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Klatsche für die Konkurrenz

„Tatort“ räumt ab: ARD vernichtet am Sonntag die gesamte TV-Landschaft

An dem „Tatort“ gab es kein Vorbeikommen: Die ARD holte mit der Reihe – am Sonntag aus Ludwigshafen – Traumquoten. Die Konkurrenz schmierte ab.

Ludwigshafen – Der „Tatort“ gehört in vielen deutschen Haushalten zum Sonntagabend-Ritual – doch nicht immer zeichnet sich das auch in den Quoten ab. Die Version aus Münster kann oftmals besonders viele Menschen begeistern, nicht aber die Ausgaben aus anderen Städten. Am 7. Januar 2024 beschert aber auch das Ermittlerteam aus Ludwigshafen der ARD Top-Quoten.

Enttäuschung bei der Konkurrenz: ARD gewinnt mit dem „Tatort“ den Quotenkampf

Das Quotenduell zwischen dem „Tatort“ und einer neuen Folge von „Das Traumschiff“ wurde zuletzt noch ganz knapp entschieden. Am Sonntagabend sah das ganz anders aus. Die Folge „Avatar“, in der Lena Odenthal (Ulrike Folkerts, 62) und Johanna Stern (Lisa Bitter, 40) mit einem besonders düsteren Fall konfrontiert wurden, lockte sozusagen ganz Fernsehdeutschland vor die TV-Bildschirme. Eine ZDF-Romanze und die privaten Sender waren dagegen chancenlos.

Laut dwdl.de schauten fast neun Millionen Menschen den Kommissarinnen bei ihren Ermittlungen zu. Mit 8,95 Millionen Zusehenden beim Gesamtpublikum kommt die ARD am Ende auf einen Marktanteil von 30,6 Prozent und liegt damit einsam an der Spitze. Das ZDF mit der Romanze „Rosamunde Pilcher: Frühstück bei Tessa“ erreichte weniger als halb so viele Menschen. Mit 4,25 Millionen Zuschauern und 14,5 Prozent Marktanteil liegt der Sender am Ende aber ebenfalls weit vor den Privaten. ProSieben zeigte zur gleichen Zeit beispielsweise „Avengers: Endgame“, bei Sat.1 lief „Baywatch“.

Das Phänomen „Tatort“

Seit der Ausstrahlung der ersten „Tatort“-Folge „Taxi nach Leipzig“ am 29. November 1970, hat sich das wöchentliche Krimi-Format zu einem wahren TV-Phänomen entwickelt und beschert der ARD mit jeder neuen Folge ein Millionenpublikum. Bis heute sind stolze 102 Ermittler in der Erfolgssendung zu sehen gewesen – die meisten Einsätze kann dabei das Münchner Duo Ivo Batic (Miroslav Nemec, 68) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl, 64) verzeichnen. Von den 22 stetig wechselnden Schauplätzen und Teams – darunter Ludwigshafen, Wien, Stuttgart, Hamburg, Zürich und Bremen – gelten Frank Thiel (Axel Prahl, 62) und Prof. Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, 58) aus Münster als die am beliebtesten, wie eine Umfrage von t-online aus dem Jahr 2022 ergeben hat. 

Auch in der Zielgruppe unschlagbar: ARD punktet mit Krimi und Wintersport

Auch beim jungen Publikum zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. „Tatort: Avatar“ liegt mit 1,72 Millionen Zuschauern auf Platz eins. Dahinter schließen sich die „Tagesschau“ und der „Biathlon Weltcup“ – ebenfalls Programmpunkte im Ersten – an. Mit Marktanteilen weit über der 20-Prozent-Marke dürfte sich der Sender am Sonntag mehr als zufriedengeben. Zur besten Sendezeit konnte in der werberelevanten Zielgruppe aber zumindest ProSieben mit dem Marvel-Film den Anschluss halten – wenn auch mit knapp zehn Prozent weniger Marktanteil als der „Tatort“.

An dem „Tatort“ gab es kein Vorbeikommen. Die ARD holte mit der Reihe – am Sonntag aus Ludwigshafen – Traumquoten. Die Konkurrenz schmierte ab.

Womöglich kam dem Krimi zugute, dass es gleich zwei Abschiede gab. Ein letztes Mal traten am Sonntagabend die Figuren „Edith Keller“ und „Peter Becker“ in der Ludwigshafen-Version auf. Die beiden Darsteller Annalena Schmidt (72) und Peter Espeloer (63) packten nun aus, was wirklich hinter den Massen-Rauswürfen beim „Tatort“ steckt. Verwendete Quellen: dwdl.de

Rubriklistenbild: © SWR/Christian Koch

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