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Heftiger Wintereinbruch

Alpen-Schneewalze in Österreich: Bus entgeht Katastrophe nur knapp – 21-Jähriger stirbt unter Schneemassen

Angesichts heftiger Schneefälle bleibt die Lawinengefahr in der Alpenregion derzeit hoch. Mehrere Menschen sind bereits ums Leben gekommen.

Update vom 22. Februar, 5.55 Uhr: Am Sonntag bleibt die Lage in weiten Teilen der Alpen äußerst angespannt. Laut lawinen.report gilt in Tirol, Südtirol und dem Trentino gebietsweise weiterhin die höchste Warnstufe 5 („sehr groß“). Große Teile Tirols, der Schweiz und Norditaliens verbleiben auf Stufe 4 („groß“). Lediglich in den östlichen Regionen Österreichs sowie in Teilen Sloweniens entspannt sich die Lage etwas auf Stufe 2 bis 3.

Update vom 21. Februar, 21.35 Uhr: Die Alpen und Regionen Südosteuropas haben mit den Folgen heftiger Schneefälle zu kämpfen. Die Lawinengefahr bleibt hoch. In Slowenien sind immer noch Zehntausende Menschen ohne Strom. Nun meldeten die Behörden einen weiteren Todesfall: Ein 21-jähriger Slowake wurde in den Wölzer Tauern in der Steiermark von einem Schneebrett verschüttet. Er konnte nicht mehr rechtzeitig befreit werden und starb unter den Schneemassen. 

In Österreich kam es in den vergangenen Tagen zu mehreren Lawinenabgängen, darunter in St. Anton.

Update vom 21. Februar, 20.20 Uhr: Laut Medienberichten haben die Schneemassen einen Reisebus in den österreichischen Alpen mitgerissen. Der Fahrer konnte alle zwölf Passagiere befreien, niemand wurde verletzt. Wäre der Bus nur ein paar Meter weiter in der Lawine gewesen, hätte der Schnee die Fenster eingedrückt, berichtet der Busunternehmer.

Der 41-jährige Wintersportler, der in Serfaus in Tirol abseits der Piste von einem Schneebrett erfasst wurde, kam nun im Krankenhaus ums Leben. Den Rettungskräften gelang es, den Österreicher aus einer Tiefe von zweieinhalb Metern auszugraben. 

Update vom 21. Februar, 18.05 Uhr: Am Samstag wurde laut österreichischer Nachrichtenagentur APA das Bundesheer eingesetzt. Vorgesehen seien Erkundungsflüge zur Lagebeurteilung sowie Personentransporte der Bergrettung, die in weiterer Folge Lawinensprengungen und Windenbergungen durchführen solle.

Winter-Chaos in den Alpen: Schwere Unfälle, Deutscher stürzt mit Auto ab – die Bilder aus Österreich

Massiver Wintereinbruch in Österreich: Durch tiefen Schnee stapfte unser Mitarbeiter am Freitag (20. Februar) ins Wiener Büro.
Massiver Wintereinbruch in Österreich: Durch tiefen Schnee stapfte unser Mitarbeiter am Freitag (20. Februar) ins Wiener Büro.  © Privat
Die österreichische Hauptstadt in weiß gehüllt: Was schön aussehen mag, sorgte für große Probleme.
Die österreichische Hauptstadt in weiß gehüllt: Was schön aussehen mag, sorgte für große Probleme. © Privat
Das Winterwetter legte den Flughafen Wien zeitweise komplett lahm
Das Winterwetter legte den Flughafen Wien zeitweise komplett lahm. © picture alliance/dpa/FLUGHAFEN WIEN/APA
Mit schweren Fahrzeugen mussten Start- und Landebahnen von den Schneemassen befreit werden.
Mit schweren Fahrzeugen mussten Start- und Landebahnen von den Schneemassen befreit werden. © picture alliance/dpa/FLUGHAFEN WIEN/APA
Feuerwehr in Wien im Dauereinsatz: Der Wintereinbruch sorgte in der österreichischen Hauptstadt für große Probleme.
Feuerwehr in Wien im Dauereinsatz: Der Wintereinbruch sorgte in der österreichischen Hauptstadt für große Probleme. © Feuerwehr/picture alliance/dpa/STADT WIEN/APA
Die Straßenverhältnisse wurden für viele Autofahrer zum Problem.
Die Straßenverhältnisse wurden für viele Autofahrer zum Problem. © Feuerwehr/picture alliance/dpa/STADT WIEN/APA
Dramatischer endete das außerhalb der Stadt für einen Autofahrer aus München in Sölden.
Dramatischer endete das außerhalb der Stadt für einen Autofahrer aus München in Sölden. © Bergrettung Sölden
Der Mann war mit seinem Auto von der Hochsöldenstraße abgekommen und rund 30 Meter in eine Böschung gestürzt.
Der Mann war mit seinem Auto von der Hochsöldenstraße abgekommen und rund 30 Meter in eine Böschung gestürzt. © Bergrettung Sölden
Die Bergrettung konnte den eingeklemmten Fahrer aus dem Auto befreien und bergen.
Die Bergrettung konnte den eingeklemmten Fahrer aus dem Auto befreien und bergen. © Bergrettung Sölden
Die Tochter des Mannes aus Bayern saß beim Unfall auf dem Beifahrersitz. Sie erlitt laut Polizei leichte Verletzungen.
Die Tochter des Mannes aus Bayern saß beim Unfall auf dem Beifahrersitz. Sie erlitt laut Polizei leichte Verletzungen. © Bergrettung Sölden
Im Einsatz waren die Bergrettung Sölden gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Sölden, dem Roten Kreuz Sölden, der Polizei Sölden, der Crew NAH Alpin 2 sowie dem NAS Dr. Drapela.
Im Einsatz waren die Bergrettung Sölden gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Sölden, dem Roten Kreuz Sölden, der Polizei Sölden, der Crew NAH Alpin 2 sowie dem NAS Dr. Drapela. © Bergrettung Sölden
Das Auto war hinter einer Kurve mit einem Räumfahrzeug zusammengestoßen, der Aufprall mit dem Schneepflug lenkte das Fahrzeug von der Straße ab.
Das Auto war hinter einer Kurve mit einem Räumfahrzeug zusammengestoßen, der Aufprall mit dem Schneepflug lenkte das Fahrzeug von der Straße ab. © Bergrettung Sölden
Der österreichische Fahrer des Schneepflugs blieb laut Polizei unverletzt.
Der österreichische Fahrer des Schneepflugs blieb laut Polizei unverletzt. © Bergrettung Sölden
Auch in Pregartsdorf wurden die Straßen zur „Rutschbahn“, wie es die Freiwillige Feuerwehr ausdrückt.
Auch in Pregartsdorf wurden die Straßen zur „Rutschbahn“, wie es die Freiwillige Feuerwehr ausdrückt. © Freiwillige Feuerwehr Pregartsdorf
Ein Pkw kam von der Straße ab und blieb im tiefen Schnee stecken.
Ein Pkw kam von der Straße ab und blieb im tiefen Schnee stecken. © Freiwillige Feuerwehr Pregartsdorf
Einsatzkräfte befreiten Fahrer und Auto aus dem Graben.
Einsatzkräfte befreiten Fahrer und Auto aus dem Graben. © Freiwillige Feuerwehr Pregartsdorf
Die nachalarmierte Feuerwehr Tragwein hob das Fahrzeug mit einem Kran wieder auf die Straße. Glück im Ungllück: Der Fahrer blieb unverletzt und konnte seine Fahrt fortsetzen.
Die nachalarmierte Feuerwehr Tragwein hob das Fahrzeug mit einem Kran wieder auf die Straße. Glück im Ungllück: Der Fahrer blieb unverletzt und konnte seine Fahrt fortsetzen. © Freiwillige Feuerwehr Pregartsdorf
Die Schneewalze macht an Landesgrenzen nicht halt: Auch der Landesfeuerwehrverband Südtirol meldet mehrere Fahrzeugbergungen und Verkehrsunfälle.
Die Schneewalze macht an Landesgrenzen nicht halt: Auch der Landesfeuerwehrverband Südtirol meldet mehrere Fahrzeugbergungen und Verkehrsunfälle. © Landesfeuerwehrverband Südtirol

Im Süden Bayerns erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Lagen oberhalb von 1000 Metern weiteren Schneefall. Oberhalb von 1600 Metern sei die Lawinengefahr groß, unterhalb sogar erheblich, teilte der Lawinenwarndienst Bayern am Samstag mit. Das Hauptproblem sei Neuschnee.

Unterdessen fanden slowakische Retter in der Hohen Tatra nach mehrtägiger Suche die Leiche eines vermissten Touristen. Alles deute darauf hin, dass es sich bei dem Toten um einen 30-jährigen Mann handelte, der seit der vergangenen Woche im Grenzgebiet zu Polen verschwunden sei, sagte ein Sprecher der polnischen Bergwacht der Nachrichtenagentur PAP. Eine Suchaktion mit Spürhunden und Hubschraubern führte die Retter am Donnerstag (19. Februar) in ein Lawinengebiet. In den vergangenen zwei Wochen hat es bereits vier Lawinentote in der Hohen Tatra gegeben.

Update vom 21. Februar, 17.00 Uhr: In Tirol hat am Samstag eine weitere Lawine in Serfaus eine Person erfasst. Der 41-jährige Wintersportler konnte aus einer Tiefe von rund zweieinhalb Metern ausgegraben werden und kam ins Krankenhaus. Wie die Behörden mitteilten, sind in Österreich in dieser Saison bereits 18 Menschen bei Lawinenabgängen ums Leben gekommen – der langjährige Schnitt für eine gesamte Wintersaison liegt bei rund 20 Opfern.

Auch in anderen Teilen Osteuropas hält das Schneechaos an: In Westungarn wurden in Köszeg 36 Zentimeter Neuschnee gemessen, in Sopron nahe der österreichischen Grenze 27 Zentimeter – begleitet von starken Schneeverwehungen. In Slowenien hat sich die Lage leicht entspannt: In der Region Maribor sind derzeit noch rund 29.000 Haushalte ohne Strom, nachdem es am Freitag noch 70.000 waren. Montageteams aus dem gesamten Land arbeiten mit Hochdruck daran, die ausgefallenen Transformatoren wieder in Betrieb zu nehmen.

Update vom 21. Februar, 9.15 Uhr: Die Zahl der Lawinentoten in Österreich ist auf fünf gestiegen. In Klösterle im Bundesland Vorarlberg kam ein 39-jähriger Schweizer ums Leben, als er zusammen mit einem 47-jährigen Deutschen auf Snowboards einen 40 Grad steilen Hang hinabfuhr. Der 39-Jährige löste dabei ein Schneebrett aus, wurde rund 250 Meter mitgerissen und vollständig verschüttet. Sein Begleiter blieb unverletzt. Zudem starb eine der drei in St. Anton am Arlberg verletzten Personen noch im Krankenhaus.

Allein am Freitag (20. Februar) zählten die Behörden in Tirol mehr als 30 Lawinen-Einsätze. In den vergangenen sieben Tagen waren es insgesamt 200. Im Schweizer Kanton Graubünden kam ein 49-jähriger Schlossherr aus Dortmund bei einem Lawinenabgang ums Leben. Er war am Dienstag zusammen mit seinem 15-jährigen Sohn abseits der markierten Piste von einer Lawine erfasst worden. Während der Vater starb, konnten Retter den Sohn befreien.

Seit Donnerstag waren in Österreich bis zu 40 Zentimeter Schnee gefallen. Am Flughafen Wien wurde der Flugbetrieb am Freitagvormittag vorübergehend eingestellt. Eine der wichtigsten Autobahnen bei Wien, die A21, war mehrere Stunden lang gesperrt. Andere Autobahnabschnitte waren aufgrund von Schneeverwehungen, liegen gebliebenen Lastwagen oder schlechter Sicht blockiert, wie der nationale Automobilclub ÖAMTC mitteilte.

Stromversorgungsbetriebe meldeten am Freitag Ausfälle in mehreren Regionen im Süden und Osten. In der Steiermark waren den Angaben zufolge 30.000 Haushalte ohne Strom. Auch im benachbarten Slowenien waren örtlichen Medien zufolge 40.000 Haushalte von Stromausfällen betroffen.

Update vom 20. Februar, 20.07 Uhr: In Österreich hat sich die Zahl der Lawinentoten auf drei Opfer erhöht. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, konnten in St. Anton am Arlberg zwei Menschen nur noch tot aus den Schneemassen geborgen werden. Drei weitere Personen wurden verletzt. Angaben zu Herkunft und Alter konnten die Behörden zunächst nicht machen.

Zuvor war im Tiroler Skigebiet Nauders ein 42-jähriger deutscher Skifahrer abseits der Piste von einer Lawine erfasst und getötet worden. Sein 16-jähriger Sohn habe schwer verletzt überlebt, teilte die Polizei mit. Sie wollten einen Nordhang queren, als sich ein rund 400 Meter breites Schneebrett löste und beide Wintersportler etwa 200 bis 300 Meter mitriss. Beide Opfer stammen aus dem thüringischen Landkreis Eichsfeld. In Tirol waren zuletzt bis zu 40 Zentimeter Neuschnee gefallen.

Die Lawinenlage ist brisant. Für Südösterreich, insbesondere für die Region um Graz, wurde eine Lawinenwarnung ausgegeben. Der Flughafen Wien teilte mit, dass er gezwungen war, alle Flüge am Vormittag vorübergehend einzustellen, und dass auch der Flugverkehr am Nachmittag beeinträchtigt war.

Eine der wichtigsten Autobahnen bei Wien, die A21, war mehrere Stunden lang gesperrt. Andere Straßenbahnabschnitte waren aufgrund von Schneeverwehungen, liegen gebliebenen Lastwagen oder schlechter Sicht blockiert, teilte der nationale Automobilclub ÖAMTC mit.

Die Elektrizitätswerke meldeten Stromausfälle in mehreren Regionen im Süden und Osten. In der Steiermark waren den Angaben zufolge 30.000 Haushalte ohne Strom. Auch im benachbarten Slowenien waren örtlichen Medien zufolge 40.000 Haushalte von Stromausfällen betroffen.

Update vom 20. Februar, 15.47 Uhr: Nachdem der heftige Wintereinbruch den Flughafen Wien lahmlegte, hat dieser den Betrieb wieder aufgenommen. Der Flughafen informierte, dass gegen Mittag die ersten Flugzeuge wieder gestartet seien. Insgesamt wurden jedoch mehr als 150 Flüge gestrichen. Allein die Lufthansa-Tochter Austria Airlines (AUA) habe nach eigenen Angaben etwa 100 Verbindungen gestrichen.

Eine Sprecherin der AUA erklärte, dass etwa 13.000 Passagiere betroffen gewesen seien. Langstreckenflüge seien auf nahegelegene Flughäfen umgeleitet worden. Verspätungen und weitere Flugstreichungen könnten auch im weiteren Tagesverlauf nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Update vom 20. Februar, 14.39 Uhr: Die Lage auf den Straßen Österreichs ist wegen des Schneefalls der vergangenen Tage dramatisch. Der Österreichische Atomobil- Motorrad- und Touring-Club (ÖAMTC) meldete am Freitag zahlreiche Probleme, wie liegengebliebene Autos oder wetterbedingte Unfälle. Davon sind besonders die Autobahnen A2 und A9 betroffen. Selbst die Ausweichroute über die S6 half nicht, da sie wegen einer Tunnelsperrung ebenfalls gesperrt wurde.

„Die Steiermark ist de facto für den Individualverkehr nicht mehr erreichbar“, zitieren mehrere österreichische Medien Harald Lasser vom Verkehrsklub. Dort sind laut Lasser, „alle wichtigen Autobahnen und Schnellstraßen in der Steiermark betroffen“.

Update vom 20. Februar, 13.32 Uhr: Nachdem bereits am Donnerstag und Freitag heftige Schneefälle die Alpenregion getroffen haben, ordnet nun ORF-Meteorologe Marcus Wadsak die außergewöhnliche Wetterlage ein. „So etwas haben wir vor allem im Februar in den letzten Jahren nie erlebt“, erklärt der Wetterexperte.

Diese Mengen an Schnee gab es in Österreich schon sehr lange nicht mehr. „In Wien gab es so ein Schnee-Ereignis mit so viel Schnee in so kurzer Zeit tatsächlich vor mehr als 20 Jahren das letzte Mal“, erklärt Wadsak im ORF. Solches Winter-Wetter sei seit der Jahrtausendwende deutlich seltener geworden, deshalb seien die Menschen es nicht mehr gewohnt. In den kommenden Stunden soll der Schneefall jedoch abklingen.

Update vom 20. Februar, 12.10 Uhr: Der Freitag startete in Österreich vielerorts mit dichten Wolken und Schneefall, der meist bis in tiefe Lagen reicht. Besonders von der Koralpe über die Südsteiermark bis ins Südburgenland fiel bis zum Mittag weiter Schnee und die österreichische Unwetterzentrale warnt vor Schneebruch. Manche Ski-Orte sind sogar wegen der Schneemengen von der Außenwelt abgeschnitten. Bis zum Mittag lässt der Schneefall von Norden her nach, und erste Auflockerungen setzen ein. Am längsten trüb bleibt es im Bregenzerwald, im Salzkammergut und im Südosten des Landes.

Update vom 20. Februar, 11.09 Uhr: Der Winter hat Österreich voll im Griff, das Land kämpft mit den Auswirkungen des massiven Schneefalls. Neben starken Beeinträchtigungen des Verkehrs ist es in Ost- und Südsteiermark zu Stromausfällen gekommen. Grund dafür sind umstürzende Bäume, die den Schneemassen nicht standhalten konnten. „Meiden Sie aufgrund der sehr hohen Gefahr von Schneebruch Wälder und Parkanlagen. An der Wiederherstellung der Stromversorgung in den betroffenen Gebieten wird seitens der Energieversorgungsunternehmen gearbeitet“, heißt es im AT-Alert.

Wie heute.at berichtet, hat auch die Hauptstadt Wien mit dem Schnee zu kämpfen. Rund 200 Mitarbeiter sowie 80 Streu- und Räumfahrzeuge sollen die ganze Nacht im Einsatz gewesen sein. Trotzdem haben die öffentlichen Verkehrsmittel aktuell laut Bericht Probleme, so kommen Straßenbahnen und Busse auf den zugeschneiten Straßen kaum voran.

Update vom 20. Februar, 10.23 Uhr: Ein Autofahrer aus München stürzte in Österreich nach einer Kollision mit einem Räumfahrzeug 30 Meter in steiles Gelände. Der 52-jährige Mann war am Donnerstag mit seiner 17-jährigen Tochter auf einer verschneiten Straße bei Sölden bergab unterwegs, berichtete die Polizei. In einer Linkskurve traf er auf ein entgegenkommendes Räumfahrzeug.

Trotz Bremsmanövern prallte er gegen den Schneepflug und geriet laut Polizei über den Straßenrand. Der Absturz führte zu schweren Verletzungen beim Fahrer, während die Tochter nur leicht verletzt wurde. Obwohl auf der verschneiten Strecke Schneeketten vorgeschrieben seien, waren am Unfallfahrzeug keine angebracht, wurde mitgeteilt.

Update vom 20. Februar, 10.01 Uhr: Die heftigen Schneefälle in Österreich haben inzwischen ihr erstes Opfer gefordert. Wie österreichische Medien berichten, kam es am Freitagmorgen gegen 7.30 Uhr zu einem Arbeitsunfall. Dieser soll mit einer Wetterdiensttätigkeit zu tun gehabt haben. Derzeit laufen die Ermittlungen in dem Fall. Laut ersten Informationen wurde ein etwa 30-Jähriger wohl unter einem Fahrzeug eingeklemmt und verstarb noch an der Unfallstelle.

Inzwischen ging auch ein AT-Alert an die Bevölkerung – eine Katastrophenwarnung, die direkt aufs Handy geschickt wird. Dort werden die Bürger dazu aufgefordert, zu Hause zu bleiben, vor allem in besonders betroffenen Regionen. Auch der Österreichische Automobil-, Motorrad- und Touring-Club (ÖAMTC) rät Autofahrern, auf Fahrten bei dem Wetter möglichst zu verzichten. „Wer kann, sollte Fahrten unbedingt verschieben! Wer dennoch unterwegs ist, muss eine erheblich längere Fahrzeit in Kauf nehmen“, heißt es auf der Website.

Update vom 20. Februar, 9.29 Uhr: Am Donnerstag hatten starke Schneefälle mit bis zu 50 Zentimetern Neuschnee die Alpenregion erreicht. Am Freitag verschärfte sich die Wetterlage jedoch dramatisch. Die österreichische Unwetterzentrale gab für drei Bundesländer die höchste Warnstufe Violett aus. Das Burgenland, Niederösterreich und die Steiermark sind betroffen. In Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich und Wien bleibt die rote Warnstufe bestehen. Auch in Kärnten schneit es stark, dort gilt die Warnstufe Orange.

Wegen der massiven Schneefälle der vergangenen Tage spricht die österreichische Unwetterzentrale für drei Bundesländer die Warnstufe violett aus. (Montage)

Sogar der Flughafen Wien wurde durch den Schneefall lahmgelegt. „Aus derzeitiger Sicht sollen ab 12.00 Uhr wieder einzelne Starts möglich sein, ab 13.00 Uhr auch wieder Landungen“, teilte Airport-Sprecher Peter Kleemann regionalen Medien am Freitagmorgen mit. Reisenden empfiehlt er, sich bei den jeweiligen Fluglinien über den Status ihres Fluges zu informieren.

Seit Donnerstagnachmittag herrscht in Tirol, Salzburg, Kärnten und Vorarlberg wegen der intensiven Schneefälle die zweithöchste Lawinen-Warnstufe. Im Gemeindegebiet von Bach-Stockach ereignete sich am Freitagmorgen, dem 20. Februar, ein Lawinenabgang, der eine Landstraße verschüttete. Laut dem österreichischen News-Portal heute.at wurde sogar ein Reisebus verschüttet, jedoch blieben alle Fahrgäste unverletzt. Auch zahlreiche weitere Straßen sind aktuell nicht befahrbar. Der Österreicher Automobil-, Motorrad- und Touring Club rät dazu, Autofahrten auf später zu verschieben.

Der Freitag begann überall mit dichter Bewölkung und Schneefall bis in tiefere Lagen. Besonders von der Koralpe über die Südsteiermark bis ins Südburgenland fielen in der ersten Tageshälfte erhebliche Mengen an sehr nassem Neuschnee. Erst gegen Mittag sollte der Schneefall von Norden her nachlassen und auflockern. Am Wochenende wird jedoch eine grundlegende Wetteränderung erwartet, wobei die Schneefallgrenze voraussichtlich auf 1000 Meter ansteigt und die Temperaturen deutlich zunehmen.

Update vom 19. Februar, 20.08 Uhr: Südtirol erlebt starke Schneefälle, die zu erheblichen Beeinträchtigungen führen. Die Freiwilligen Feuerwehren mussten bis zum späten Nachmittag bereits über 100 schneebedingte Einsätze bewältigen, darunter Fahrzeugbergungen und die Beseitigung umgestürzter Bäume, heißt es bei stol.it. Der Landesfeuerwehrverband warnt eindringlich: Es sei „große Vorsicht geboten“, insbesondere angesichts der erheblichen Lawinengefahr in höheren Lagen. Einwohner und Touristen werden dringend gebeten, die aktuellen Straßen- und Wetterverhältnisse zu beachten und unnötige Fahrten zu vermeiden, um die Sicherheit aller zu gewährleisten.

Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten

Polarlichter, auch als Aurora Borealis (Nordlicht) oder Aurora Australis (Südlicht) im Bundesstaat New York.
Polarlichter, auch als Aurora Borealis (Nordlicht) oder Aurora Australis (Südlicht) bekannt, sind beeindruckende Lichterscheinungen am Himmel. Sie entstehen durch Wechselwirkungen zwischen Sonnenwinden und der Erdatmosphäre und sind in der Nähe der Pole sichtbar. Oder wie hier im Bundesstaat New York. © IMAGO
Görlitz - Polarlichter über Sachsen zu sehen am 11.10.2024 in Görlitz
In Europa sind Polarlichter am besten in Skandinavien zu bewundern. Manchmal hat man aber auch in Deutschland Glück, wie hier in Görlitz in Sachsen. © Felix Leda/LausitzNews.de/ IMAGO
Ein Tornado über dem Gardasee.
Tornados sind extrem starke Wirbelstürme, die eine schmale, rotierende Säule aus Luft bilden, die vom Boden bis zur Wolkenbasis reicht. Sie sind für ihre zerstörerische Kraft bekannt und treten vorwiegend in den USA auf. Hier hat sich sogar einer über dem Gardasee gebildet. © IMAGO/Jöran Steinsiek
Kim Vanaken (L) und Schwester Angela Coble (M) vor ihrem zerstörten Haus durch El Reno, Oklahoma, USA, 01 June 2013.
Der bis heute größte je gemessene Tornado war der „El Reno Tornado“. Er erreichte einen maximalen Durchmesser von 4,2 Kilometern, sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 480 km/h. Der Tornado wütete 2013 über Oklahoma in den USA. Es kamen mindestens acht Menschen ums Leben, wobei mindestens 151 verletzt wurden. Hier betrachten zwei Schwestern das, was von ihrem Haus nach dem Sturm zurückgeblieben ist. © Larry W. Smith/dpa
Riesige Hagelkörner in einer Handfläche.
Hagelstürme sind mit Eiskörnern gefüllte Gewitter, die sich zu großen Hagelkörnern formen. Diese Körner können beträchtliche Größen erreichen und erheblichen Schaden an Gebäuden und Feldern anrichten. Hier wurde Bayern getroffen. © IMAGO/B&S/Bernd März
Graupelschauer im Frühling: Ein kräftiger, kurzer Graupelschauer hinterlässt die Graupelkörner in einer alten Dachrinne.
Graupel ist eine Form von Niederschlag, bei der Schneekristalle durch angefrorene Wassertröpfchen zu Kügelchen verklumpen. Graupelkörner sind im Vergleich zu Hagel deutlich kleiner und weisen lediglich einen maximalen Durchmesser von ein bis fünf Millimeter auf. © Gottfried Czepluch / IMAGO
Eisblumen an einem Fenster bei kaltem Wetter im Winter.
Eisblumen sind eine Sonderform von Raureif. Die Eiskristalle entstehen meist an dünnen Fensterscheiben mit schlechter Wärmeisolierung. Voraussetzung ist eine Außentemperatur unter 0 °C, eine hohe Luftfeuchtigkeit im Raum, eine geringe Wärmedämmung des Glases und Staubteilchen auf dem Glas. © HEIKO KUEVERLING / imageBROKER / IMAGO
Winterwetter in Sassenheim am 01.02.25: Person geht mit zwei Hunden an der Leine bei Nebel und Frost spazieren.
Nebel besteht wie Wolken aus feinen Wassertropfen. Man spricht erst dann von Nebel, wenn die Sichtweite weniger als einen Kilometer beträgt. © Nico Garstman / IMAGO
Eine Straußenherde flieht vor einem Sandsturm in der Kalahari Wüste in Südafrika.
Wüstenstürme, wie beispielsweise der berüchtigte Sandsturm, treten in ariden Regionen auf und bringen große Mengen an Staub und Sand mit sich. Sie können zu starken Sandverwehungen führen und die Sicht stark beeinträchtigen. Vor diesem Sandsturm in der Kalahari Wüste in Südafrika flieht eine Straußenherde. © Thomas Dressler/IMAGO
Saharastaub im Erzgebirge.
Saharastaub ist eigentlich in Deutschland gar nicht so ungewöhnlich. Im Schnitt zieht Wüstenstaub etwa fünf bis 15-mal pro Jahr aus der Sahara über Marokko und Frankreich nach Deutschland. Hier hat der Staub den Himmel über dem Erzgebirge rot gefärbt. © Oliver Kaufmann / dpa
Frauen halten Regenschirme, während sie bei starkem Regen in Kolkata, Indien, am 16. Oktober 2024 auf der Straße gehen.
Der Monsun ist eine großräumige, beständige Luftzirkulation (Luftströmung) im Bereich der Tropen und Subtropen. Besonderen Einfluss hat der Monsun auf das Klima auf dem Indischen Subkontinent. Hier bringt er im Winter Trockenzeiten und im Sommer Starkregenereignisse (Monsunregen), wie hier in Kolkata (Indien). © Sudipta Das / IMAGO
Gewitterblitz schlägt in den Großen Feldberg bei Frankfurt ein.
Gewitterblitze sind elektrische Entladungen, die während Gewittern auftreten. Sie erzeugen helle Lichtblitze und begleitenden Donner. Gewitterblitze können sowohl in Wolken als auch zwischen Wolken oder zwischen Wolken und dem Boden auftreten. Hier schlägt ein Blitz in den Großen Feldberg bei Frankfurt ein. © IMAGO/Jan Eifert
14.08.2024: Gewitterzelle über Thüringen mit lila Wolkenstimmung und Windrädern.
Donner sind sehr laute Schallwellen, die bei einem Gewitter entstehen. Wenn es blitzt, wird die Luft um den Blitzkanal schlagartig bis auf 30.000 Grad erhitzt. Durch die gewaltige Hitze dehnt sich die Luft um den Blitzkanal wie bei einer Explosion aus. Diese plötzliche Ausdehnung führt wiederum zu einem lauten Krachen, das wir als Donner bezeichnen. © christian heilwagen / IMAGO
Hier steuert der Zyklon Mocha auf Myanmar zu.
Zyklone sind großräumige Tiefdrucksysteme, die sich über den Ozeanen bilden. Sie können sich zu extremen Stürmen entwickeln und starke Winde, Regen und Wellen verursachen. Zyklone werden in verschiedenen Teilen der Welt mit unterschiedlichen Namen bezeichnet, wie z. B. Hurrikane oder Taifune. Hier steuert der Zyklon Mocha auf Myanmar zu. © Cover-Images/IMAGO
Ein Mann mit einem kaputten Schirm im Typhoon Nina, Schwarz-Weiß-Foto 1975.
Der verheerendste Taifun im 20. Jahrhundert war Taifun Nina im August 1975 in China. Durch den Taifun brachen zwei große Staumauern und zehn kleinere. Die dadurch verursachten bis zu zehn Meter hohen Flutwellen töteten 100.000 Menschen. Hier versuchen die Menschen während des Taifuns, sich mit Schirmen vor Wind und Regen zu schützen. © Chan Kiu / IMAGO
Verwüstungen des Hurrikans Patricia am Freitag, dem 23. Oktober 2015.
Hurrikane sind tropische Wirbelstürme der Nordhalbkugel. Ab einer Windgeschwindigkeit von 118 Kilometern pro Stunde erhalten sie die Bezeichnung „Hurrikan“. Das entspricht der Windstärke 12 auf der Beaufort-Skala. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 345 Kilometern pro Stunde war Hurrikan Patricia der stärkste Hurrikan, der bisher aufgezeichnet wurde. Er verwüstete große Teile Zentralamerikas, wie hier eine Stadt in Mexiko. © Agencia EL UNIVERSAL Ramon Romero JMA / IMAGO
Tief Bernd: Menschen versuchen sich im Harz bei Windgeschwindigkeiten von über 130 km/h auf den Beinen zu halten.
Orkane sind Stürme ab einer Windstärke von 12 auf der Beaufort-Skala. Sie treten nur in Mitteleuropa auf und entstehen bei größer werdenden Temperaturunterschieden zwischen den südlichen Ländern und der Polarregion. Hier versuchen sich die Menschen im Harz bei einer Windgeschwindigkeit von über 130 km/h auf den Beinen zu halten. © Bernd März / IMAGO
Regenbogen im Weserbergland zwischen Halle und Bremke.
Regenbogen entstehen, wenn Sonnenlicht durch Regentropfen gebrochen und reflektiert wird. Dadurch entsteht ein buntes Lichtspektrum, das am Himmel sichtbar wird. Regenbögen sind oft nach Regenschauern zu sehen, wie hier im Weserbergland zwischen Halle und Bremke. © Ulrich Stamm/IMAGO
Halo-Erscheinung mit Zirkumzenitalbogen und Nebensonnen auf dem Weg zum Fichtelberg am Hotel Sachs.
Haloerscheinungen bestehen aus hellen Kreisen, Bögen oder Flecken am Himmel. Sie entstehen durch Brechung und Spiegelung des Lichts an Eiskristallen. Haloerscheinungen sind auch gar nicht so selten, wie man denkt. Durchschnittlich kann man sie an sechs bis sieben Tagen im Monat beobachten. © Hanke / IMAGO
Staubteufel auf einer Baustelle in Essen.
Staubteufel sind kleine Wirbelwinde, die aus aufgewirbeltem Staub oder Sand bestehen. Sie entstehen durch lokale Temperaturunterschiede und können in Wüsten oder trockenen Gebieten beobachtet werden – oder wie hier auf einer Baustelle in Essen. © Gottfried Czepluch/IMAGO
Reif umzieht Herbstlaub.
Reif – die kleine weiße Schicht kann man an vielen Wintertagen morgens auf dem Boden oder auf den Windschutzscheiben von Autos beobachten. Reif entsteht, wenn die Lufttemperatur unter den Gefrierpunkt fällt und der in der Atmosphäre vorhandene Wasserdampf direkt in Eis übergeht. Sobald die Temperaturen auf größeren Flächen unter den Gefrierpunkt sinken, werden auch ganze Wiesen und Felder weiß. © Bernd Leitner / IMAGO
Morgentau bei Sonnenaufgang auf Grashalmen auf einer Wiese in, Rottweil, Baden-Württemberg.
Tau ist das Gegenstück zum Rau. Hier wandelt sich der gasförmige Wasserdampf in flüssiges Wasser um, er kondensiert also. Dieses Phänomen lässt sich meistens in den frühen Morgenstunden beobachten. © Silas Stein/IMAGO
Föhnwind in München mit Fernsicht bis zu den Alpen.
Föhnwinde sind trockene, warme und fallende Winde, die auf der Leeseite von Gebirgen auftreten. Sie können starke Temperaturänderungen und Trockenheit verursachen und sind in Regionen mit Gebirgen wie den Alpen häufig. In München hat man an einem Tag mit Föhnwind oft eine Fernsicht bis zu den Alpen. © Christian Offenberg/IMAGO
Schneesturm in den USA, New Orleans: Mann geht zugeschneite Landschaft im Schneegestöber entlang.
Schneestürme sind eine Mischung aus starken Sturmböen und Schnee. Sie können mehrere Meter Neuschnee mit sich bringen und das Sichtfeld stark einschränken. Nordamerika ist häufig von Schneestürmen betroffen, wie hier in New Orleans in den USA. © Gerald Herbert / dpa
Person schippt Schnee im Gestöber.
Ein Blizzard ist ein heftiger Schneesturm mit starkem Schneefall und hohen Windgeschwindigkeiten. Er führt zu Schneeverwehungen, stark eingeschränkter Sicht und gefährlicher Kälte. Blizzards sind extrem und erfordern Vorsicht, um sich vor den Gefahren zu schützen, die sie mit sich bringen. Sie treten vermehrt in Nordamerika auf. © IMAGO

Erstmeldung vom 19. Februar: Mit einem Schnee-Comeback ist am Donnerstag (19. Februar) in Teilen Österreichs und Südtirols zu rechnen. Die Schneefallgrenze sinkt bis in tiefe Lagen. Eine Menge an Neuschnee kommt vom Himmel – teils sind bis zu 50 Zentimeter Neuschnee drin. „Hohe Schneefallraten können zu Problemen führen“, warnt der österreichische Wetterdienst Geosphere Austria. Auch in Südtirol schneit es verbreitet kräftig, bis in die Täler.

In weiten Teilen Österreichs ist eine Wetterwarnung aktiv – neben der Warnstufe „Gelb“ gilt im Osten sogar die zweithöchste Warnstufe „Orange“. Dabei hatte es Österreich schon Montagfrüh kalt erwischt.

In Österreich rollt eine „Schneewalze auf den Osten zu“, prophezeien österreichische Medien. Am meisten Neuschnee – 25 bis 50 Zentimeter – wird vom Arlberg über den Tiroler Alpenhauptkamm bis nach Osttirol und Oberkärnten erwartet, so Geosphere Austria.

In Wien könnten bis zu 20 Zentimeter Neuschnee fallen – im gesamten Burgenland ist mit Behinderungen durch Schnee zu rechnen. Im Laufe des Tages sinkt die Schneefallgrenze von Norden her bis in tiefe Lagen ab. Zuvor bekommt Südtirol eine Schneeladung ab.

„Das Mittelmeertief ist schon auf dem Weg, trifft in Kürze im Unterland ein und im Laufe des Vormittags breitet sich der Schneefall auf das ganze Land aus“, teilt Südtirols Landesmeteorologe Dieter Peterlin auf der Plattform X Donnerstagfrüh (19. Februar) mit.

„Bald schneit es im ganzen Land“, schreibt Peterlin in seinem jüngsten Post. Im Unterland und Etschtal gäbe es zunächst nur Regen. Doch durch die steigende Niederschlagsintensität von Süden her drücke die Schneefallgrenze bis ganz herunter. Der Wetterexperte rechnet mit der höchsten Intensität um Mittag und früher Nachmittag.

Laut dem aktuellen Warnlagebericht gilt in mehreren Bereichen die zweithöchste Warnstufe „Orange“, so im Gebiet Sterzing und damit auch am Brenner sowie im Osten Südtirols. Auf der Achse Cortina wird laut stol.it die Anzahl der Räumfahrzeuge verstärkt. In Antholz sei die Gemeindestelle schon wegen der Olympischen Spiele besetzt und aktiv.  

Im Westen Südtirols sind zwischen zehn und 20 Zentimeter Neuschnee zu erwarten, in der Osthälfte 20 bis 30 Zentimeter, heißt es laut der offiziellen Wettervorhersage des Landes Südtirols. Auch im Trentino (Italien) ist laut dem italienischen Wetterdienst meteoam.it mit Schneefall in Höhenlagen von 600 bis 800 Metern zu rechnen, im zentralen Apennin bis 1.000 Metern Höhe. Die Situation ist allerdings schon angespannt. Hunderte Touristen wurden im Aostatal mit Helikoptern evakuiert.

Für den Wintereinbruch mit teils intensivem Schneefall in den Alpen ist eine besondere Kombination verantwortlich: Ein Mittelmeertief über Oberitalien kollidiert mit einer Kaltfront von Süden. Am Abend und in der Nacht auf Freitag schneit es laut der Prognose in den Alpen teils kräftig weiter. Mit Entspannung sei erst am Freitagmorgen (20. Februar) zu rechnen. (Quellen: Geosphere Austria, Meteoalarm.org, Land Südtirol, X, Meteoam.it, heute.at, uwz.at, dpa, ORF) (kh/ml/kiba)

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