Berührendes Geständnis bei „Höhle der Löwen“

Maschmeyer den Tränen nahe: Warum ihn ein Tech-Startup mitten ins Herz trifft

Carsten Maschmeyer bei „Höhle der Löwen“.
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Carsten Maschmeyer bei „Höhle der Löwen“.

Das Münchener Tech-Startup „Ajuma“ konnte bei „Die Höhle der Löwen“ am Montagabend bei Vox auf ganzer Linie überzeugen. Besonders Carsten Maschmeyer (61) berührte das Thema, das die Gründer mit ihrem Produkt angehen wollen. Er macht ein berührendes Geständnis:

So bewegend war wohl noch kein anderer Produkt-Pitch bei „Die Höhle der Löwen“. Annette Barth (40) und Julian Meyer-Arnek (47) stellen ihr Produkt “Ajuma“ vor, einen UV-Bodyguard, mit dem jeder messen kann, wie lange er tatsächlich in der Sonne bleiben darf, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Das Produkt soll Eltern dabei helfen, ihre Kinder nicht zu lange der Sonneneinstrahlung auszusetzen. Denn übermäßige UV-Strahlung schädigt die Haut langfristig und kann Hautkrebs auslösen.

UV-Bodygard löst das „Zu-Problem“

Der Sensor, der an der Kleidung oder am Handgelenk getragen wird, misst die einfallende Sonneneinstrahlung und bezieht auch Satellitendaten wie Ozonwerte in die Berechnung mit ein. Abhängig von Hauttyp und dem Lichtschutzfaktor der verwendeten Sonnencreme warnt eine dazugehörige App vor zu viel, aber auch vor zu wenig Sonne. Denn nicht nur Sonnenbrand ist ein Problem, auch Vitamin-D-Mangel kann langfristig schwere Folgen für die Gesundheit haben.

Die Gründer Annette Barth und Julian Meyer-Arnek aus München präsentieren ihren UV-Bodygard.

Hier könnt Ihr die ganze Folge auf TV Now ansehen.

Die Gründer wollen ihr Produkt im Sommer auf den Markt bringen und suchten dafür in der Vox-Show einen starken und erfahrenen Partner. Ihr Angebot: 110.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile. Die „Wunsch-Löwen“ Nils Glagau (45) und Carsten Maschmeyer (61) verlangten zwar 25 Prozent, doch den Gründern fiel die Entscheidung leicht: „Wir können gar nicht anders.“

Maschmeyer spricht zum 1. Mal über Krebs-Erkrankung seines Sohnes

Das Produkt berührt Carsten Maschmeyer besonders. „Einer meiner Söhne hatte schwarzen Hautkrebs“, erzählt Maschmeyer zum ersten Mal in der Öffentlichkeit. Für seine Familie sei dies keine schöne Zeit gewesen, gestand der Investor.

Was die Zuschauer am Montagabend nicht sahen: Maschmeyer musste bei dem Pitch mit den Tränen kämpfen. Der 61-Jährige hatte erst kurz vor der Aufzeichnung selbst die Diagnose Hautkrebs bekommen, wie er gegenüber „Bild“ verriet. Als die beiden Gründer von ihrem Produkt erzählten, habe der Investor um Fassung gerungen. „Ich dachte: ‚Nichts wie weg“, sagte der 61-Jährige der Zeitung. Wenige Tage später sollte er operiert werden. Mittlerweile ist der Unternehmer wieder vollständig genesen. Über seinen Instagram-Account hatte er dann kurze Zeit später geschrieben: „Die Heilung ist gut verlaufen und die Schwellungen sind fast weg, eine Narbe bleibt.“

Was ist schwarzer Hautkrebs?    

Als schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom) werden bösartige Hauttumore bezeichnet, die aus pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) entstehen. Maligne Melanome bilden frühzeitig Tochtergeschwülste (Metastasen) in Lymphknoten und anderen Organen aus. Übermäßige UV-Strahlung schädigt die Haut langfristig: Die Gefahr, später an einem malignen Melanom zu erkranken, steigt mit jedem Sonnenbrand im Kindesalter. Schwarzer Hautkrebs entwickelt sich häufig aus Muttermalen. Menschen mit vielen Leberflecken haben daher ein erhöhtes Erkrankungsrisiko. Eine erbliche Veranlagung kann die Ausbildung eines bösartigen Hauttumors ebenfalls begünstigen.

mh

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