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Leihe oder Kauf?
Wohl drei mögliche Marmoush-Nachfolger auf Eintracht Frankfurts Liste
Die Entscheidungsträger bleiben zurückhaltend, aber der Wechsel von Omar Marmoush zu City scheint nur eine Frage der Zeit zu sein.
Frankfurt/Main – Bei der Eintracht will man nichts von einem Angebot wissen und Pep Guardiola verweigert jegliche Auskunft. Trotzdem pfeifen es die Spatzen von den Dächern: Omar Marmoush wird ziemlich sicher noch in diesem Winter zu Manchester City wechseln. Eine Herausforderung für Sportdirektor Markus Krösche, der bereits drei Nachfolge-Kandidaten auf dem Zettel haben soll.
Erneut harte Tatsachen statt schöner Fußballromantik bei der Eintracht
Lange, sehr lange, versicherte man vonseiten der Eintracht der Öffentlichkeit und wohl auch sich selbst, dass Omar Marmoush auf jeden Fall bis zum Saisonende bleibt. Doch daraus wird wohl nichts, denn wieder einmal wird die Eintracht von der harten Realität eingeholt. Und die heißt zum Leidwesen eines jeden Fußballromantiker nun einmal: Geld regiert die Welt – und davon hat Manchester City einen schier unendlichen Vorrat.
Zum wiederholten Mal verlässt damit ein bei der Eintracht auf hohem Niveau performender Stürmer die Mainmetropole. Ob Marmoush, wie so einige seiner Vorgänger, bei der nächsten Station ins Straucheln gerät, ist ungewiss. Sicher jedoch ist, dass Markus Krösche nun schnell einen Nachfolger präsentieren muss. Drei teils unterschiedliche Kandidaten scheinen dabei als Favoriten zu gelten.
Alle Winter-Neuzugänge der Bundesliga in der Übersicht
Marmoush-Nachfolge: Zwei DFB-Stürmer auf der Liste
Mit Jonathan Burkardt und Niclas Füllkrug sollen zwei Spieler auf der Liste stehen, die zumindest zum erweiterten Kader der deutschen A-Nationalmannschaft gehören. Hinzu kommt das französische Dauergerücht Arnaud Kalimuendo, der bei Stade Rennes unter Vertrag steht. Doch wie realistisch ist es, dass die jeweiligen Kandidaten kommen?
Kurzfristig am billigsten wäre wohl die Lösung Füllkrug. Der bei West Ham United eher unglücklich – auch aufgrund einer Verletzung – gestartete Deutsche könnte für eine halbjährige Leihe zu haben sein. Allerdings ist der Sturmbrecher von den drei Kandidaten am weitesten vom Profil Marmoushs entfernt. Die Mitspieler bei der SGE müssten sich also umstellen, was nicht via Knopfdruck von heute auf morgen geschehen wird.
Burkardt und Kalimuendo sind für die Eintracht eine teure Alternative
Am nächsten dran am Skillset von Marmoush ist Arnaud Kalimuendo, der ebenso tiefe Läufe bevorzugt und als überdurchschnittlich schnell gilt. In der laufenden Saison erzielte der 22-Jährige sieben Tore und legte ein weiteres auf. Hoffnungen, dass die Franzosen aufgrund bereits getätigter Transferausgaben in Höhe von 34 Millionen Euro in diesem Winter auf Geld angewiesen sind, dürften sich nicht erfüllen. Rechnet man den Sommer mit ein, steht Rennes immer noch bei einem Transferplus von 21 Millionen Euro.
Nicht weniger teuer dürfte wohl auch Jonathan Burkardt werden. Der Mittelstürmer vom 1. FSV Mainz 05 ist in dieser Saison stark unterwegs und wird als mögliche Dauerlösung der Zukunft im DFB-Team gehandelt. Dazu kommt, dass man in Mainz ungern im Winter einen direkten Konkurrenten stärken will – vor allem, wenn es sich dabei ausgerechnet um die SGE handelt. Die immer wieder gehandelten 20 Millionen dürften deshalb kaum reichen.
Marmoush-Wechsel und die Folgen: Dementis von allen Seiten
Zur ganzen Wahrheit der Transferspekulationen gehört aber auch, dass alle Verantwortlichen sich entweder einem Statement entziehen oder von einem Verkauf nichts wissen wollen. Das gilt für Markus Krösche im Fall Marmoush, aber auch für Christian Heidel, der einen Transfer von Burkardt im Januar bereits ausschloss.
Doch wenn die Summen hoch genug sind, dürfte jeder Manager und Spieler zu Gesprächen bereit sein. Bei kolportierten 80 Millionen Euro, die Manchester City bereit sein soll, für Marmoush zu zahlen, gilt das genauso wie bei Mainz 05. Nun winkt aber erst einmal der Auftakt nach der Winterpause, der im Falle der Eintracht bereits von einem ersten Erkenntnisgewinn in Sachen Transferkarussell begleitet werden könnte. (sch)