittweise“ wieder hergestellt.

Update vom 28. April, 19.26 Uhr: Der massive Stromausfall in Spanien hat in Großstädten wie Madrid und Barcelona phasenweise Chaos und Panik ausgelöst. Der Nachrichtenagentur AFP schilderten Anwohner dramatische Zustände: Carlos Condori befand sich in Madrid wie viele andere in der Metro, als der Strom ausfiel. „Das Licht ging aus und die Metro hat angehalten“, sagt der 19-jährige Bauarbeiter. Zu seinem Glück rollte sein Waggon noch bis zum Bahnsteig. „Die Leute waren fertig, denn so etwas ist in Spanien noch nie passiert“, schildert Condori. „Kein Netz, ich kann meine Familie, meine Eltern nicht anrufen, nichts. Ich kann nicht einmal zur Arbeit gehen.“

Stromausfall in Spanien heute: Ursache noch unklar – Großstädte wie Madrid und Barcelona im Chaos

Auch wenn die Behörden die Menschen dazu aufgerufen haben, an Ort und Stelle zu bleiben, um ein Verkehrschaos zu vermeiden, bahnen sich viele einen Weg durch die Stadt nach Hause oder drängen zu den Bankautomaten der Stadt. Vor den Banken bilden sich lange Warteschlangen. Die Menschen wollen sich mit Bargeld versorgen – wer weiß, wann wieder welches verfügbar und auch Kartenzahlung wieder möglich ist.

Der Stromausfall in Spanien sorgte für Dunkelheit an Metro-Stationen und anderen Orten in Madrid.

Die 16-jährige Marina Sierra sagte, dass in ihrem Schulgebäude in Madrid sich Rauch ausgebreitet habe, deswegen sei es schnell geräumt worden. „Ich bin schockiert, weil alles außer Kontrolle ist“, sagt sie. Die Schülerin Laia Montserrat aus Barcelona war in der Schule gerade mit einem Referat beschäftigt. Als das Internet ausfiel, wurden sie und ihre Mitschüler nach Hause geschickt. „Es fährt aber kein Zug“, sagt die Jugendliche.

Update vom 28. April, 16.36 Uhr: Einige Regionen der iberischen Halbinsel haben nach einem stundenlangen Blackout wieder langsam Strom, darunter die Stadt Malaga, berichtet El País. In Lissabon hingegen wurde der U-Bahn-Betrieb eingestellt, berichtet Publico. Auch Passagiere öffentlicher Verkehrsmittel in Spanien kommen derzeit nicht voran.

Derweil geht die Suche nach der Ursache für den Stromausfall weiter. EU-Ratspräsident António Costa sieht derzeit keinen Zusammenhang mit einem möglichen Cyberangriff. „Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Hinweise auf einen Cyberangriff“, erklärte Costa am Montag im Onlinedienst X. Bereits das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (CNCS) in Portugal hatte zuvor in eine ähnliche Kerbe geschlagen. .

Update vom 28. April, 16.13 Uhr: Der Stromausfall auf der iberischen Halbinsel dürfte bei zahlreichen Reisenden Verzögerungen sowie für Flug- und Zugausfälle gesorgt haben. Wie das Verbraucherportal für Fluggastrechte flighright unserer Redaktion jedoch mitteilt, haben Fluggäste „geringe Aussichten auf eine Entschädigungszahlung nach der Fluggastrechteverordnung für Betroffene, wenn die Fluggesellschaften sämtliche zumutbaren Maßnahmen ergriffen haben.“ Bei den Stromausfällen handle es sich um einen außergewöhnlichen Umstand.

„Die Airlines sind demnach verpflichtet, Passagieren so schnell wie möglich an das geplante Endziel zu befördern und müssen hierfür auch andere Fluggesellschaften und indirekte Flüge sowie alternative Beförderungsmittel wie Bus, Bahn und Taxi berücksichtigen. Erhalten die Passagiere entweder keine oder aber nur eine sehr späte Ersatzbeförderung, kann im Einzelfall dennoch ein Anspruch auf Entschädigung von bis zu 600 Euro bestehen“, sagt Feyza Türkön, Fluggastrechtsexpertin bei Flightright.

Stromausfälle in Portugal und Spanien: Wasserversorgung von Hauptstadt in Gefahr

Update vom 28. April, 15.58 Uhr: Die spanische Straßenbehörde DGT rief Autofahrer auf, sich nicht auf die Straßen zu begeben. An den spanischen Flughäfen gab es nach Angaben des Betreibers Aena Verzögerungen, der Betrieb laufe aber dank „Notstromsystemen“.

In Madrid und Barcelona rannten viele Menschen auf die Straßen und reckten auf der Suche nach Empfang ihre Handys in die Luft, berichten AFP-Reporter. Ampeln funktionierten nicht mehr, Polizisten versuchten, den Verkehr zu regeln, Autos waren zum Langsamfahren gezwungen. Internet-Netzwerke funktionierten nicht mehr, Menschen blieben in Fahrstühlen stecken, wie spanische Medien berichteten.

Update vom 28. April, 15.47 Uhr: Die Empresa Portuguesa de Águas Livres (EPAL), die für die Wasserversorgung im Großraum Lissabon zuständig ist, teilte auf Facebook mit, dass der Stromausfall auf der iberischen Halbinsel auch Auswirkungen auf die Wasserversorgung der Hauptstadt haben könnte. „EPAL teilt mit, dass der Vorfall vom Montag im europäischen Stromnetz zu Unterbrechungen der Wasserversorgung führen kann. Es werden alle Anstrengungen unternommen, um die Auswirkungen dieser Situation auf die Wasserversorgung zu minimieren. Ein bewusster Umgang mit Wasser wird dringend empfohlen.“

Ende des Stromausfalls in Portugal nicht absehbar

Update vom 28. April, 15.38 Uhr: Während die Behebung der Stromausfälle in Spanien bis zu zehn Stunden in Anspruch nehmen könnte, ist im Nachbarland Portugal noch nicht absehbar, wann die Energieversorgung wieder hergestellt werden kann. Das gab der Netzbetreiber E-Redes bekannt, wie die Tageszeitung Publico berichtet. Das Problem in Portugal habe seinen Ursprung im spanischen Hochspannungsnetz, heißt es weiter.

Update vom 28. April, 15.27 Uhr: Das Hospital Universitario La Paz, eines der größten Krankenhäuser der spanischen Hauptstadt Madrid aktiviert infolge des massiven Stromausfalls einen Stromsparplan, berichtet El País. Das bedeutet unter anderem, dass nicht lebensnotwendige Behandlungen bis morgen ausgesetzt werden. Das Krankenhaus werde derzeit von fünf Dieselgeneratoren mit Strom versorgt, rund zwölf Stunden könnten diese betrieben werden.

Stromausfall führt zu Reisechaos an Flughäfen und Autobahnen in Spanien

Update vom 28. April, 15.23 Uhr: Neben stillstehenden Zügen im ganzen Land, mehren sich auch die Berichte von Reisechaos an spanischen Flughäfen. In Madrid sollen sich infolge des Stromausfalls lange Schlangen am Flughafen Barajas gebildet haben, Reisende berichten von stundenlangen Verzögerungen, schreibt El País. Auf Straßen Richtung Barcelona kam es zu mehr als 17 Kilometer langen Staus, berichtet die Tageszeitung weiter.

Update vom 28. April, 15.14 Uhr: Das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (CNCS) in Portugal erklärte dem öffentlichen Sender RTP zufolge, dass bisher keine Anzeichen vorliegen, die auf einen Cyberangriff als Ursache des Stromausfalls in Portugal, Spanien, Andorra und Frankreich hindeuten.

Massiver Stromausfall legt Spanien und Portugal lahm: EU schaltet sich bei Suche nach Ursache ein

Update vom 28. April, 15 Uhr: Die spanische Regierung hat angesichts der Lage nach dem massiven Stromausfall auf der iberischen Halbinsel den Nationalen Sicherheitsrat einberufen. Nach Angaben der EU-Kommission habe sich nun auch Brüssel bei der Suche nach den Ursachen eingeschaltet. Die Kommission sei im Kontakt mit den Behörden in Spanien und Portugal, „um die Ursache und die Auswirkungen der Situation zu verstehen“, teilte eine Sprecherin in Brüssel am Montag mit.

Die EU-Kommission verwies auf ein EU-weit koordiniertes Vorgehen, um das Stromnetz wieder zum Laufen zu bringen. „Alle Pläne zur Wiederherstellung der Energieversorgung wurden aktiviert – in Zusammenarbeit mit den europäischen Energieproduzenten und Betreibern“, erklärte auch der portugiesische Betreiber REN.

Update vom 28. April, 14.51 Uhr: Während die Ursachen für den Stromausfall noch nicht klar sind, ist nun zumindest ein Ende in Sicht. Es dürfte jedoch Stunden dauern. Eduardo Prieto, Betriebsleiter des Netzbetreibers Red Eléctrica, sagte, dass es zwischen sechs und zehn Stunden dauern könnte, bis die Stromversorgung wieder vollständig hergestellt ist, berichten spanische Medien.

Über die Ursache des Vorfalls könne weiter nur gemutmaßt werden. Es seien jedoch „Schwankungen der Stromflüsse in den Netzen“ registriert worden, die zum „Zusammenbruch des spanischen Stromsystems“ geführt hätten, wird Prieto von El País zitiert.

Stromausfall legt weite Teile Spaniens und Portugals lahm: Madrid aktiviert Notfallplan

Update vom 28. April, 14.45 Uhr: Nicht nur in den Stadtzentren Spaniens und Portugals kommt es aufgrund des Stromausfalls zu chaotischen Zuständen. Auch der Zugverkehr kam dem staatlichen Bahnunternehmen Renfe zufolge in ganz Spanien zum Erliegen.

Update vom 28. April, 14.30 Uhr: Die Auswirkungen des massiven Stromausfalls auf der iberischen Halbinsel dauern weiter an. Wie El País berichtet, hat Spaniens Premierminister Pedro Sanchez eine Krisensitzung im Kontrollzentrum des Netzbetreibers Red Eléctrica einberufen. Die spanische Hauptstadt Madrid hat in der Zwischenzeit den zweiten von insgesamt drei Stufen des territorialen Notfallplans aktiviert. Auch in Portugal kommt der Ministerrat zu einer Sondersitzung zusammen, berichtet der Sender RTP.

Erstmeldung vom 28. April, 13.30 Uhr: Madrid – Ein großflächiger Stromausfall hat am Montag (28. April) weite Teile Spaniens und Portugals lahmgelegt. Seit etwa 12 Uhr mittags sind Millionen Bürger beider Länder von der Unterbrechung der Stromversorgung betroffen. Laut Medienberichten zählen auch Andorra und grenznahe Bereiche Frankreichs dazu.

Landesweiter Stromausfall in Spanien und Portugal: Auch Flugverkehr betroffen

Der Stromausfall betrifft nahezu die gesamte iberische Halbinsel, mit Ausnahme der spanischen Inseln (Kanaren und Balearen), berichtet die Tageszeitungen El País. Die Unterbrechung hat zu erheblichen Störungen in zahlreichen Bereichen geführt, darunter in der Infrastruktur und Kommunikationsnetzen, im Flug- und Zugverkehr, sowie Geschäften und Bürogebäuden, heißt es weiter. Ampeln seien großflächig ausgefallen. Videos in den sozialen Medien zeigen die Auswirkungen auf den Verkehr in der spanischen Hauptstadt Madrid.

Laut RTP News schaltete der portugiesische Flughafenbetreiber ANA die Notfallgeneratoren an. Auch in Krankenhäusern seien bereits Notfallgeneratoren in Betrieb, heißt es.

Die genaue Ursache des massiven Stromausfalls ist bislang unklar. Sowohl die spanische als auch die portugiesische Regierung haben technische Teams verschiedener Ministerien mit der Untersuchung beauftragt. Auch ein möglicher Cyberangriff wird von Regierungsseiten in Spanien und Portugal als mögliche Ursache genannt. Die portugiesische Netzgesellschaft REN bestätigte, dass es sich um einen landesweiten Ausfall handelt und man die Ursachen zu ermitteln versucht.

Massiver Stromausfall auf iberischer Halbinsel: „Wissen nicht, was passiert ist“

Red Eléctrica, das für das spanische Stromnetz verantwortliche öffentliche Unternehmen, meldete gegen 13.30 Uhr auf X (ehemals Twitter) , dass in den nördlichen und südlichen Regionen der Halbinsel allmählich wieder Spannung aufgebaut wird.

Der Stromausfall hat spanischen Medien zufolge die Produktion in zahlreichen Fabriken zum Erliegen gebracht. So stand beispielsweise im Ford-Werk in Almussafes die Produktion still. Ein Unternehmenssprecher berichtet El País zufolge: „Die Arbeiter sind verängstigt, sie wissen nicht, was passiert ist.“ Den ganzen Tag über geschlossen bleiben auch öffentliche Einrichtungen, darunter das berühmte Museo del Prado, wie das Museum auf X bekanntgab.

Die spanische Börse (BME) bestätigt hingegen, dass sie normal operiert und es zu keinem Zeitpunkt Unterbrechungen im Börsenhandel gab. Die spanische Wertpapieraufsichtsbehörde (CNMV) teilt mit, dass „die Marktinfrastrukturen normal funktionieren“, obwohl einige Finanzinstitute möglicherweise Verbindungsprobleme haben, die den normalen Betrieb für ihre Kunden beeinträchtigen.

Rubriklistenbild: © Emilio Morenatti/dpa

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