Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Neue Harvard-Studie

Schlaganfall-Risiko lauert im Erbgut: Forscher decken stille Bedrohung auf

Harvard-Wissenschaftler weisen einen Zusammenhang zwischen verkürzten Chromosomen-Enden und Hirnerkrankungen im Alter nach. Dagegen lässt sich etwas tun.

Frankfurt – Der Lebensstil kann ein entscheidender Faktor dafür sein, ob Menschen im Laufe ihres Lebens gesund bleiben oder ob sie früher oder später eine schwerwiegende Erkrankung erleiden. Auch wenn die Lebensführung eng mit der körperlichen und seelischen Gesundheit verknüpft ist, trägt neben ihr auch ein weiterer Aspekt bekanntermaßen stark dazu bei, ob Menschen bis ins hohe Alter gesund bleiben oder nicht: die genetische Veranlagung.

Nun brachten Forscher der Harvard Medical School in Boston mittels einer Studie eine neue Errungenschaft in der Erbgut-Forschung hervor. Im Fokus der Wissenschaftler stand die Frage, ob die Leukozyten-Telomerlänge (LTL) – bei Telomeren handelt es sich um kleine Schutzkappen an Chromosomen-Enden – mit der Ausbildung von Krankheiten wie Demenz, Depressionen und Schlaganfällen im höheren Lebensalter zusammenhängen könnte.

Studie identifiziert Indikator von erhöhtem Risiko für Schlaganfall und anderen Hirnkrankheiten

Für ihre Untersuchung, die im Fachmagazin Neurology erschien, werteten die Wissenschaftler Gesundheitsdaten von insgesamt 356.173 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Großbritannien aus, deren Durchschnittsalter bei 56 Jahren lag. Im Mittel untersuchten die Wissenschaftler die Studienteilnehmer über einen Zeitraum von sieben Jahren. Dabei fiel den Forschern auf, dass Menschen mit verkürzten Telomerlängen im Vergleich zu solchen mit längeren Chromosomen-Enden tatsächlich ein erhöhtes Potenzial für die Ausbildung verschiedener Krankheiten mitbrachten.

Mikroskop-Aufnahme von assemblierenden Chromosomen (Symbolbild)

In der Gruppe mit den kürzesten Leukozyt-Telomeren bildeten pro Jahr der Studie etwa sechs von 1000 Personen eine Krankheit aus. In der Gruppe der Teilnehmer mit den längsten Telomeren erkrankten Patientinnen und Patienten dagegen nur in 3,92 von 1000 Fällen. Auf Basis dieser Daten errechneten die Forscherinnen und Forscher ein um 11 Prozent erhöhtes Risiko für Menschen mit kürzeren Telomeren, an einem Schlaganfall, einer Demenz oder einer Altersdepression zu erkranken.

Studie zu Schlaganfall und anderen Hirnkrankheiten: Telomere gelten auch als Indikator für Zllalterung

Telomere bestehen aus sich wiederholenden DNA-Sequenzen und können mehrere Tausend Basenpaare lang sein. Sie lassen sich quasi als Schutzkappen an den Enden von Chromosomen vorstellen, durch die verhindert werden, dass sie mit anderen Chromosomen-Enden verschmelzen, was wissenschaftlich eine sogenannte Degradation darstellen würde. Infolge einer jeden Zellteilung werden die Telomere kürzer, wodurch sie in der Forschung auch als Biomarker für die Alterung der Zellen und die körperliche Immunleistung angesehen werden.

Je kürzer Telomere sind, desto älter erscheinen die Zellen aus biologischer Sicht. Es ist wissenschaftlich bekannt, dass neben dem Altern als genereller Aspekt auch noch andere Faktoren die Verkürzung von Telomeren und damit auch die Zellalterung beschleunigen. Dazu gehören mitunter:

  • Bewegungsmangel
  • Chronischer Stress
  • Rauchen
  • Ungesunde bzw. unausgewogene Ernährung

Die Zellalterung lässt sich mit dem Lebensstil beeinflussen – was sich Positives tun lässt

Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass sich der Zellalterung, beziehungsweise der Verkürzung von Telomeren, entgegen wirken lässt: Das geht etwa, indem Risikofaktoren wie chronischer Stress oder das Rauchen gemieden werden und sich um eine bewusstere Lebensweise mit ausreichend Bewegung und reichhaltiger und diverser Ernährung gesorgt wird. Das Portal Orthomol weist etwa darauf hin, dass freie Radikale zu den Triebkräften der Zellalterung gehören und eine Ernährung reich an Antioxidantien sich dem entgegen positiv auswirkt.

Serotonin-Booster: Diese 15 Nahrungsmittel helfen bei Stimmungstiefs & Stress

Vegetarischer Bio-Sojatofu und Rosmarin auf Holzbrett auf Tisch tofu
Sojabohnen und Tofu sind eine hervorragende pflanzliche Quelle für L-Tryptophan, eine essenzielle Aminosäure, die der Körper zur Bildung von Serotonin benötigt. Sojabohnen und Tofu können somit einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Stimmung und des allgemeinen Wohlbefindens leisten. © IMAGO/Zoonar.com/Elena Rui
Scheiben von Roggenbrot mit pürierter Avocado und Sesam auf einem Teller Draufsicht auf hellgrünem Hintergrund
Die Avocado liefert wertvolle ungesättigte Fettsäuren, darunter auch Omega-3, und ist reich an B-Vitaminen. Diese Nährstoffe sind essenziell für die Nervenfunktion und können zur Regulierung von Stress und Stimmung beitragen. © IMAGO/Zoonar.com/Olena Yeromenko
Bananenstücke auf dem Teller Banane
Bananen sind ein praktischer Energiespender und liefert neben Tryptophan auch Vitamin B6. Vitamin B6 ist entscheidend für die Umwandlung von Tryptophan in Serotonin und trägt zur normalen Funktion des Nervensystems bei, was die Laune heben kann. © IMAGO/Zoonar.com/Oksana Bratanova
Tropische Früchte Ananas in Ringen oder Scheiben aus der Dose süß
Ananas enthält nicht nur Tryptophan, sondern auch Bromelain, ein Enzym, das entzündungshemmend wirkt und die Stimmung verbessern kann. Sie besitzt zudem schlaffördernde und entzündungshemmende Eigenschaften.  © IMAGO/Zoonar.com/Tetiana Chernykova
Rolled oats in a bowl Haferflocken
Als Vollkornprodukt liefern Haferflocken komplexe Kohlenhydrate, die die Aufnahme von Tryptophan im Körper begünstigen. Sie enthalten zudem B-Vitamine, die für den Energiestoffwechsel und die Nervenfunktion wichtig sind, und können so zu Ausgeglichenheit beitragen. © IMAGO/katrinshine
Drei Spiegeleier in Bratpfanne von oben fotografiert Eier
Hühnereier sind eine vielseitige Proteinquelle und enthalten L-Tryptophan. Sie liefern zudem wichtige B-Vitamine und Vitamin D, die alle zur Unterstützung der Neurotransmitterproduktion und einer gesunden Nervenfunktion beitragen können. © IMAGO/Ulrich Roth
schneiden,brotscheibe,vollkornbrot,durchschneiden,brotscheiben,brotschnitte,brotschnitten,schnitte,schnitten,brot
Ähnlich wie Haferflocken versorgt Vollkornbrot den Körper mit langkettigen Kohlenhydraten, die eine gleichmäßige Freisetzung von Tryptophan ermöglichen. Es trägt zur Sättigung bei und kann helfen, den Stresspegel zu senken. © IMAGO
Büchse mit Thunfisch Büchse mit Thunfisch, 27.06.2023, Borkwalde, Brandenburg
Thunfisch ist eine ausgezeichnete Quelle für L-Tryptophan und Omega-3-Fettsäuren. Beide Nährstoffe sind wichtig für die Gehirnfunktion und können zur Regulierung der Stimmung beitragen. Thunfisch, auch aus der Dose, ist eine praktische Option. © IMAGO/Sascha Steinach
sonnenblumenkerne,kürbiskerne,kern,kerne,sonnenblumenkern,kürbiskern sunflower seeds,pumpkin seeds,sunflower seed
Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne sind reich an Tryptophan, Magnesium und B-Vitaminen. Sie sind wertvolle Nährstofflieferanten, die das Nervensystem stärken und zur Reduzierung von Reizbarkeit beitragen können. © IMAGO/Andy Nowack
Cherry Tree In Veranne Kirschen im Baum
Kirschen können die Serotoninproduktion aktivieren und fördern zusätzlich die Bildung weiterer stimmungsrelevanter Botenstoffe wie Endorphin und Dopamin. Ihr Verzehr kann Reizbarkeit mindern und den Schlaf verbessern.  © IMAGO/Romain Doucelin
Hülsenfrüchte, rote Linsen, Kichererbsen, rote und weiße Bohnen Sortiment in verschiedenen Schalen auf dunklen schwarzen Tisch. Diät für Gewichtsverlust und Kampf gegen Cholesterin Konzept.
Hülsenfrüchte sind pflanzlichen Proteinquellen und enthalten reichlich Tryptophan und Magnesium. Sie sind zudem gute Lieferanten für B-Vitamine und komplexe Kohlenhydrate, die das Wohlbefinden unterstützen. © IMAGO/Zoonar.com/Katsiaryna Hurava
Frisches rohes Lachsfilet mit Kochzutaten auf Holzbrett Draufsicht auf hellblauem Hintergrund Lachs
Lachs ist reich an Omega-3-Fettsäuren wie EPA und DHA, unterstützt Lachs die Gehirnfunktion und die Wirksamkeit von Serotonin im Gehirn. Zudem liefert er Vitamin D, das ebenfalls für die Serotoninsynthese von Bedeutung ist. Regelmäßiger Verzehr kann die Stimmung positiv beeinflussen.  © IMAGO/Zoonar.com/Olena Yeromenko
Cashewnuss, Cashew-Nuss, Cashew, Kaschunuss, Kaschu-Nuss (Anacardium occidentale), Cashewnuesse in Holzschalen
Cashewkerne sind nicht nur ein leckerer Snack, sondern auch eine gute Quelle für L-Tryptophan und Magnesium. Magnesium trägt zur normalen Funktion des Nervensystems bei und kann die Stressresistenz stärken, was Cashewkerne zu einem wertvollen Stimmungshelfer macht. © IMAGO/Steidi
pieces chocolate pile copy space. High quality and resolution beautiful photo concept Dunkle Schokolade
Kakao, der Hauptbestandteil dunkler Schokolade, enthält Tryptophan und sekundäre Pflanzenstoffe. Diese können die Serotoninproduktion anregen und das Belohnungszentrum im Gehirn aktivieren, was zu einem Gefühl des Wohlbefindens führen kann. Ein hoher Kakaoanteil in der Schokolade ist dabei vorteilhaft. © IMAGO/Zahard
Ein Haufen Walnüsse in einer Tasse Nüsse
Walnüsse sind eine gute pflanzliche Quelle für Omega-3-Fettsäuren und Tryptophan. Sie unterstützen die Gehirnfunktion und tragen zur Nervenstärkung bei, was sie zu einem wertvollen Bestandteil einer stimmungsfördernden Ernährung macht.  © IMAGO/Zoonar.com/Alain de Maximy

Die als „Radikalfänger“ bekannten Antioxidantien finden sich vor allem in Obst und Gemüse, aber auch in Hülsenfrüchten. So empfiehlt etwa die Krankenkasse AOK, für eine antioxidantienreiche Ernährung auf grüne Trauben, Blau- und Johannisbeeren, oder Äpfel und Kirschen zurückzugreifen. Unter den Gemüsen wirken sich unter anderem Brokkoli, rote Beete, rote Zwiebeln, Spinat, Paprika und Knoblauch gut auf den Antioxidantien-Haushalt im Körper aus. Empfehlenswert sind aber auch Vollkornprodukte, dunkle Schokolade (mit mindestens 70 Prozent Kakaoanteil) und hochwertige naturbelassene Öle, darunter vor allem Oliven- und Nussöle.

Auch wenn Alkohol – vor allem in größeren Mengen – alles andere als förderlich für die Zellgesundheit ist, gibt es bestimmte Rotwein-Rebsorten, die reich an Antioxidantien sind. Als „Wein der Hundertjährigen“ wird etwa der Rotwein „Cannonau“ aus Sardinien bezeichnet, wie Science and Wine erklärt. Als Rotweine mit einem hohen Gehalt an Antioxidantien gelten auch der Sagrantino aus Umbrien sowie generell die Rebsorte Pinot Noir. (fh)

Rubriklistenbild: © Xinhua/IMAGO

Kommentare