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Wird der März kalt?
Bauernregel soll Frühlings-Wetter vorhersagen: Ein Tag im Januar entscheidet
Der Januar war der kälteste seit Jahren, das könnte laut einer Bauernregeln ein Hinweis darauf sein, dass es auch im März mehr frostig als frühlingshaft wird.
Seit jeher versuchen Menschen, anhand des Wetters an bestimmten Tagen Vorhersagen für die kommenden Jahreszeiten zu treffen. Besonders in den Winter- und Frühlingsmonaten gibt es zahlreiche Sprichwörter und Bauernregeln, die sich mit Kälte, Frost und der Wetterentwicklung des kommenden Jahres beschäftigen. Zwei dieser traditionellen Weisheiten lauten: „Friert es stark um Virgilius, im März viel Kälte kommen muss“ und „Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter für ein ganzes Jahr.“
Diese Regeln finden sich unter anderem im Hunderjährigen Kalender, erstere bezieht sich auf den Virgiliustag am 31. Januar. Wenn es Ende Januar frostig ist, soll es laut dieser Regel auch im März kalt bleiben. Tatsächlich Zeit sich der Januar von seiner frostigen Seite, in teilen Deutschlands ist die Wetter-Lage „katastrophal“, sodass sogar Schulen zu sind – und ein ende der Kälte sehen die meisten Prognosen aktuell nicht – ganz im Gegenteil: Eine Wetterkarte zeigt die nächste Kältewelle schon auf Deutschland zurollen. Sollte man der Regel Glauben schenken, würde das bedeuten, dass auch der März kalt wird.
Bauernregel deutet auf kalten März hin – doch wie zuverlässig sind die Wetter-Weißheiten von früher?
Allerdings ist die Zuverlässigkeit solcher Wetterweisheiten umstritten. Sie entstammen einer Zeit, in der es noch keine meteorologischen Modelle gab und man sich auf langjährige Naturbeobachtungen verließ. Viele dieser Regeln basieren auf subjektiven Beobachtungen, die über Generationen weitergegeben wurden, und nicht auf wissenschaftlich fundierten Daten. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) schätzt die Trefferquote anderer Bauernregeln auf etwa 60 bis 70 Prozent ein.
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Auch eine andere Bauernregel könnte auf einen frostigen Frühling hinweisen – andere Wetterweißheiten widersprechen der Vorhersage jedoch. So lässt eine andere Bauernregel sogar schon bald auf den Frühling hoffen. Trotz ihrer Unzuverlässigkeit haben diese traditionellen Sprichwörter bis heute einen festen Platz in unserer Sprache und kulturellen Erinnerung. Sie verdeutlichen, wie stark die Menschen früher von der Natur abhängig waren und wie sie versuchten, aus kleinen Anzeichen große Vorhersagen abzuleiten. Dennoch sind diese Vorhersagen weit weniger präzise als moderne Wetterprognosen. (Quelle: 100-jähriger Kalender, DWD) (kiba)