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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Arktisches Wetter in den USA: Lebensgefährliche Minusgrade, Schneestürme und eisiger Wind
Eine extreme Kältewelle trifft die USA: arktische Temperaturen, eisiger Wind und Schneestürme werden prognostiziert. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Ab Samstag (24. Januar) erfasst eine massive Kältewelle große Teile Nordamerikas. Eine arktische Luftmasse strömt weit nach Süden vor und senkt die Temperaturen in den USA drastisch unter das jahreszeitliche Mittel. Die vorliegenden Temperaturanomalien zeigen Abweichungen von teils mehr als minus 20 Grad, besonders im Mittleren Westen, in den Great Plains und rund um die Großen Seen.
Selbst Städte wie New York, Chicago oder Detroit erleben Werte, die sonst nur aus Hochwinterlagen bekannt sind. In Chicago werden Temperaturen nahe minus 20 Grad erwartet, während New York deutlich unter minus 10 Grad rutscht. Diese Kälte ist außergewöhnlich weitflächig und zählt global zu den kältesten Regionen der Erde an diesem Wochenende. Auch in Deutschland bleibt es kalt.
Wetter in den USA: Lebensgefährlicher Windchill und Schnee
Besonders gefährlich wird die Lage durch den starken Wind, der die gefühlten Temperaturen nochmals drastisch absenkt. Der sogenannte Windchill lässt die Kälte deutlich aggressiver wirken, was bereits nach wenigen Minuten zu Erfrierungen führen kann. Gleichzeitig ziehen mehrere Schneestürme über die betroffenen Regionen und sorgen für schlechte Sicht, vereiste Straßen und massive Verkehrsbehinderungen.
Flughäfen, Autobahnen und Bahnverbindungen sind bedroht. Für Menschen ohne festen Wohnsitz wird diese Wetterlage lebensbedrohlich, da Schutz vor Wind und Frost oft fehlt. Behörden warnen eindringlich davor, sich unnötig im Freien aufzuhalten, und richten Notunterkünfte ein, um Erfrierungen und Todesfälle zu verhindern.
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Schneestürme ziehen über die USA: Kälte reicht bis in den Süden
Auffällig ist, wie weit diese Kälte nach Süden vorstößt. Selbst Teile der mittleren und südlichen USA geraten unter den Einfluss der arktischen Luft, begleitet von Schnee, Eisregen und starkem Frost. Wir Meteorologen sprechen von einer außergewöhnlichen Konstellation, bei der kalte Polarluft nahezu ungebremst bis weit in die Landesmitte vordringt.
Die Energieversorgung steht unter Druck, da der Heizbedarf sprunghaft steigt und Stromausfälle drohen. Gleichzeitig werden wirtschaftliche Schäden erwartet, etwa durch Produktionsausfälle und Lieferkettenprobleme. Experten mahnen zur Vorsicht und betonen, dass diese Kältewelle eindrucksvoll zeigt, wie extrem und gefährlich Winterwetter in Nordamerika werden kann.