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Nach dem Mross-Beben

Radikaler Sparkurs beim SWR trifft auch Schlager-Star Andy Borg

Moderator Andy Borg mit seinen Gästen im „Schlager-Spaß“.
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Moderator Andy Borg mit seinen Gästen im „Schlager-Spaß“. (Archivbild)

Beim SWR bleibt aktuell kein Stein auf dem anderen! Nach dem heftig diskutierten Aus für Stefan Mross trifft es nun die nächste Kult-Show der ARD-Anstalt. Schlager-Star Andy Borg (65) und sein erfolgreicher „Schlager-Spaß“ müssen die Koffer packen und die gewohnte Fernseh-Heimat verlassen.

Es ist ein echter Paukenschlag, den die Unternehmenskommunikation des Senders nun offiziell bekanntgegeben hat: Ab dem Jahr 2027 wird der „Schlager-Spaß mit Andy Borg“ nicht mehr in den hauseigenen SWR-Studios in Baden-Baden produziert. Stattdessen zieht die Erfolgsshow in den badischen Ortenaukreis – genauer gesagt in eine vom Europa-Park angemietete Halle in Mahlberg.

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Die TV-Zuschauer müssen sich zwar auf eine neue Kulisse einstellen, doch die Produktion verspricht, den gewohnten und beliebten Charakter der gemütlichen Weinstube zu bewahren. Bis Ende 2026 läuft die Produktion für den Schlager-Star noch wie gewohnt in Baden-Baden weiter, danach übernimmt die renommierte Firma Kimmig Entertainment als neuer Produktionspartner das Ruder.

„Schmerzhaft für die Mitarbeiter“ – Der SWR spart knallhart

Hinter den Kulissen steckt ein radikaler Strategiewechsel, den der Sender bereits 2025 beschlossen hat. Das Ziel: Der SWR will künftig keine großen Unterhaltungsformate mehr selbst herstellen, um Kosten zu drücken. SWR-Intendant Kai Gniffke rechtfertigt den Schritt mit der Verantwortung für die Rundfunkgebühren: „Der SWR entscheidet sich (...) für die wirtschaftlichsten und sinnvollsten Lösungen. Wir reduzieren unsere eigenen Flächen.“

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Dass dieser Sparkurs menschliche Schicksale berührt, verhehlt Programmdirektor Clemens Bratzler nicht. Er gibt offen zu, dass die Auslagerung „schmerzhaft für die betroffenen Mitarbeitenden“ sei, die die Show jahrelang getragen haben. Man verspricht jedoch eine sozialverträgliche Umsetzung.

Die große Auslagerungs-Welle erfasst weitere Kult-Shows

Andy Borg ist längst nicht der einzige TV-Liebling, der von den massiven Sparmaßnahmen betroffen ist. Auch der beliebte Rate-Klassiker „Sag die Wahrheit“ verlässt die Heimat und wandert im Zuge einer ARD-Synergie komplett nach Leipzig ab. Sogar das Kinder-Kultformat „Tigerenten Club“ wird ab 2027 in Teilen nach Köln-Bocklemünd ausgelagert.

Für die Schlager-Welt zeigt dieser Schritt einmal mehr: Die Zeiten in den öffentlich-rechtlichen Sendern werden rauer – und auch absolute Publikumslieblinge müssen sich den harten wirtschaftlichen Sparplänen der TV-Bosse beugen. (Dieser Artikel erschien auf innsalzach24.de/fgr)

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