Tragödie im Urlaubsparadies
Drama an der Adria: Deutscher Bub (6) stirbt nach Sprung in Camping-Pool in Italien
Ein Familienurlaub in Lido delle Nazioni endet tödlich: Ein sechsjähriger Deutscher verliert nach einem Kopfsprung ins Wasser das Bewusstsein und kann trotz Luftrettung nicht gerettet werden. Die genaue Ursache bleibt vorerst rätselhaft.
Lido delle Nazioni/Italien – Auf dem beliebten Ferienareal „Tahiti“ in Lido delle Nazioni (Provinz Ferrara) herrscht Fassungslosigkeit. Am Sonntag sprang der Sechsjährige in das Schwimmbecken des Platzes – kurz darauf trieb er leblos im Wasser. Ersthelfer alarmierten sofort die Rettungskräfte.
Rettung per Hubschrauber ohne Erfolg
Ein Notarztteam stabilisierte den Jungen zunächst am Beckenrand, ehe ein Rettungshubschrauber ihn in maximaler Dringlichkeit in die Klinik Sant’Anna di Cona flog. Doch alle Reanimationsversuche blieben erfolglos: Der Kleine verstarb wenige Minuten nach der Ankunft im Krankenhaus.
Noch ist unklar, ob der Sechsjährige ertrank oder ob möglicherweise ein akutes gesundheitliches Problem – etwa eine krampfartige „Badekonvulsion“ – den Kollaps auslöste. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Autopsie an, um die exakte Todesursache zu bestimmen.
Zweiter tödlicher Unfall binnen 24 Stunden
Die Region steht damit binnen eines Tages vor zwei Badetoten: Bereits am Samstag war der 16-jährige Aymane im zwölf Kilometer entfernten Lido degli Estensi ums Leben gekommen. Er sprang von einem Tretboot in den Logonovo-Kanal, um zwei in Not geratenen Schwimmern zu helfen. Während diese gerettet werden konnten, zog der Rettungsdienst den Teenager nur noch tot aus dem Wasser. (mh)