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Folgenschwerer Skandal
Gil Ofarim kann sich Mietpreise in München nicht mehr leisten
Für Gil Ofarim waren die letzten Jahre belastend. Seine ungerechtfertigte Beschuldigung im Davidstern-Skandal 2021 hat das Leben des Rockmusikers nachhaltig verändert.
München – Die Zukunft von Gil Ofarim (42) scheint ungewiss. Nachdem der Musiker im Jahre 2021 mit einer Verleumdung für Negativ-Schlagzeilen gesorgt hatte, ging es für den 42-Jährigen steil bergab: Er wurde nicht mehr gebucht, stürzte ab und verschwand fast vollständig von der Bildfläche. Nun hofft der Sohn von Superstar Abi Ofarim (1937–2018) auf eine zweite Chance.
Nach Hotel-Skandal 2021: Gil Ofarim hat nahezu alles verloren
Dafür muss der Rockmusiker das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückgewinnen, welches er nach dem sogenannten Davidstern-Skandal im Oktober 2021 eingebüßt hatte. Damals hatte Ofarim in einem Instagram-Video behauptet, dass ihm der Check-in in einem Leipziger Hotel verweigert worden sei, weil er sichtbar eine Kette mit einem Davidstern getragen habe. Ermittlungen ergaben jedoch Widersprüche in seinen Aussagen. Die Videoüberwachung zeigte, dass der gebürtige Münchner zu dem Zeitpunkt keine solche Kette sichtbar getragen hatte.
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Was folgte, war ein Gerichtsverfahren wegen Verleumdung, falscher Verdächtigung und Betrugs. Außerdem leidet Gil Ofarims Ruf bis heute. Wie der Sänger jüngst im Stern enthüllte, habe er durch den aufsehenerregenden Skandal fast alles verloren: Seine Konten sind leer, zudem musste er viele seiner Besitztümer – darunter Musikinstrumente und Schmuck – veräußern. Seine einstige Heimat München hat er mittlerweile verlassen. Er habe sich die Miete nicht mehr leisten können.
Wie ging der Prozess gegen Gil Ofarim aus?
Der Prozess gegen den Musiker Gil Ofarim wegen Verleumdung und falscher Verdächtigung endete mit einer vorläufigen Einstellung des Verfahrens. Am 28. November 2023 legte Ofarim vor dem Landgericht Leipzig ein Geständnis ab und entschuldigte sich bei dem Hotelmanager, den er zuvor fälschlicherweise des Antisemitismus beschuldigt hatte. Als Auflage zahlte Ofarim 10.000 Euro, je zur Hälfte an die Jüdische Gemeinde zu Leipzig und die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin. Außerdem musste er ein Schmerzensgeld an den beschuldigten Hotelmitarbeiter zahlen. Nach Zahlung dieser Geldauflagen wurde das Verfahren endgültig eingestellt.
Gil Ofarim musste München verlassen: Nun sieht er seine Kinder noch seltener
Inzwischen lebt Gil Ofarim mit seiner Lebensgefährtin in einer schwäbischen Kleinstadt. Die beiden wohnen in einem Mehrfamilienhaus und versuchen, möglichst anonym zu bleiben. Besonders schwer wiegt wohl auch der Umstand, dass seine beiden Kinder (ein Sohn, 10; eine Tochter, 8) weiterhin in der bayerischen Landeshauptstadt wohnen. Während er sie früher jede zweite Woche bei sich hatte, ist dies durch den Umzug nach Schwaben nun nicht mehr möglich. Den Kontakt hält er aktuell vorwiegend via Videotelefonie.
Der Preis, den Gil Ofarim zu zahlen hatte und immer noch hat, ist hoch. Im RTL-Interview gestand er jüngst: „Ich habe die Schuld auf mich genommen, um dem ein Ende zu setzen, ich war nicht mehr fähig, weiterzumachen. [...] Es ging nicht mehr, ich konnte nicht mehr.“ Nun soll ein Neuanfang her. Bereits im April möchte er wieder live auftreten. Für den 17. April ist ein Konzert in Bochum angesetzt.