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Nach letzter Sendung „Immer wieder sonntag“

Eklat nach Schlager-Finale: Stefan Mross rechnet mit SWR ab – „Kann uns am A... lecken“

Stefan Mross
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Stefan Mross hat die letzte „Immer wieder sonntags“-Ausgabe moderiert.

Vor der Kamera fließen noch Tränen, wenige Stunden später schlägt die Stimmung offenbar komplett um. Nach dem endgültigen Aus von „Immer wieder sonntags“ liefert sich Schlager-Star Stefan Mross bei einem SWR-Empfang eine heftige Auseinandersetzung mit den Senderverantwortlichen.

Rust – Es sollte der versöhnliche Abschluss nach mehr als zwei Jahrzehnten werden. Doch nach der letzten Ausgabe von „Immer wieder sonntags“ kam es hinter den Kulissen offenbar zum Eklat. Schlager-Star Stefan Mross machte seinem Frust über das Aus seiner Sendung vor Verantwortlichen des SWR Luft – und verließ den anschließenden Empfang schließlich vorzeitig.

Nur wenige Stunden zuvor hatte sich der 50-Jährige noch äußerst emotional vom Fernsehpublikum verabschiedet. Während der Finalsendung am Sonntag (6. September) kämpfte Mross mehrfach mit den Tränen. Besonders ein Ständchen von Sigrid und Marina rührte ihn sichtbar.

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Stefan Mross spricht von „Bestattungsrede“

Nach der Live-Show lud der SWR Moderator und Team zu einem Empfang im Europa-Park in Rust ein. Dort sprachen unter anderem SWR-Intendant Kai Gniffke und Programmdirektor Clemens Bratzler über das Ende des Formats und würdigten Mross‘ Leistung der vergangenen 21 Jahre.

Doch beim Moderator kamen die Worte offenbar alles andere als versöhnlich an. Laut Medienberichten bezeichnete er die Ansprache Gniffkes als „Bestattungsrede“. Besonders scharf griff Mross anschließend Programmdirektor Bratzler an. Er warf ihm laut den Berichten vor, hinter dem Aus der Sendung stecke eine „kleine Rache-Aktion“. Eine Behauptung, für die Mross öffentlich keine Belege vorlegte. Bratzler widersprach seiner Darstellung bei dem Empfang deutlich.

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Streit um Zukunft des Sonntagvormittags

Mross schilderte außerdem ein Gespräch mit Bratzler aus dem März, als ihm das Ende von „Immer wieder sonntags“ mitgeteilt worden sei. Auf seine Frage, was künftig am Sonntagvormittag ausgestrahlt werde, soll der Programmdirektor nach Mross‘ Darstellung sinngemäß von Wiederholungen gesprochen haben.

Auch diesem Vorwurf widersprach Bratzler laut den Berichten. Aus dem Publikum soll es daraufhin Buh-Rufe gegeben haben. Der SWR selbst begründet die Einstellung offiziell mit finanziellen und strategischen Gründen. Die bisher für die Show eingesetzten Mittel sollen teilweise eingespart und teilweise in neue digitale Unterhaltungsformate investiert werden.

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„Da kann uns der Rest am A... lecken“

Besonders deutlich wurde Mross schließlich, als er erklärte, weshalb er überhaupt zu dem Empfang gekommen sei. Eigentlich habe er nicht teilnehmen wollen, sei dies aber seinem Team schuldig gewesen, das seit fast 22 Jahren an seiner Seite gearbeitet habe.

Dann fiel der Satz, der nun für Schlagzeilen sorgt: „Da kann uns der Rest am A.... lecken!“ Anschließend kündigte Mross an, die Veranstaltung wegen der für ihn negativen Atmosphäre zu verlassen – und ging.

Kurz darauf erklärte er laut Medienbericht im Hotelgarten, seine Worte seien wohlüberlegt gewesen. Sein Eindruck: Der SWR habe sich bei der Veranstaltung vor allem selbst gefeiert.

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SWR äußert sich zurückhaltend zu Mross-Eklat

Der Sender reagierte auffallend nüchtern. SWR-Sprecher Jürgen Ruf erklärte laut Bericht, die zusätzliche Finalausgabe sei als Geschenk an das Publikum gedacht gewesen. Bei aller Emotionalität sei dem Sender ein respektvoller Umgang miteinander wichtig. Zu Äußerungen auf internen Veranstaltungen wolle man sich nicht weiter öffentlich äußern.

Damit treffen zwei völlig unterschiedliche Sichtweisen aufeinander. Der SWR spricht offiziell von einer schwierigen, aber strategisch und finanziell begründeten Entscheidung. Mross fühlt sich dagegen offenbar „rausgeschmissen“ und macht aus seiner Enttäuschung inzwischen keinen Hehl.

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Nach 31 Jahren endet ein Stück Schlager-TV

„Immer wieder sonntags“ lief seit 1995 im Ersten. Stefan Mross übernahm die Moderation 2005 und wurde über mehr als zwei Jahrzehnte zum Gesicht der Sendung. Insgesamt entstanden mehr als 370 Folgen.

Die letzte Live-Ausgabe war noch einmal mit zahlreichen Größen aus der Schlager- und Volksmusikszene besetzt, darunter Andy Borg, Stefanie Hertel, Vanessa Mai, Semino Rossi sowie Marianne und Michael. Am Sonntag (13. September) folgt noch eine Best-of-Ausgabe.

Ob das Konzept anschließend bei einem anderen Sender weiterleben könnte, ist offen. Mross hatte zuletzt erklärt, bereits Gespräche über eine mögliche Zukunft zu führen. Sicher ist bislang nur: Das Kapitel „Immer wieder sonntags“ beim SWR ist beendet – und der Abschied fiel hinter den Kulissen deutlich weniger harmonisch aus als vor den Fernsehkameras. (Der Artikel erschien zuerst auf www.innsalzach24.de/mh)

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