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Konklave-Ticker

Konklave im Vatikan: Experte erklärt, warum der neue Papst Franziskus‘ Kurs fortsetzen wird

Nach der Beerdigung von Papst Franziskus ist vor dem Konklave. Ein Kardinal gibt eine erste Einschätzung, wie lange es dauert, bis ein neuer Papst gewählt ist.

Update vom 30. April 2025, 16.58 Uhr: Nach dem Tod von Papst Franziskus wird im Mai ein Konklave abgehalten und ein neuer Papst wird das Amt des Papstes antreten. Zwar weht bald ein frischer Wind im Vatikan, doch laut eines Experten ändert sich wohl trotzdem kaum etwas am derzeitigen Kurs. Der Kirchenhistoriker Jörg Ernesti hält es für sehr unwahrscheinlich, dass ein konservativer Hardliner zum nächsten Papst gewählt wird. Diese Einschätzung teilte der Professor für Kirchengeschichte an der Universität Augsburg der Wochenzeitung der Zeit mit. „Ich sehe keine Anzeichen für eine Konterrevolution.“

Franziskus-Nachfolge: Die Favoriten unter den Papst-Kandidaten – Deutscher mischt mit

Papst Franziskus ist tot. Das College of Cardinals Report listet laufend die Favoriten bei einer möglichen Papst-Wahl, dem sogenannten Konklave. Kardinäle mit Chancen auf den Heiligen Stuhl werden als „Papabili“ (lt. wörtlich: papstfähig) bezeichnet. Wir stellen die aktuellen Favoriten in unserer Fotostrecke vor.
Nach Papst Franziskus Tod muss ein neuer Papst gewählt werden. Das College of Cardinals Report listet laufend die Favoriten bei einer möglichen Papst-Wahl, dem sogenannten Konklave. Kardinäle mit Chancen auf den Heiligen Stuhl werden als „Papabili“ (lt. wörtlich: papstfähig) bezeichnet. Wir stellen die aktuellen Favoriten in unserer Fotostrecke vor. © Alessandra Tarantino/picture alliance/dpa
Der allerletzte Blick auf Papst Franziskus am Samstag (26. April) gegen 0.30 Uhr: Zeremonienmeister und Erzbischof Diego Giovanni Ravelli bedeckt das Gesicht des verstorbenen Papstes mit einem Seidentuch, bevor er seinen Sarg im Petersdom im Vatikan schließt.
Der allerletzte Blick auf Papst Franziskus am Samstag (26. April) gegen 0.30 Uhr: Zeremonienmeister und Erzbischof Diego Giovanni Ravelli bedeckt das Gesicht des verstorbenen Papstes mit einem Seidentuch, bevor er seinen Sarg im Petersdom im Vatikan schließt. © picture alliance/dpa/Vatican Media
Papst Franziskus gestorben - Vatikan
Für die Trauerfeier werden Hunderttausende Besucher erwartet. © Michael Kappeler/dpa
Die „Papabili“ 2025: Wer hat Chancen auf die Nachfolge von Papst Franziskus?
Die „Papabili“ 2025: Wer hat Chancen auf die Nachfolge von Papst Franziskus? © Giuseppe Giglia/Attila Kovacs/picture alliance/MTI/dpa/ABACAPRESS/Imago
Kardinal Peter Kodwo Appiah Turkson aus Ghana gilt als einer der Favoriten auf die Papst-Nachfolge.
Kardinal Peter Kodwo Appiah Turkson aus Ghana gilt als einer der Favoriten auf die Papst-Nachfolge. © MASSIMILIANO MIGLIORATO/CPP / via www.imago-images.de
Angelo Scola (l.): Wird er der Nachfolger von Papst Franziskus?
Angelo Scola (l.): Wird er der Nachfolger von Papst Franziskus? © imago stock&people
Kardinal Angelo Bagnasco: Geboren am 14. Januar 1943 in Italien, emeritierter Erzbischof von Genua.
Kardinal Angelo Bagnasco: Geboren am 14. Januar 1943 in Italien, emeritierter Erzbischof von Genua. © Angelo Carconi/picture alliance/dpa
Bagnasco war eigentlich schon im Ruhestand, wurde 2021 aber vom Vatikan zurückgeholt, um Missbrauchsvorwürfe gegen einen hochrangigen Geistlichen zu untersuchen. Er gilt als konservativer Vertreter des klassischen Papsttums – hier hilft ihm auch seine italienische Herkunft. Er wäre ein Kandidat, der Ruhe in die katholische Kirche bringen könnte, nach den bewegten Franziskus-Jahren.
Bagnasco war eigentlich schon im Ruhestand, wurde 2021 aber vom Vatikan zurückgeholt, um Missbrauchsvorwürfe gegen einen hochrangigen Geistlichen zu untersuchen. Er gilt als konservativer Vertreter des klassischen Papsttums – hier hilft ihm auch seine italienische Herkunft. Er wäre ein Kandidat, der Ruhe in die katholische Kirche bringen könnte, nach den bewegten Franziskus-Jahren. © Luca Zennaro/picture alliance/dpa
Kardinal Matteo Maria Zuppi: Geboren am 11. Oktober 1955 in Italien, Erzbischof von Bologna.
Kardinal Matteo Maria Zuppi: Geboren am 11. Oktober 1955 in Italien, Erzbischof von Bologna. © Stefano Spaziani/picture alliance/dpa
Zuppi ist Präsident der italienischen Bischofskonferenz CEI und damit eigentlich schon automatisch unter den Favoriten. Diplomatisches Geschick konnte er schon mehrfach beweisen, ist aktuell Sondergesandter des Papstes für Frieden in der Ukraine.
Zuppi ist Präsident der italienischen Bischofskonferenz CEI und damit eigentlich schon automatisch unter den Favoriten. Diplomatisches Geschick konnte er schon mehrfach beweisen, ist aktuell Sondergesandter des Papstes für Frieden in der Ukraine. © Italy Photo Press/Imago
Kardinal Robert Sarah: Geboren am 15. Juni 1945 in Guinea, emeritierter Präfekt der Kongregation für Gottesdienst und die Sakramentanordnung.
Kardinal Robert Sarah: Geboren am 15. Juni 1945 in Guinea, emeritierter Präfekt der Kongregation für Gottesdienst und die Sakramentanordnung. © Giuseppe Giglia/picture alliance/dpa
Sarah wurde einst vom damaligen deutschen Papst Benedikt XVI. zum Kardinal ernannt. Bereits nach dem Rücktritt von Joseph Ratzinger galt er als „Papabile“. Ein Papst vom afrikanischen Kontinent wäre ein Novum für die katholische Kirche. Seine Chancen bei Anhängern von Franziskus könnte schmälern, dass er im Januar scharfe Kritik an der von Franziskus unterstützen Segnungen homosexueller Gläubiger geäußert hatte. Damals wurden sogar Rufe laut, er solle seinen Kardinalshut abgeben.
Sarah wurde einst vom damaligen deutschen Papst Benedikt XVI. zum Kardinal ernannt. Bereits nach dem Rücktritt von Joseph Ratzinger galt er als „Papabile“. Ein Papst vom afrikanischen Kontinent wäre ein Novum für die katholische Kirche. Seine Chancen bei Anhängern von Franziskus dürfte schmälern, dass er im Januar scharfe Kritik an der von Franziskus unterstützen Segnungen homosexueller Gläubiger geäußert hatte. Damals wurden sogar Rufe laut, er solle seinen Kardinalshut abgeben.  © Giuseppe Giglia/picture alliance/dpa
Kardinal Luis Antonio Gokim Tagle: Geboren am 21. Juni 1957 auf den Philippinen, Pro-Präfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung.
Kardinal Luis Antonio Gokim Tagle: Geboren am 21. Juni 1957 auf den Philippinen, Pro-Präfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung. © Mark R. Cristino/picture alliance/dpa
Einen Papst aus dem Fernen Osten gab es im Vatikan bislang ebenfalls noch nicht. Der katholische Glaube ist im südostasiatischen Raum allerdings weit verbreitet. Auch Tagle galt bei dem Konklave 2013 bereits als Mit-Favorit. Damals wurde letztendlich Franziskus zum Papst ernannt, der Beziehung zwischen Tagle und ihm schadete das aber nicht. Tagle gilt als einer der einflussreichsten Männer unter dem aktuellen Papst und als einer der Nicht-Italiener mit den größten Chancen auf dessen Nachfolge.
Einen Papst aus dem Fernen Osten gab es im Vatikan bislang ebenfalls noch nicht. Der katholische Glaube ist im südostasiatischen Raum allerdings weit verbreitet. Auch Tagle galt bei dem Konklave 2013 bereits als Mit-Favorit. Damals wurde letztendlich Franziskus zum Papst ernannt, der Beziehung zwischen Tagle und ihm schadete das aber nicht. Tagle gilt als einer der einflussreichsten Männer unter dem aktuellen Papst und als einer der Nicht-Italiener mit den größten Chancen auf dessen Nachfolge. © Ettore Ferrari/picture alliance/dpa
Kardinal Malcolm Ranjith: Geboren am 15. November 1947 in Sri Lanka, Metropolitanbischof von Colombo.
Kardinal Malcolm Ranjith: Geboren am 15. November 1947 in Sri Lanka, Metropolitanbischof von Colombo. © L'osservatore Romano
Ranjith gilt als Verfechter traditioneller Werte. 2024 positionierte er sich deutlich gegen die Einführung zweier Gesetzentwürfe zur Unterstützung gleichgeschlechtlicher Ehen in Sri Lanka. Im Oktober verbot er Priestern, den Altardienst zu erlauben. Sein Werdegang spielte sich trotz seiner Herkunft weitestgehend in Rom ab: Ranjith studierte an der Päpstlichen Universität Urbania und machte seinen Abschluss am Päpstlichen Bibelinstitut. 1975 wurde er von Papst Paul VI. in Rom zum Priester geweiht.
Ranjith gilt als Verfechter traditioneller Werte. 2024 positionierte er sich deutlich gegen die Einführung zweier Gesetzentwürfe zur Unterstützung gleichgeschlechtlicher Ehen in Sri Lanka. Im Oktober verbot er Priestern, den Altardienst zu erlauben. Sein Werdegang spielte sich trotz seiner Herkunft weitestgehend in Rom ab: Ranjith studierte an der Päpstlichen Universität Urbania und machte seinen Abschluss am Päpstlichen Bibelinstitut. 1975 wurde er von Papst Paul VI. in Rom zum Priester geweiht. © Gemunu Amarasinghe/picture alliance/dpa
Kardinal Pietro Parolin: Geboren am 17. Januar 1955 in Italien, Staatssekretär des Vatikan.
Kardinal Pietro Parolin: Geboren am 17. Januar 1955 in Italien, Staatssekretär des Vatikan. © Paulo Cunha/picture alliance/dpa
Während Franziskus‘ Aufenthalt im Krankenhaus kristallisierte sich Parolin als einer der wichtigsten Männer im Vatikan heraus. Er soll im Besitz einer „bedingten Rücktrittserklärung“ des Papstes gewesen sein, könnte demnach den Heiligen Stuhl als vakant erklären, sollte Franziskus länger krank bleiben. Weil sowohl Kardinalsdekan Giovanni Battista Re (91) als auch Vizedekan Leonardo Sandri (81) die Altersgrenze von 80 Jahren bereits überschritten haben, würde Parolin als ältester Kardinalbischof auch den Konklave leiten.
Während Franziskus‘ Aufenthalt im Krankenhaus kristallisierte sich Parolin als einer der wichtigsten Männer im Vatikan heraus. Er soll im Besitz einer „bedingten Rücktrittserklärung“ des Papstes gewesen sein. Weil sowohl Kardinalsdekan Giovanni Battista Re (91) als auch Vizedekan Leonardo Sandri (81) die Altersgrenze von 80 Jahren bereits überschritten haben, würde Parolin als ältester Kardinalbischof auch das Konklave leiten. © Evandro Inetti/picture alliance/dpa
Kardinal Pierbattista Pizzaballa: Geboren am 21. April 1965 in Italien, Lateinischer Patriarch von Jerusalem.
Kardinal Pierbattista Pizzaballa: Geboren am 21. April 1965 in Italien, Lateinischer Patriarch von Jerusalem.  © Nasser Nasser/picture alliance/dpa
Pizzaballa gilt als geschickter Diplomat im politisch so angespannten Nahen Osten, sein Stil als unkonventionell. Er steht im Dialog mit jüdischen, islamischen sowie christlich-orthodoxen Religionsführern. Das könnte bei einem Konklave für ihn zum Vorteil werden.
Pizzaballa gilt als geschickter Diplomat im politisch so angespannten Nahen Osten, sein Stil als unkonventionell. Er steht im Dialog mit jüdischen, islamischen sowie christlich-orthodoxen Religionsführern. Das könnte bei einem Konklave für ihn zum Vorteil werden. © Ilia Yefimovich/picture alliance/dpa
Kardinal Peter Erdö: Geboren am 25. Juni 1952 in Ungarn, Metropolitanbischof von Esztergom-Budapest.
Kardinal Peter Erdö: Geboren am 25. Juni 1952 in Ungarn, Metropolitanbischof von Esztergom-Budapest. © Rolf Vennenbernd/picture alliance/dpa
Bei Konservativen, die auf eine Abkehr von Franziskus‘ progressivem Kurs hoffen, dürfte Erdö beste Chancen haben. Der Präsident des Rates der Europäischen Bischofskonferenz gilt als durch und durch traditionell, steht der Orthodoxie auch aufgrund seiner Herkunft nahe. 2005 war Erdö übrigens der jüngste Kardinal im Konklave nach dem Tod von Johannes Paul II.
Bei Konservativen, die auf eine Abkehr von Franziskus‘ progressivem Kurs hoffen, dürfte Erdö beste Chancen haben. Der Präsident des Rates der Europäischen Bischofskonferenz gilt als durch und durch traditionell, steht der Orthodoxie auch aufgrund seiner Herkunft nahe. 2005 war Erdö übrigens der jüngste Kardinal im Konklave nach dem Tod von Johannes Paul II. © Attila Kovacs/picture alliance/dpa
Kardinal Willem Eijk: Geboren am 22. Juni 1953 in den Niederlanden, Metropolitanbischof von Utrecht.
Kardinal Willem Eijk: Geboren am 22. Juni 1953 in den Niederlanden, Metropolitanbischof von Utrecht. © Maurizio Brambatti/picture alliance/dpa
Eijk (Mitte) ist kein Freund von Reformen. Im Herbst 2024 sagt er der Zeitschrift Communio, die Weltkirche müsse von den Irrtümern der niederländischen Kirche lernen, die mit liberalen Positionierungen keinen Erfolg gehabt hatte.
Eijk (Mitte) ist kein Freund von Reformen. Im Herbst 2024 sagt er der Zeitschrift Communio, die Weltkirche müsse von den Irrtümern der niederländischen Kirche lernen, die mit liberalen Positionierungen keinen Erfolg gehabt hatte.  © Thomas Frey/picture alliance/dpa
Kardinal Anders Arborelius: Geboren am 24. September 1949 in der Schweiz, Bischof von Stockholm.
Kardinal Anders Arborelius: Geboren am 24. September 1949 in der Schweiz, Bischof von Stockholm. © Osservatore Romano
Arborelius ist der erste Schwede, der zum Kardinal erhoben wurde – 2017 von Papst Franziskus. Er gilt als besonnener Mensch und als gleichermaßen beliebt unter Konservativen wie Progressiven. Außergewöhnlich: Im schwedischen Lund ist er als Lutheraner aufgewachsen, konvertierte im Alter von 20 Jahren zum Katholizismus.
Arborelius ist der erste Schwede, der zum Kardinal erhoben wurde – 2017 von Papst Franziskus. Er gilt als besonnener Mensch und als gleichermaßen beliebt unter Konservativen wie Progressiven. Außergewöhnlich: Im schwedischen Lund ist er als Lutheraner aufgewachsen, konvertierte im Alter von 20 Jahren zum Katholizismus. © Marius Becker/picture alliance/dpa
Kardinal Charles Maung Bo: Geboren am 29. Oktober 1948 in Myanmar, Erzbischof von Yangon.
Kardinal Charles Maung Bo: Geboren am 29. Oktober 1948 in Myanmar, Erzbischof von Yangon. © L‘Osservatore Romano/picture alliance/dpa
Als Präsident der Föderation der Asiatischen Bischofskonferenzen hat Bo großen Einfluss. Außerdem ist er Vizepräsident von „Religions für Peace“, eine NGO mit dem Ziel, durch interreligiösen Dialog Friedensarbeit zu leisten. Krisenfestigkeit muss Bo seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs 2021 in Myanmar beweisen. Zehntausende kamen bei Kämpfen ums Leben, Millionen Menschen wurden aus dem Land vertrieben.
Als Präsident der Föderation der Asiatischen Bischofskonferenzen hat Bo großen Einfluss. Außerdem ist er Vizepräsident von „Religions für Peace“, eine NGO mit dem Ziel, durch interreligiösen Dialog Friedensarbeit zu leisten. Krisenfestigkeit muss Bo seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs 2021 in Myanmar beweisen. Zehntausende kamen bei Kämpfen ums Leben, Millionen Menschen wurden aus dem Land vertrieben. © Jay Rommel Labra/picture alliance/dpa
Kardinal Jean-Marc Aveline: Geboren am 26. Dezember 1958 in Algerien, Metropolitanbischof von Marseille.
Kardinal Jean-Marc Aveline: Geboren am 26. Dezember 1958 in Algerien, Metropolitanbischof von Marseille. © Denis Thaust / SOPA Images/Imago
Aveline gilt als Vertrauter von Papst Franziskus, wurde von ihm 2019 zum Erzbischof von Marseille und 2022 zum Kardinal ernannt. Angesehen ist Aveline auch außerhalb der geistlichen Welt, Marseilles Bürgermeister Benoît Payan beschrieb ihn in einem Interview mit der Zeitung L‘Obs als „Mann von überragender Intelligenz“. Bei kritischen Kirchenthemen wie der Ordination von Frauen oder Zweifeln am Zölibat hielt sich Aveline in der Vergangenheit eher bedeckt. Damit hat er sich wenig positioniert, aber eben auch keine Feinde gemacht.
Aveline galt als Vertrauter von Papst Franziskus, wurde von ihm 2019 zum Erzbischof von Marseille und 2022 zum Kardinal ernannt. Angesehen ist Aveline auch außerhalb der geistlichen Welt, Marseilles Bürgermeister Benoît Payan beschrieb ihn in einem Interview mit der Zeitung L‘Obs als „Mann von überragender Intelligenz“. Bei kritischen Kirchenthemen wie der Ordination von Frauen oder Zweifeln am Zölibat hielt sich Aveline in der Vergangenheit eher bedeckt. Damit hat er sich wenig positioniert, aber eben auch keine Feinde gemacht. © Coust Laurent/ABACA/Imago
Kardinal Gerhard Ludwig Müller: Geboren am 31. Dezember 1947 in Deutschland, Emeritierter Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre.
Kardinal Gerhard Ludwig Müller: Geboren am 31. Dezember 1947 in Deutschland, Emeritierter Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre. © Vandeville Eric/ABACA/Imago
Ein Kardinal aus Deutschland, genauer aus Mainz, hat es immerhin in die erweiterte „Papabili“-Liste des College of Cardinals Report geschafft. Der ehemalige Bischof von Regensburg gilt als intelligent und bodenständig und wird vor allem als versierter Theologe geschätzt. Generell haben deutsche Geistliche seit dem Amtsende von Papst Benedikt XVI. allerdings an Einfluss im Vatikan verloren.
Ein Kardinal aus Deutschland, genauer aus Mainz, hat es immerhin in die erweiterte „Papabili“-Liste des College of Cardinals Report geschafft. Der ehemalige Bischof von Regensburg gilt als intelligent und bodenständig und wird vor allem als versierter Theologe geschätzt. Generell haben deutsche Geistliche seit dem Amtsende von Papst Benedikt XVI. allerdings an Einfluss im Vatikan verloren.  © Vandeville Eric/ABACA/Imago

Von den 135 Kardinälen mit Wahlrecht seien 108 vom verstorbenen Papst Franziskus ernannt worden. „Und natürlich ist ein Kardinal immer dem Papst verpflichtet, der ihn erhoben hat.“ Franziskus habe zudem viele unerwartete Kandidaten zu Kardinälen gemacht, „die sich ihm und seiner Linie noch mehr verpflichtet fühlen werden“, betonte Ernesti. Seit 1800 habe kein Papst ein Konklave im Vorfeld so stark beeinflusst.

Ein Kampf um die Macht im Vatikan wird nach dem Tod von Papst Franziskus wohl nicht entbrennen. (Symbolbild)

Konklave im Mai: Künfiger Papst steht schon vor Amtsantritt vor Herausforderungen

Update vom 30. April 2025, 9.45 Uhr: Der liberale Kurs von Papst Franziskus stieß auf Kritik bei Konservativen. Nach seinem Tod stellt sich bei seinem Nachfolger die Frage: Wird er diesen Weg fortsetzen oder die katholische Kirche in eine andere Richtung führen? Experten vermuten, dass das zukünftige Kirchenoberhaupt eigene Schwerpunkte setzen und einen individuellen Stil entwickeln wird.

Franziskus gilt als reformfreudiger Papst. Er hob das päpstliche Schweigegebot bei sexuellem Missbrauch auf, führte institutionelle Reformen durch, beschränkte die Nutzung der lateinischen Messe und ermöglichte die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare. Dennoch habe der Argentinier die grundlegenden Lehren nicht verändert, so die Einschätzung von Fachleuten laut AFP. „Ob es um Abtreibung, Sterbehilfe, die Ehe für Priester, die Ordination von Frauen oder Homosexualität geht, also traditionelle konservative Glaubensgrundsätze, da hat Franziskus nichts geändert“, erklärt François Mabille, der die geopolitische Beobachtungsstelle für Religion leitet.

Der kommende Papst wird sich mit bedeutenden Herausforderungen auseinandersetzen müssen, die die katholische Kirche betreffen. Dazu gehören die Rolle der Frau und die fortwährenden Enthüllungen über sexuellen Missbrauch durch Geistliche. In Europa sieht sich die Kirche zudem mit einem Mangel an Priestern und schrumpfenden Gemeinden konfrontiert.

Konklave am 7. Mai: Millionen Zuschauer verfolgten Beerdigung von Franziskus

Update vom 30. April, 7.37 Uhr: Die Beisetzung von Papst Franziskus war das Großereignis im Frühjahr dieses Jahres und das nächste wird mit dem Konklave ab dem 7. Mai folgen. Franziskus war an Ostern im Alter von 88 Jahren gestorben. Wie die Katholische Nachrichtenagentur (KNA) unter Berufung auf eine YouGov-Umfrage berichtet, haben 24 Prozent, also etwa jeder Vierte, die Trauerfeier in Rom im TV verfolgt – zumindest Teile davon.

Die ARD dominierte bei der Übertragung der Papst-Beerdigung mit beeindruckenden Zahlen: Ganze 2,11 Millionen Zuschauer verfolgten die Zeremonie, was einem Marktanteil von 28,1 Prozent beim Gesamtpublikum entsprach. Auch beim jüngeren Publikum punktete das Erste mit starken 22,2 Prozent, wie dwdl.de berichtet. 

Nur wenige planen demnach allerdings, in den nächsten zwölf Monaten nach Rom zu reisen, um dort die Grabstätte des Pontifex in der Kirche Santa Maria Maggiore zu besuchen. Sieben Prozent der Befragten erklärten, dass es für sie eher oder sehr wahrscheinlich sei. 90 Prozent haben allerdings keinerlei Pläne für einen Besuch.

Papst-Beerdigung in Rom: Trump trägt blau, Selenskyj im Anzug

Mit schwarzem Kopftuch: Melania Trump mit ihrem Mann, US-Präsident Donald Trump, bei der Trauerfeier zum Begräbnis von Papst Franziskus im Vatikan. Die First Lady der USA feierte an dem Tag auch ihren 55. Geburtstag.
Mit schwarzem Kopftuch: Melania Trump mit ihrem Mann, US-Präsident Donald Trump, bei der Trauerfeier zum Begräbnis von Papst Franziskus im Vatikan. Die First Lady der USA feierte an dem Tag auch ihren 55. Geburtstag.  © IMAGO/Markus Ulmer
Die italienische Regierungschefin Georgia Meloni mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Samstag beim Papst-Begräbnis in Rom.
Die italienische Regierungschefin Georgia Meloni mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Samstag beim Papst-Begräbnis in Rom. © Handout / UKRAINIAN PRESIDENTIAL PRESS SERVICE / AFP
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mit Ehefrau Brigitte Macron bei der Trauerfeier für Papst Franziskus in Rom.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mit Ehefrau Brigitte Macron bei der Trauerfeier für Papst Franziskus in Rom. © IMAGO/Anna Maria Tinghino
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und die ukrainische First Lady Olena Selenska bei der Trauermesse für den verstorbenen Papst Franziskus auf dem Petersplatz.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und die ukrainische First Lady Olena Selenska bei der Trauermesse für den verstorbenen Papst Franziskus auf dem Petersplatz. © Michael Kappeler/dpa
Der ungarische Staatschef Viktor Orban mit Ehefrau Aniko Levai bei der Trauermesse für den verstorbenen Papst Franziskus auf dem Petersplatz.
Der ungarische Staatschef Viktor Orban mit Ehefrau Aniko Levai bei der Trauermesse für den verstorbenen Papst Franziskus auf dem Petersplatz.  © IMAGO/Anna Maria Tinghino
Donald Trump (l.) neben seiner Frau Melania sowie König Felipe VI. (2.v.r.) und Königin Letizia (r.) auf der Trauerfeier für Papst Franziskus in Rom. Auffällig war, dass Trump fast der einzige war, der anstatt eines schwarzen einen dunkelblauen Anzug trug.
Donald Trump (l.) neben seiner Frau Melania sowie König Felipe VI. (2.v.r.) und Königin Letizia (r.) auf der Trauerfeier für Papst Franziskus in Rom. Auffällig war, dass Trump fast der einzige war, der anstatt eines schwarzen einen dunkelblauen Anzug trug.  © IMAGO/Markus Ulmer
Der britische Premier Keir Starmer mit Ehefrau Victoria Starmer bei der Trauermesse für den verstorbenen Papst Franziskus auf dem Petersplatz.
Der britische Premier Keir Starmer mit Ehefrau Victoria Starmer bei der Trauermesse für den verstorbenen Papst Franziskus auf dem Petersplatz.  © IMAGO/Anna Maria Tinghino
Der ehemalige US-Präsident Joe Biden mit Ehefrau Jill Biden bei der Trauermesse für den verstorbenen Papst Franziskus auf dem Petersplatz.
Der ehemalige US-Präsident Joe Biden mit Ehefrau Jill Biden bei der Trauermesse für den verstorbenen Papst Franziskus auf dem Petersplatz.  © IMAGO/Anna Maria Tinghino
Karina Milei mit ihrem Bruder Javier Milei, Staatschef von Argentinien, bei der Trauermesse für den verstorbenen Papst Franziskus auf dem Petersplatz.
Karina Milei mit ihrem Bruder Javier Milei, Staatschef von Argentinien, bei der Trauermesse für den verstorbenen Papst Franziskus auf dem Petersplatz.  © IMAGO/Anna Maria Tinghino
Prinz William von Wales (Mitte) und Bundeskanzler Olaf Scholz (r.) bei der Trauerfeier für den verstorbenen Papst Franziskus auf dem Petersplatz in Rom.
Prinz William von Wales (Mitte) und Bundeskanzler Olaf Scholz (r.) bei der Trauerfeier für den verstorbenen Papst Franziskus auf dem Petersplatz in Rom. © IMAGO/Markus Ulmer
US-Präsident Donald Trump (r.) und der finnische Präsident Alexander Stubb unterhalten sich bei der Trauermesse für den verstorbenen Papst Franziskus auf dem Petersplatz.
US-Präsident Donald Trump (r.) und der finnische Präsident Alexander Stubb unterhalten sich bei der Trauermesse für den verstorbenen Papst Franziskus auf dem Petersplatz.  © Michael Kappeler/dpa
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (l.) kommt an auf dem Petersplatz. Auch sie wohnt dem Trauergottesdienst für Papst Franziskus in Rom bei.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (l.) kommt an auf dem Petersplatz. Auch sie wohnt dem Trauergottesdienst für Papst Franziskus in Rom bei.  © Filippo Monteforte/AFP
Aus Deutschland zu Gast bei der Papst-Beerdigung (v.l.): Anke Rehlinger (SPD), Ministerpräsidentin des Saarlands, Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU), Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), sowie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (2.v.r.) und Ehefrau Elke Büdenbender.
Aus Deutschland zu Gast bei der Papst-Beerdigung (v.l.): Anke Rehlinger (SPD), Ministerpräsidentin des Saarlands, Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU), Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), sowie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (2.v.r.) und Ehefrau Elke Büdenbender.  © Michael Kappeler/dpa
Papst Franziskus hält den Hirtenstab, als er nach einer Messe im Petersdom im Vatikan anlässlich des Dreikönigstages. Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche starb nach Angaben des Vatikans am Ostermontag im Alter von 88 Jahren.
Papst Franziskus ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche starb nach Angaben des Vatikans am Ostermontag. Während seiner Amtszeit hatte er so manchen namhaften Politiker zu Gast. Wer alles seine Trauer bekundete, und wer sein Kommen zum Begräbnis bestätigte, zeigen die folgenden Fotos.  © Andrew Medichini/picture alliance/dpa/AP
macron-frankreich-ukraine
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat seine Teilnahme an der Beisetzung des Papstes angekündigt. Entschlossen erklärte er: „Wir werden bei der Beerdigung des Papstes sein, wie es sich gehört.“ © LUDOVIC MARIN/AFP
Bundeskanzler Scholz zu Besuch beim Papst in Rom
Noch-Bundeskanzler Olaf Scholz wird gemeinsam mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach Rom reisen. Der konfessionslose Politiker traf im März 2024 auf den Pontifex, und überreichte ihm damals den offiziellen Ball der Heim-EM, sowie eine Porzellanfigur. Scholz erhielt von Franziskus eine Bronzeskulptur mit dem Titel „Soziale Liebe“.  © --/Vatican Media/dpa
Friedrich Merz
Ebenfalls nicht an der Beisetzung teilnehmen, wird der kommende Bundeskanzler Friedrich Merz. In Bezug auf den Papst schreibt er „Franziskus wird in Erinnerung bleiben für seinen unermüdlichen Einsatz für die Schwächsten der Gesellschaft, für Gerechtigkeit und Versöhnung“, so Merz. © Boris Roessler/dpa
Vor der Präsidentenwahl in Argentinien
Javier Milei, der Präsident von Franziskus‘ Heimatland Argentinien, reist zum Gottesdienst. Zuvor lagen Papst und Präsident im Streit. Vor seinem Amtsantritt bezeichnete Milei, Franziskus als „Vertreter des Bösen auf Erden“. Die Nachricht über den Tod des Pontifex ließ auch Milei versöhnliche Töne anschlagen. Er zeigte sich betrübt über den Verlust und lobte die Güte und Weisheit von Franziskus. © Natacha Pisarenko/AP/dpa
US-Präsident Barack Obama, links, trifft sich mit Papst Franziskus am 27. März 2014 im Vatikan. Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche starb laut Vatikan am Ostermontag im Alter von 88 Jahren.
US-Präsident Barack Obama traf Papst Franziskus bereits 2014 im Vatikan. Gemeinsam mit Frau Michelle würdigte er Franziskus als „unscheinbaren Anführer, der uns dazu brachte, bessere Menschen sein zu wollen.“  © Pablo Martinez Monsivais/ picture alliance/dpa/AP
Massud Peseschkian, Präsident des Iran
Auch Massud Peseschkian, Präsident des Iran, hat seine Kondolenzbotschaft übermittelt: „Papst Franziskus hat sein Leben der Förderung der Lehren Christi von Frieden, Gerechtigkeit, Freiheit und interreligiösem Dialog gewidmet.“  © Atta Kenare/AFP
US-Vizepräsident Vance beim Papst im Vatikan
US-Vizepräsident Vance traf sich noch am Ostersonntag mit Papst Franziskus. Er schreibt nun: „Mein Mitgefühl gilt den Millionen von Christen in der ganzen Welt, die ihn geliebt haben. Ich […] werde mich immer an die Predigt erinnern, die er in den ersten Tagen von Covid gehalten hat. Sie war wirklich sehr schön.“ Ob Trumps Vize zur Beisetzung erscheint, steht noch aus.  © Vatican Media/Vatican Media/AP/dpa
Bayern, München: Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident (CSU), hängt ein Kreuz im Eingangsbereich der bayerischen Staatskanzlei auf. (zu dpa „Das war 2018 - ein bayerischer Rückblick“ vom 28.12.2018) Foto: Peter Kneffel/dpa
Auch der bayrische Ministerpräsident Markus Söder, bekundete seine Trauer für Papst Franziskus. „Ein großer Mahner für Frieden und Versöhnung ist von uns gegangen. Ausgerechnet an Ostern – einer ganz besonderen Zeit im Zeichen des Abschieds, der Trauer und der Auferstehung“ so schreibt der gläubige Protestant auf X. (Archivbild)  © Peter Kneffel/ picture alliance/ dpa
Papst empfängt König Charles und Königin Camilla im Vatikan
Im April empfing der Papst König Charles und Königin Camilla. In einem offenen Brief würdigten sie schweren Herzens seinen unermüdlichen Einsatz für die Menschen und sein Mitgefühl. Der König erklärte, sie seien zwar „tief betrübt“, doch ihre Trauer sei „etwas gelindert“ worden. Der Papst konnte am Sonntag, bevor er im Alter von 88 Jahren starb, noch einen Ostergruß an die Welt richten. © -/Vatican Media/dpa
Papst Franziskus
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte den Papst als einen „Mann des Friedens“. Er kündigte sein Kommen zur Beisetzung im Vatikan an. Dort wird er voraussichtlich unter anderem mit Olaf Scholz und Ursula von der Leyen teilnehmen. Steinmeier schloss seinen Brief, mit den Worten: „Wir alle können dankbar sein für Franziskus und sein segensreiches Wirken“. © Evandro Inetti/ZUMA Wire/dpa
Der russische Präsident Wladimir Putin und Papst Franziskus am 25. November 2013.
Bereits am 25. November 2013 trafen der russische Präsident Wladimir Putin und Papst Franziskus aufeinander. Nach Informationen des Spiegels werde Wladimir Putin nicht an der Beisetzung von Papst Franziskus teilnehmen – so Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Zur Beisetzung werden unter anderem Wolodymyr Selenskyj, Donald Trump und Ursula von der Leyen erwartet. © imago stock&people/xim.gs international
Julia Klöckner
Auch die frisch gewählte Bundestagspräsidentin Julia Klöckner versetzte der Tod des Pontifex in tiefe Trauer: „Papst Franziskus verstand es in einzigartiger Weise, Brücken zu bauen – zwischen Religionen, Kulturen und verfeindeten Parteien“, so die Katholikin von der CDU. © Kay Nietfeld/dpa
Papst Franziskus und Andrzej Duda in der Wawel Kathedrale in Krakau KRAKOW Papst Franziskus PREZYDEN 2016
Auch Polens rechtsnationaler Präsident, Andrzej Duda, kündigte sich bereits für die Bestattung am Samstag an. Er erklärte den Tag der Beisetzung außerdem zu einem Tag der nationalen Trauer Polens. Papst Franziskus und Andrzej Duda trafen sich 2016 in der Krakauer Wawel Kathedrale.  ©  IMAGO / newspix
Britischer Premierminister Keir Starmer
Der britische Premierminister Keir Starmer bekundete auf X seine Trauer. Er lobte dessen „unermüdlichen Einsatz für eine gerechtere Welt welcher ein bleibendes Vermächtnis hinterlassen wird.“ Weiter sprach der Premierminister sein aufrichtiges Beileid aus. Starmer kündigte sein Kommen für die Beisetzung am Samstag bereits an.  © Alastair Grant/AP POOL/AP/dpa
Chinas Außenamtssprecher Guo Jiakun
Einen Tag brauchte Peking, um auf den Tod des Papstes zu reagieren. Nach Informationen der Agentur KNA, sehe die kommunistische Führung Fortschritte in den Beziehungen zum Vatikan. Auch der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Guo Jiakun, drückte seine Anteilnahme aus. „China ist bereit, gemeinsam mit dem Vatikan die fortlaufende Verbesserung der chinesisch-vatikanischen Beziehungen zu fördern“. (Symbolbild)  © Johannes Neudecker/ picture alliance/dpa
US-Präsident Trump im Vatikan
US-Präsident Donald Trump kündigte sein Kommen zur Beisetzung am Samstag bereits an – auch seine Frau Melania soll dabei sein. Zuletzt befand sich Trump eher im Zwist mit dem Papst. Dieser hatte Trumps Migrationspolitik offen kritisiert. Seine Massenabschiebung „würde viele Männer und Frauen und ganze Familien“ verletzen.  © picture alliance / Alessandra Tarantino/AP Pool/dpa
Im Juni 2024 besuchte die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni Papst Franziskus. Sie betrauert dessen Ableben und erklärt dem Sender RAI: „Der Papst und ich hatten eine aktivere Beziehung, als es den Anschein hat. Sie ging weit über unsere jeweiligen institutionellen Rollen hinaus“.
Im Juni 2024 besuchte die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni Papst Franziskus. Sie betrauert dessen Ableben und erklärt dem Sender RAI: „Der Papst und ich hatten eine aktivere Beziehung, als es den Anschein hat. Sie ging weit über unsere jeweiligen institutionellen Rollen hinaus“. © IMAGO/Massimo Valicchia/ NurPhoto
Israels Präsident Isaac Herzog drückte öffentlich sein Bedauern aus und lobte Papst Franziskus als Mann des Friedens und des interreligiösen Dialogs.
Israels Präsident Isaac Herzog drückte öffentlich sein Bedauern aus und lobte Papst Franziskus als Mann des Friedens und des interreligiösen Dialogs. Die Beziehungen zwischen Israel und dem Papst hatten sich zuletzt angespannt. Franziskus wurde kritisiert, weil er Israel des Völkermords verdächtigt haben soll. In sozialen Netzwerken wird er als „Judenhasser“ oder „psychotisch“ bezeichnet. © Ilia Yefimovich/ picture alliance/dpa
Vatikanstadt, 18. Mai 2013 - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu Besuch bei Papst Franziskus im Vatikan
Auch Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel, selbst protestantische Pfarrerstochter, zeigte sich vom Tod des Papstes ergriffen: „Er wird mir als eine Persönlichkeit in Erinnerung bleiben, deren Handeln von der Liebe zu den Menschen geprägt war.“ erklärt sie. Merkel und Franziskus trafen sich im Jahr 2013 in Rom.  ©  IMAGO / xim.gs

Update vom 29. April, 14.08 Uhr: Nachdem das Datum für den Start des Konklaves mit dem 7. Mai bereits gestern festgelegt wurde, ist nun auch die genaue Uhrzeit bekannt. „Es wird am 7. Mai um 16.30 Uhr beginnen“, gab der Leiter des vatikanischen Pressebüros, Matteo Bruni, am Rande einer Medienkonferenz im Vatikan am Dienstagnachmittag mit. Zudem kündigte Bruni an, dass die offizielle Sprache bei der Wahl des neuen Papstes italienisch sein würde, wie die Tageszeitung Repubblica berichtete.

Update vom 29. April, 12.30 Uhr: In den Tagen vor dem Konklave kommen die wahlberechtigten Kardinäle mehrmals zu Generalkongregationen zusammen. Das eigentliche Konklave beginnt dann am 7. Mai. Wie lange die Papst-Wahl, die in der Regel mehrerer Durchgänge bedarf, dauert, ist noch nicht abzusehen. Einem der abstimmenden Kardinäle zufolge dürfte es jedoch nicht lange dauern, bis katholische Kirche ein neues Oberhaupt hat.

Laut Louis Raphael I. Sako wird das Konklave „kurz“ sein und „zwei oder drei Tage“ dauern. Das sagte der Kardinal von Bagdad versammelten Journalisten am Rande eines Treffens im Vatikan. Auf die Frage, wen er denn wählen würde, antwortet Sako mit einem Lächeln: „Das darf man nicht sagen.“ Er habe jedoch eine „klare Vorstellung davon“, wem er seine Stimme gibt.

Kardinal Louis Raphael Sako, Patriarch der chaldäischen Kirche, ist sich sicher: Das Konklave wird nicht lange dauern.

Skandal-Kardinal zieht vor Konklave Reißleine: „Folge dem Willen von Papst Franziskus“

Update vom 29. April, 11.23 Uhr: Die Papst-Wahl, mit Beginn am kommenden Mittwoch (7. Mai), lässt nicht nur Raum für Spekulationen um mögliche Favoriten auf das Amt des Pontifex. Auch die Frage, wie viele Kardinäle schlussendlich zur Wahl schreiten, wurde bisher heißt diskutiert. Nun gibt es hinsichtlich einer Personalie Klarheit. Der in Ungnade gefallene Kardinal Angelo Becciu hat seinen Anspruch auf Teilnahme am Konklave aufgegeben.

Becciu war Ende 2023 als erster Kardinal in der Geschichte der katholischen Kirche von einem vatikanischen Gericht zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Prozess drehte sich um fragwürdige Millionendeals in einem Immobilienskandal. Franziskus hatte ihm bereits 2020 „die mit dem Kardinalat verbundenen Rechte“ entzogen.

Kardinal Angelo Becciu wurde 2023 von einem vatikanischen Gericht zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

„Ich habe entschieden, dass ich wie immer dem Willen von Papst Franziskus folgen und nicht ins Konklave eintreten werde“, erklärte der Italiener. Er betonte jedoch, weiterhin „überzeugt von meiner Unschuld“ zu sein. Beccius Ankündigung, trotz seiner Verwicklung in den Skandal an der Papstwahl teilnehmen zu wollen, hatte in den vergangenen Tagen für erhebliche Kontroversen gesorgt. Der Vatikan hatte den 76-Jährigen bereits auf der offiziellen Liste als „Nicht-Wähler“ geführt. Seine Entscheidung zum Rückzug treffe er „zum Wohle der Kirche“ und um zur „Gemeinschaft und Ruhe des Konklaves“ beizutragen, so der aus Sardinien stammende Kardinal.

Sixtinische Kapelle wird für Konklave zum Bunker: Vorbereitung auf Papstwahl laufen

Update vom 29. April, 9.45 Uhr: Der Vatikan hat umfassende Cybersicherheitsmaßnahmen für das am 7. Mai beginnende Konklave ergriffen. Die Sixtinische Kapelle wird zu einem digitalen Hochsicherheitsbunker umgerüstet, um die Wahl des neuen Papstes vor jeglicher Einflussnahme zu schützen, berichtet der Corriere della Sera. Bereits ab dieser Woche ist der Zugang zur Sehenswürdigkeit mit dem berühmten Renaissance-Gemälde für Touristen gesperrt.

Techniker haben dem Medienbericht zufolge in den vergangenen Tagen spezielle Frequenzstörer installiert, die jede Mobilfunkkommunikation blockieren. An den Fenstern wurden Anti-Drohnen- und Anti-Laser-Folien angebracht, um Spionage von außen zu verhindern. Zudem wurden umfassende Überprüfungen auf versteckte Mikrofone durchgeführt.

Alle Kardinäle müssen vor Betreten der Kapelle sämtliche digitale Geräte abgeben. Die vatikanische Gendarmerie hat einen speziellen IT-Sicherheitsplan entwickelt. Server wurden in der Apostolischen Bibliothek untergebracht, und alle Kommunikation zwischen den Dikasterien wird verschlüsselt. Für sensible Operationen stehe ein neues, kryptiertes Funksystem zur Verfügung.

Die Sixtinische Kapelle im Vatikan wird ab 7. Mai Schauplatz der Papst-Wahl. Für das Konklave hat der Kirchenstaat einige Sicherheitsvorkehrungen getroffen. (Archivbild)

Update vom 29. April, 9.27 Uhr: Der Termin für das Konklave steht fest: Ab dem 7. Mai wird ein neuer Papst gewählt. Wie viele Wahlgänge es braucht, bis ein neuer Papst ernannt wird, bleibt abzuwarten. Papst Franziskus wurde nach fünf Wahlgängen gewählt. „Die letzten Konklaven sind alle relativ schnell gegangen. Dieses Mal kennen sich viele Kardinäle nicht, das kann für eine Verzögerung sorgen“, sagte der deutsche Kardinal Walter Kasper dem Domradio. „Oder wenn eine verschworene Gruppe da ist, die eine Drittelmehrheit hat und einen wählen will, den die meisten nicht haben wollen, aber eben doch diese Drittelmehrheit besitzen, dann muss man wieder von vorne anfangen.“

Termin für Papst-Wahl steht: Wann das Konklave stattfindet

Erstmeldung vom 28. April: Rom – Der Countdown für die Wahl eines Nachfolgers von Papst Franziskus läuft. Am Montag (28. April) wurde bekannt gegeben, dass das Konklave am 7. Mai beginnt. Das erfuhr Ansa aus Quellen der Generalkongregation. Während die Kardinäle aus aller Welt im Vatikan so langsam eintreffen, gewährt der emeritierte Erzbischof Anselmo Guido Pecorari seltene Einblicke in die Tage vor der Papst-Wahl.

Das Konklave im Vatikan steht vor der Tür. Der emeritierte Erzbischof Anselmo Guido Pecorari verrät, was in den Tagen davor passiert.

Kardinäle kommen zu Papst-Konklave zusammen: „Beginnen, Profil des nächsten Papstes zu skizzieren“

Doch was geschieht vorher – während der Novendiale, der neuntägigen Trauerzeit nach dem Tod des Papstes? „Die Kardinäle sprechen miteinander, lernen sich kennen und beginnen langsam, das Profil des nächsten Papstes zu skizzieren“, erklärt der 79-jährige Pecorari, der viele der wahlberechtigten Kardinäle persönlich kennt, dem Corriere della Sera. Und diese Gespräche fänden, im Gegensatz zum Konklave, das in den Gemäuern der sixtinischen Kapelle zelebriert wird, oft nicht hinter verschlossenen Türen statt, sondern gerne auch in römischen Bars und Restaurants.

„Ich versichere Ihnen, dass es besser ist, dies in einem Restaurant zu tun als in Santa Marta: Draußen bei Tisch kann man ruhiger und vor allem fern von neugierigen Ohren sein“, so Pecorari weiter. Santa Marta ist das Gästehaus der Vatikanstadt und der Wohnsitz von Papst Franziskus. Die wahlberechtigten Kardinäle sind dort untergebracht. Zimmer werden laut dem Erzbischof Ignazio Sanna zugelost.

„Es ist wie ein Hotel, und deshalb muss man vorsichtig sein“, warnt Pecorari schmunzelnd. Er erzählt von einem befreundeten ausländischen Kardinal, der nach dem Abendessen Kollegen auf sein Zimmer einlud, um weiter zu plaudern. Nichtsahnend jedoch, dass nicht alles inklusive war: „Bald gingen ihnen die Mignon-Liköre in der Minibar aus. Erst später fand er sie auf seiner Rechnung und war enttäuscht.“

Kardinäle vor dem Papst-Konklave: Erzbischof warnt vor teurer Pasta und teurem Wein

Aber auch in den Restaurants und Lokalen Roms kann es bei Rotwein und Pasta Carbonara teuer werden, verrät Pecorari. „Ich habe vor allem meinen englischen und amerikanischen Freunden empfohlen, ihre roten Roben im Kolleg zu lassen und den Kardinalsring in die Tasche zu stecken, sonst werden sie von den Wirten ausgenommen und vor allem beim Wein übers Ohr hauen“, sagt Pecorari dem Corriere.

Neben Restaurantbesuchen stehen laut dem emeritierten Erzbischof aber auch andere Beschäftigungen hoch im Kurs. Während manche Kardinäle im Kartenspiel ihr Glück versuchen, betätigen sich andere Würdenträger auch sportlich. Nicht jeder ist jedoch ein guter Verlierer. Der Spanier Santos Abril y Castelló soll sich Pecorari zufolge in aussichtslosen Partien von seinem Assistenten ans Telefon holen lassen, um die Partie zu unterbrechen.

Entscheidung über Startbeginn der Papstwahl naht: Paroli, Tagle und Turkson unter den Favoriten

Bei allem Vergnügen gilt es für die Kardinäle vor der Papstwahl aber auch offizielle Termine wahrzunehmen. Am Montag (28. April) werden sich die Kardinäle erneut in der Synodenaula im Vatikan zur Generalkongregation versammeln, berichtet die Nachrichtenagentur Adnkronos.

Unter den 133 wahlberechtigten Kardinälen – zwei haben aus gesundheitlichen Gründen abgesagt – kristallisieren sich mehrere Favoriten heraus. Darunter sind der Italiener Pietro Paroli, der Filipino Luis Antonio Tagle oder Peter Turkson aus Ghana. Einige Kardinäle dürften sich ihre Chancen jedoch im Vorfeld der Wahl jedoch zunichtegemacht haben, darunter auch der aussichtsreichste deutsche Vertreter, der in einem Interview den verstorbenen Papst kritisierte.

Der „Wahlkampf“ sei Erzbischof Sanna zufolge jedenfalls längst im Gange. Im Vatikan ist man aber überzeugt: „Der Heilige Geist inspiriert zwar, aber er wählt nicht. Irgendwann muss eine Einigung gefunden werden“, so Sanna. Der deutsche Kardinal Reinhard Marx, der ebenfalls zur Papstwahl in die Sixtinische Kapelle einziehen wird, äußert laut Sky tg24 das Gefühl, „dass das Konklave von kurzer Dauer sein wird“.

Rubriklistenbild: © Alessia Giuliani/dpa

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