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Wegen einer Gesetzesänderung

Viel größere Chance als Prinzessin Anne: Prinzessin Charlotte könnte Königin werden

Bei den britischen Royals ist es auch Frauen möglich, Königin zu werden. Die momentane Thronfolge ist auf Männer ausgerichtet, eine Anpassung könnte Prinzessin Charlotte Vorteile verschaffen.

London – Bei den britischen Royals wird derzeit die Thronfolge diskutiert. Prinz Williams Tochter Charlotte (9) könnte von einer neuen Regelung profitieren und erstmals seit Jahrhunderten schneller Königin werden als alle ihre verwandten Frauen der Royal Family.

Prinz Williams und Kates Tochter Charlotte könnte Königin werden

Weil Queen Elizabeth II. ein stolzes Alter von 96 erreichte, war lange fraglich, ob überhaupt ihr Sohn Charles (75) noch den Thron Englands besteigen könnte oder aufgrund seines Alters direkt an Queen-Enkel William (42) abgibt. Nach dem Tod der Queen im September 2022 wurde Charles wenige Monate später gekrönt. Nach dessen Ableben wäre sein ältester Sohn William Nachfolger. Die aktuelle Thronfolge-Regelung sieht auch an dritter Stelle einen Mann vor: Prinz George (11), wiederum Williams ältester Sohn.

Krebs, Bulimie, Depression: Neun Royals der britischen Königsfamilie erkrankten schwer – das machten sie publik

Prinzessin Kate teilte in einem Video am 22. März den Schock über ihre Krebserkrankung mit der ganzen Welt.
Prinzessin Kates Abwesenheit nach einer Bauchoperation hatte weltweit Spekulationen auslöste. In einem persönlichen Video, dass sie am 22. März auf Instagram veröffentlichte, berichtete die Prinzessin von Wales, dass sie sich einer Krebsbehandlung unterzieht. „Im Januar unterzog ich mich in London einer größeren Bauchoperation und damals dachte man, mein Zustand sei nicht krebsartig“, begann die 42-Jährige. „Die Operation war erfolgreich. Untersuchungen nach der Operation ergaben jedoch, dass Krebs vorlag. Mein medizinisches Team riet mir daher, mich einer präventiven Chemotherapie zu unterziehen, und ich befinde mich jetzt im Anfangsstadium dieser Behandlung.“ Die Mutter von drei Kindern verriet außerdem, dass sie sowohl für sich selbst als auch für ihre Kinder Zeit brauchte, um die Nachricht zu verarbeiten. „Das war natürlich ein großer Schock, und William und ich haben alles getan, um die Angelegenheit zum Wohle unserer jungen Familie privat zu verarbeiten und zu bewältigen. Wie Sie sich vorstellen können, hat das einige Zeit gedauert.“ © IMAGO / Newscom / EyePress
Etwas mehr als einen Monat bevor Kate ihre Diagnose offenlegte, gab der Palast bekannt, dass bei König Charles eine unbekannte Krebsart diagnostiziert worden war.
Etwas mehr als einen Monat bevor Kate ihre Diagnose offenlegte, gab der Palast bekannt, dass bei König Charles eine unbekannte Krebsart diagnostiziert worden war. „Während des jüngsten Krankenhauseingriffs des Königs wegen gutartiger Prostatavergrößerung wurde ein anderes Problem zur festgestellt. Nachfolgende diagnostische Tests haben eine Form von Krebs identifiziert“, schrieb der Buckingham-Palast in einer am 5. Februar veröffentlichten Erklärung. „Seine Majestät hat heute mit einem regelmäßigen Behandlungsplan begonnen. Während dieser Zeit wurde ihm von Ärzten geraten, öffentliche Pflichten zu verschieben. Während dieser Zeit wird Seine Majestät weiterhin wie gewohnt Staatsgeschäfte und offizielle Formalitäten erledigen“, hieß es weiter. © Yui Mok/dpa
Ebenfalls im Januar 2024 gab Sarah „Fergie“ Ferguson bekannt, dass bei ihr Hautkrebs diagnostiziert worden sei, nur wenige Wochen nachdem sie mitgeteilt hatte, dass sie wieder einige Wochen zuvor Brustkrebs besiegt hatte.
Ebenfalls im Januar 2024 gab Sarah „Fergie“ Ferguson bekannt, dass bei ihr Hautkrebs diagnostiziert worden sei, nur wenige Wochen nachdem sie mitgeteilt hatte, dass sie wieder einige Wochen zuvor Brustkrebs besiegt hatte. „Nach der Diagnose einer frühen Form von Brustkrebs in diesem Sommer wurde bei Sarah, Herzogin von York, nun ein bösartiges Melanom diagnostiziert“, sagte ein Sprecher der 64-Jährigen. „Die Herzogin möchte dem gesamten medizinischen Team danken, das sie unterstützt hat, insbesondere ihrem Dermatologen, der mit seiner Wachsamkeit dafür gesorgt hat, dass die Krankheit rechtzeitig erkannt wurde“, fügte die Vertreterin hinzu.  © Kirsty O‘connorf/dpa
Meghan Markle räumte Depressionen im Interview mit Oprah Winfrey im Jahr 2021 ein
In ihrem Interview mit Oprah Winfrey im Jahr 2021 enthüllte Meghan Markle, dass ihre Schwierigkeiten, sich an das Leben in der königlichen Familie zu gewöhnen, dazu führten, dass sie mit ihrer psychischen Gesundheit zu kämpfen hatte und schwere Depressionen verspürte. „Ich habe mich damals geschämt, es zu sagen, und ich habe mich geschämt, es Harry gegenüber zugeben zu müssen. „Und das ist meiner Meinung nach so wichtig, dass sich die Leute daran erinnern, dass man keine Ahnung hat, was hinter verschlossenen Türen mit jemandem los ist. Keine Ahnung“, fügte sie später im Interview hinzu. „Sogar die Menschen, die lächeln und am hellsten strahlen. Man muss Mitgefühl für das haben, was möglicherweise tatsächlich vor sich geht.“ © Evan Agostini/dpa
Als Queen Elizabeth im Jahr 2022 im Alter von 96 Jahren starb, hatte sie mehrere gesundheitliche Probleme, die teilweise altersbedingt waren.
Als Queen Elizabeth im Jahr 2022 im Alter von 96 Jahren starb, hatte sie mehrere gesundheitliche Probleme, die teilweise altersbedingt waren. Ein Autor berichtete posthum über eine Erkrankung mit Knochenmarkkrebs, die vom Palast nie kommuniziert wurde. Im Oktober 2021 wurde die Jahrhundertregentin dabei gesichtet, wie sie einen Gehstock benutzte. Nach einer Nacht im Krankenhaus verpasste sie die Zeremonie zum Gedenktag im November wegen einer Rückenverstauchung und wich von der Tradition ab, indem sie Weihnachten nicht mit dem Rest der königlichen Familie in Sandringham verbrachte, was teilweise auf den Anstieg der COVID-19-Fälle um die Feiertage zurückzuführen war. Im Februar 2022 erkrankte die Königin selbst an COVID-19 und die Genesung verlief nur langsam. Sie sagte in einem Videoanruf mit einem COVID-Patienten, dass „man sich dadurch sehr müde und erschöpft fühlt.“ Ihre letzte Amtshandlung erfolgte am 6. September, als sie Liz Truss auf Schloss Balmoral in Schottland zur neuen Premierministerin des Vereinigten Königreichs ernannte. Spätere Veranstaltungen würde sie auf Anordnung des Arztes absagen. Von Balmoral kehrte die Queen nicht mehr zurück. © Jonathan Brady/dpa
Prinz Philip starb Wochen vor seinem 100. Geburtstag. In den Jahren vor seinem Tod hatte der Herzog von Edinburgh offensichtlich mehrere altersbedingte Gesundheitsprobleme.
Prinz Philip starb Wochen vor seinem 100. Geburtstag. In den Jahren vor seinem Tod hatte der Herzog von Edinburgh offensichtlich mehrere altersbedingte Gesundheitsprobleme. Im Jahr 2017 trat er offiziell von seinen Aufgaben zurück und gab 2019 nach einem Autounfall seinen Führerschein ab. Im Dezember dieses Jahres wurde er wegen einer nicht genannten „Vorerkrankung“ ins Krankenhaus eingeliefert, wie der Palast mitteilte. Im Februar 2021 wurde er in das King Edward VII Hospital eingeliefert, um sich einige Tage der Beobachtung und Erholung zu unterziehen, nachdem er berichtet hatte, dass er sich „unwohl fühlte“ und „wegen einer Infektion behandelt wurde“, so der Palast. Er blieb dann 28 Tage im Krankenhaus. Im März wurde er in das St. Bartholomew‘s Hospital verlegt, wo er wegen einer „bereits bestehenden Herzerkrankung“ operiert wurde, wie der Palast mitteilte. Nach seiner Genesung kehrte Prinz Philip nach Schloss Windsor zurück, wo er am 9. April „friedlich“ starb. ©  Bethany Clarke/dpa
Prinzessin Margaret war wegen ihrer Vorliebe für Regelverstöße, aber auch wegen ihres starken Rauchens und Trinkens als „Rebel Royal“ bekannt.
Prinzessin Margaret war wegen ihrer Vorliebe für Regelverstöße, aber auch wegen ihres starken Rauchens und Trinkens als „Rebel Royal“ bekannt. Im Jahr 1985 wurde der einzigen Schwester von Königin Elizabeth ein Teil ihrer Lunge operativ entfernt. Jahre später, im Jahr 1993, musste Margaret wegen einer Lungenentzündung ins Krankenhaus. Danach erlitt sie zwei Schlaganfälle - einen 1998 während eines Urlaubs in Mustique, der Margret in den Rollstuhl katapultierte (1999 lautete laut Spiegel die Erklärung, die Prinzessin habe sich mit zu heißem Badewasser die Füße verbrannt und könne nicht gehen) und einen weiteren 2002. Letzterer erwies sich als tödlich, und sie starb am 9. Februar dieses Jahres. Sie wurde 71 Jahre alt. In einer offiziellen Erklärung des Buckingham-Palastes hieß es dazu im Januar 2001, der Gesundheitszustand der 70-jährigen Margaret sei „stabil“ und „nicht lebensbedrohend“. © Pa_Mel/dpa
Prinzessin Dianas Beziehung zu Charles turbulent. Die ehemalige Prinzessin von Wales sprach offen darüber, wie die Zugehörigkeit zur königlichen Familie ihre psychische Gesundheit beeinträchtigte – unter anderem litt sie an postpartalen Depressionen und Bulimie.
Prinzessin Dianas Beziehung zu Charles turbulent. Die ehemalige Prinzessin von Wales sprach offen darüber, wie die Zugehörigkeit zur königlichen Familie ihre psychische Gesundheit beeinträchtigte – unter anderem litt sie an postpartalen Depressionen und Bulimie. „Ich hatte eine Bulimie, und einfach das Gefühl, zu nichts zu taugen und nutzlos und hoffnungslos zu sein und in jeder Hinsicht zu versagen“, sagte sie 1995 in dem berüchtigten BBC 1 Panorama-Interview zu Martin Bashir. „Es war ein Symptom dafür, was in meiner Ehe vor sich ging. Ich schrie nach Hilfe, gab aber die falschen Signale, und die Leute benutzten meine Bulimie als Kleiderbügel. Sie meinten, das sei das Problem: Diana sei labil“, sagte sie und fügte hinzu: „Die Ursache war die Situation, in der mein Mann und ich alles zusammenhalten mussten, weil wir die Öffentlichkeit nicht enttäuschen wollten, und dennoch gab es offensichtlich eine Menge Unruhe in unseren vier Wänden.“ (Im Bild mit Dr Henry Kissinger, während sie eine Süßigkeiten-Platte weiterreicht) ©  John_Stillwell/dpa
Als König Georg VI. 1951 an Krebs erkrankte, verheimlichte der Palast die Diagnose nicht nur vor der Öffentlichkeit, sondern auch vor dem Monarchen selbst.
Als König Georg VI. 1951 an Krebs erkrankte, verheimlichte der Palast die Diagnose nicht nur vor der Öffentlichkeit, sondern auch vor dem Monarchen selbst. Im September 1951 unterzog sich der Vater von Königin Elizabeth einer Pneumonektomie - der Entfernung der Lunge -, die laut Palast auf „strukturelle Anomalien“ zurückzuführen war. Sein plötzlicher Tod fünf Monate später wurde laut The Telegraph auf eine „Koronarthrombose“ zurückgeführt, die durch seine Gefäßerkrankung verursacht worden war, obwohl seither spekuliert wird, dass sein Lungenkrebs die Ursache war. © picture-alliance / dpa/dpaweb | Files

Die Regelung geht zurück auf den Bill of Rights 1689 und orientiert sich an der Hannover-Linie, von der die Windsors abstammen. Seit dem 17. Jahrhundert haben demnach alle noch lebenden und nicht ausgeschlossenen Nachfahren von Sophie von Hannover (1630-1714) Anrecht auf die britische Thronfolge. Bevorzugt wurden aber bisher männliche Nachfahren vor den weiblichen im Haus Windsor. Mit der ersten Schwangerschaft von Prinz Williams Frau Kate (42) wurde allerdings eine Neuregelung aufgesetzt. Obwohl Kate als Bürgerliche schnell vom britischen Königshaus akzeptiert wurde, sei sie lange Zeit für eine Angewohnheit aufgezogen worden.

Neue Regelung von William und Kate angestoßen

Per Gesetz ist seit 2013 geregelt, dass ihr erstes Kind unabhängig vom Geschlecht Thronfolger sein darf. Charlotte bekommt also irgendwann den Vorzug vor Bruder Louis (6), der aufgrund seines Geschlechts ohne die Neuregelung direkt nach Bruder George rangiert hätte. Zugleich wurde auch die Bestimmung aufgehoben, dass Personen, die römisch-katholisch heiraten, von der Thronfolge ausgeschlossen sind. Die neunjährige Charlotte hätte also im Gegensatz zu ihrer Großtante und einzigen Tochter der Queen, Anne (74), eine sehr reelle Chance auf den Thron. Das könnte etwa der Fall sein, wenn Charlottes Bruder George auf sein Amt verzichten würde und kinderlos bleibt.

Wegen einer Neuregelung steht Williams und Kates Tochter Charlotte (li.) in der britischen Thronfolge sehr viel weiter vorn als ihre Großtante Anne (re.), die einzige Tochter von Queen Elizabeth.

Anne, die Schwester von Charles III., steht nach alter Regelung nur auf Platz 17 und wird zu Lebzeiten ihre männlichen Anwärter nicht mehr überholen können. Diese Änderungen traten im März 2015 in allen 16 Königreichen des Commonwealth in Kraft, wie es auf der offiziellen Website des Königshauses heißt. Dazu zählen unter anderem Kanada, Australien und Neuseeland. Bei seinem Staatsbesuch in Australien äußerten einige eingeborene Parlamentsmitglieder Charles gegenüber laustark ihren Unmut über die Regelung der Commonwealth-Nationen und dem einen vorherrschenden König. Ehefrau Camilla (77) hatte auf der Reise in Down Under ein Problem, das sie nicht königlich elegant lösen konnte. Verwendete Quellen: mirror.co.uk

Rubriklistenbild: © iIMAGES/PhotoNews/IMAGO (Fotomontage)

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