Das dritte Mal auf dem Centre Court
Alcaraz, dann Medvedev, jetzt Djokovic: Rosenheims Muller trifft in Wimbledon auf „Größten der Geschichte“
Wenige Tage vor dem Erstaufschlag in der 1. Tennis Channel Bundesliga der Herren, sind die Top-Spieler des TSV 1860 Rosenheim auf dem Rasen von Wimbledon gefordert. Die Nummer Eins der Sechziger Alexandre Muller trifft auf den, wie er selbst sagt „größten Spieler der Geschichte“. Doch für den Franzosen ist es nicht das erste Mal, dass er in London gegen einen Hochkaräter spielt.
London/Rosenheim − Die derzeitige Nummer eins der Rosenheimer Bundesliga-Tennis-Spieler, Alexandre Muller, ist fünf Tage vor dem Saisonauftakt des TSV 1860 gegen den FTC Palmengarten an der Pürstlingstraße auf einer ganz anderen Bühne zu Werke. Beim Grand Slam-Turnier in Wimbledon, steht der Franzose am Dienstag (1. Juli um 13.30 Uhr) dem Weltranglisten-Sechsten und 24-fachen Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic gegenüber – und das auf dem legendären, 15.000 Zuschauer fassenden Centre Court.
Es ist nicht das erste Mal für den 28-Jährigen, dass er auf der großen Bühne einem Hochkaräter gegenübersteht. Im Jahr 2023 traf Muller in der zweiten Runde des Rasenturniers auf den zweifachen Wimbledon-Champion Carlos Alcaraz (2023, 2024). In der Runde zuvor, besiegte er seinen Landsmann und Ex-Rosenheimer Arthur Rinderknech in 3:1 Sätzen (7:6, 1:6, 6:3, 6:4), gegen den Spanier Alcaraz war dann aber Schluss 0:3 (4:6, 6:7, 3:6). Im Jahr darauf stand er gleich in der ersten Runde dem zweifachen Wimbledon-Halbfinalisten Daniil Medvedev gegenüber. Dem Russen unterlag er mit 1:3 (7:6, 6:7, 4:6, 5:7).
„Ich hoffe, dass das Alter langsam an seinem Körper nagt“
Muller hofft auf eine Chance gegen den Serben Djokovic. Im Interview mit der französischen Zeitung L’Équipe sagte der aktuell 41. der Weltrangliste: „Es ist das dritte Mal, dass ich auf dem Centre Court spiele – es ist nicht gerade mein Zuhause, aber fast. Er ist ein Mensch wie ich, ich denke, es gibt immer eine Chance. Ich hoffe, dass das Alter langsam an seinem Körper nagt. Er ist der größte Spieler der Geschichte und in Wimbledon hat er unglaubliche Statistiken. Ich werde mein Bestes geben, mal sehen.“
Die Rosenheimer Nikoloz Basilashvili und Sebastian Ofner sind am selben Tag in Wimbledon gefragt. Auf dem „No.2 Court“ bekommt es der Georgier Basilashvili um 11 Uhr mit dem diesjährigen French-Open-Halbfinalisten und Wimbledon-Halbfinalisten vom letzten Jahr, Lorenzo Musetti aus Italien, zu tun. Der Österreicher Ofner hat um 11 Uhr auf „Court 8“ mit dem Serben Hamad Medjedovic das scheinbar einfachste Los gezogen. Sollte dem 28-jährigen Steirer der Sieg gelingen, wäre es sein erster Einzug in die zweite Runde von Wimbledon seit 2017. Damals war für Ofner erst in der dritten Runde gegen Alexander Zverev Schluss. (mal)