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Neun Spiele bleiben

„Der Druck belastet uns“: Herr Zarczynski, schafft der TSV Mühldorf noch den Klassenerhalt?

Mateusz Zarczynski bewertet die Entwicklung beim TSV Mühldorf positiv. Dennoch weiß der Coach, dass der Klassenerhalt eine schwierige Aufgabe wird.
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Mateusz Zarczynski bewertet die Entwicklung beim TSV Mühldorf positiv. Dennoch weiß der Coach, dass der Klassenerhalt eine schwierige Aufgabe wird.

Der TSV Mühldorf kämpft um den Klassenerhalt in der 2. Volleyball-Bundesliga. Trainer Mateusz Zarczynski spricht im OVB-Interview über die Saison, die Entwicklung seines Teams und die Marschroute für die letzten Spiele.

Mühldorf – Der Großteil der laufenden Saison in der 2. Volleyball-Bundesliga ist bereits Geschichte. Der TSV Mühldorf hat 15 Partien absolviert, lediglich neun Begegnungen stehen in dieser Spielzeit noch aus. Die Mission Klassenerhalt wurde schon im Sommer ausgerufen, als der polnische Volleyball-Coach Mateusz Zarczynski den Trainerposten beim TSV übernahm.

Nun ist der Ligaverbleib zu einer echten Herausforderung geworden: Die Mühldorfer stehen in der Tabelle auf dem vorletzten Platz und haben aktuell zehn Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Im Interview mit der OVB-Sportredaktion analysiert Zarczynski die bisherige Saison, spricht über die Chancen auf den Klassenerhalt und zeigt auf, woran es bei den Innstädtern noch immer hakt.

Mateusz Zarczynski im Interview: „Der Klassenerhalt wird sehr schwierig“

Mühldorf steht mit sieben Punkten auf dem vorletzten Platz. Wie wahrscheinlich ist der Klassenerhalt?
Mateusz Zarczynski: Der Klassenerhalt wird sehr schwierig, vor allem nach dem Sieg von Schwaig gegen Rottenburg am vergangenen Wochenende. Der Rückstand ist größer geworden, wir haben nicht mehr alles in der eigenen Hand. Der Druck, Punkte holen zu müssen, belastet uns mental sehr. Wir spielen aktuell nicht mit ganz freiem Kopf, dieser „Rucksack“ ist immer da.
Neun Spiele bleiben noch, um Punkte zu sammeln. Worauf kommt es am meisten an?
Zarczynski: Neun Spiele bleiben, und in jedem wollen wir etwas mitnehmen. Die Gegner sind stark, aber wir müssen bei uns bleiben und unseren Fokus auf das eigene Spiel richten.

Verbesserungen in der Annahme und im Aufschlag

Woran haben Sie in der Winterpause am meisten gearbeitet?
Zarczynski: In der Winterpause ging es darum, wieder zur optimalen körperlichen und mentalen Form zu finden. Die erste Saisonhälfte war intensiv, deshalb war eine kurze Pause auch wichtig. Inhaltlich haben wir vor allem an der Annahme gearbeitet.
Wo ist die größte Entwicklung zu sehen?
Zarczynski: In der Annahme und im Aufschlag sieht man die größte Entwicklung.
Wo fehlt es hingegen noch?
Zarczynski: Was uns noch fehlt, ist Qualität im Block und im Angriff. Wir sind in manchen Phasen im Side-Out stabil, dafür im Konter schwächer – und manchmal genau umgekehrt. Diese Konstanz müssen wir uns noch erarbeiten.

Positive Entwicklung über die Saison

Wie zufrieden sind Sie mit der bisherigen Saison in Mühldorf generell?
Zarczynski: Insgesamt bewerte ich die Saison positiv, auch wenn wir den Start vielleicht etwas verschlafen haben. Gerade mit Blick auf die vielen Veränderungen im Team ist die Entwicklung ordentlich.
Welches war das bisher beste Spiel Ihrer Mannschaft?
Zarczynski: Das war für mich das Match gegen Grafing kurz vor Weihnachten – eine sehr geschlossene Leistung, die am Ende mit dem Derbysieg belohnt wurde.

Mentale Freiheit fehlt

Zuletzt mussten Sie sich dem Tabellenführer geschlagen geben. Was nehmen Sie aus dem Spiel gegen das Top-Team der Liga mit?
Zarczynski: Gegen Gotha haben wir gut mitgehalten, uns hat aber in entscheidenden Phasen die nötige mentale Freiheit gefehlt, um einen Satz zu gewinnen. Das zeigt, woran wir noch arbeiten müssen.
Am Samstag folgt dann das Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten in Rottenburg. Wird das ein ähnliches Spiel wie vor einer Woche?
Zarczynski: Rottenburg ist trotz der Niederlage gegen Schwaig ein sehr starker Gegner, besonders zu Hause. Wir müssen kämpfen, alles investieren und versuchen, Punkte mitzunehmen, um unsere Situation in der Tabelle zu verbessern.

So bleibt Mühldorf zweitklassig

In der 2. Volleyball-Bundesliga sind in dieser Saison zwei Nachwuchsteams von Stützpunkt- beziehungsweise Internat-Standorten vertreten, die nicht absteigen können: die VC Juniors Frankfurt (Tabellenletzter) und die Volley YoungStars aus Friedrichshafen (Drittletzter). Eine Mannschaft steigt direkt aus der 2. Bundesliga ab, das würde aktuell den TSV Mühldorf treffen. In den finalen neun Partien müssen die Mühldorfer (7 Punkte) eine beachtliche Aufholjagd hinlegen, um in der zweiten Liga zu bleiben. Der SV Schwaig (17) und der TSV Mimmenhausen (19) haben einen komfortablen Vorsprung.

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