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Medizinisches Phänomen
Diagnose frei erfunden? „Bergdoktor“-Staffelfinale wirft Fragen auf
Am 7. März 2024 zeigte das ZDF das langersehnte Staffelfinale ihres Erfolgsschlagers „Der Bergdoktor“ im linearen Fernsehen – und wirft mit einer Storyline große Fragen auf.
Ellmau – In der Finalfolge der 17. Staffel vom ZDF-„Bergdoktor“ ist es für ein vorerst letztes Mal richtig spannend zur Sache gegangen: Karla (Sarah Mahita, 26) und Markus Jenner (Nicolas Wolf, 32) freuen sich über die Geburt ihrer zweieiigen Zwillingstöchter Paula und Leni – doch die frisch gebackene Mutter muss sich gleich mit zwei Schock-Nachrichten auseinandersetzen. Ihr wird von TV-Arzt Dr. Martin Gruber (Hans Sigl, 54) unter anderem attestiert, dass beide Töchter je einen anderen Vater haben.
Zwei Töchter, zwei Väter? „Bergdoktor“ thematisiert medizinisches Phänomen
Kürzlich wurde auf der Instagramseite der Heimatserie „Bergdoktor“ verkündet, dass im Mai 2024 die Dreharbeiten zur 18. Staffel beginnen. Bis dahin haben Fans noch Zeit, das aufregende Finale der 17. Staffel zu verdauen. Eine kuriose Geschichte, die für viel Gesprächsstoff sorgt, ist die der Vaterschaft von Karlas neugeborenen Zwillingen. Dr. Gruber verkündet Neu-Mama Karla, dass ihre Töchter zwei verschiedene Väter haben: und zwar soll bei ihr eine Superfekundation stattgefunden haben – doch was bedeutet das genau?
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„Dieser Begriff [Anm. d. Red.: der Superfekundation] beschreibt den Umstand, bei einer zweieiigen Zwillingsschwangerschaft, dass es zwei Väter geben kann“, erklärt Hans Sigl als TV-Arzt seiner Patientin – aber ist so etwas medizinisch überhaupt möglich? Die einfache Antwort lautet: Ja, aber es ist extrem selten. Zum Beispiel hat im Jahr 2022 hat eine Frau in Brasilien Zwillinge von unterschiedlichen Vätern zur Welt gebracht. Doch die „Bergdoktor“-Produktion orientiert sich nicht immer an realen medizinischen Fällen und Ereignissen: Dr. Pablo Hagemeyer (54), der als Berater für die beliebte ZDF-Serie tätig ist, erzählte 2019 im Interview mit glückspost.ch, dass in der Vergangenheit auch Krankheiten für den „Bergdoktor“ erfunden wurden.
Erste Folge der 17. Staffel: „Der Bergdoktor“ startete mit solidem Marktanteil
Die Auftaktfolge der laufenden „Bergdoktor“-Staffel landete am 04. Januar 2024 beim Quotenrennen leider nur auf dem zweiten Platz, wie dwdl.de berichtete. Die ZDF-Alpenserie erlangte einen Marktanteil von 19,7 Prozent und konnte durchschnittlich 5,52 Millionen Zuschauer beim Gesamtpublikum aufweisen. Die siebte und damit vorletzte Folge der 17. „Bergdoktor“-Staffel kämpfte sich dagegen an den ersten Platz der Quotenliste und ging als Tagessieger hervor. Beim Gesamtpublikum schalteten ganze 5,79 Zuschauer ein und das ZDF erlangte mit der Folge „Zerreißprobe“ 22,1 Prozent der Marktanteile. Verwendete Quellen:dwdl.de
„Bergdoktor“-Produktion kaufte Schwangerschaftsgeschichte extern ein
Die Idee zu der Geschichte stammt ursprünglich von einer externen Autorin – und die „Bergdoktor“-Produktion kaufte sie ihr für die Heimatserie ab. „Wir sahen darin eine sehr spannende und emotional tiefgreifende Grundkonstellation, sodass wir dieser Autorin die Rechte an der Idee abgekauft und das Ganze in die ‚Bergdoktor‘-Welt übertragen haben“, so die neue deutsche Filmgesellschaft gegenüber bunte.de. Sie versichern außerdem, dass sie bei der Ausarbeitung der Storyline auch medizinische Fachberatung in Anspruch genommen haben.
Schock-Nachricht beim „Bergdoktor“: ZDF-Arzt Dr. Martin Gruber verkündet Neu-Mama Karla, dass ihre Zwillingstöchter von zwei Vätern stammen – und das ist in der realen Welt durchaus möglich, wenn auch ein sehr seltenes Phänomen. (Fotomontage)